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Nachricht vom 22.04.2015    

Vertreterversammlung der Westerwald Bank: Stärkung des Eigenkapitals

Niedrigzinsen, Demografischer Wandel, die Digitalisierung: Die Herausforderungen sind groß für die Westerwald Bank. Aber, das machte die Vertreterversammlung in Rennerod deutlich, es gibt Antworten. Bei den Neuwahlen zum Aufsichtsrat setzte die Versammlung auf Beständigkeit.

Vorstandssprecher Wilhelm Höser erläuterte den Geschäftsverlauf 2014 und stellte die Antworten der Westerwald Bank auf die Fragen der Zeit vor. (Fotos: Westerwald Bank eG)

Rennerod/Region. Für die Genossenschaftsbanken sind die Vertreterversammlungen immer ganz besondere Tage im Jahr. Hier werden die wichtigen Beschlüsse gefasst: Die Genehmigung des Jahresabschlusses sowie die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Neuwahl der Aufsichtsräte oder Satzungsanpassungen. Die Vertreterversammlung der Westerwald Bank fand dieses Jahr in Rennerod statt. Und nachdem Ende November 2014 über 732 Vertreter in der Bank neu gewählt wurden, konnten Aufsichtsrat und Vorstand deutlich über 500 Vertreter und Gäste in der Westerwaldhalle zur Vertreterversammlung 2015 begrüßen. Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 bestätigen die besondere Stellung der Bank im regionalen Westerwald.

Die Bilanzsumme stieg um 1,7 Prozent auf 2.162 Millionen Euro. Bei über 4.700 Kreditzusagen mit einem Volumen von 356,4 Millionen Euro stiegen die Forderungen an Kunden um 1,4 Prozent auf 1.376 Millionen Euro. Über 220 Millionen Euro betrug das durch Neugeschäft auszugleichende jährliche Tilgungsvolumen. Auch die Einlagen konnten leicht um 0,5 Prozent auf 1.714 Millionen Euro anwachsen. Niedrige Zinsen führten zu einer deutlichen Erhöhung der Sichteinlagen, die auf 876 Millionen Euro anstiegen (plus 9 Prozent), im Wesentlichen entstanden aus Umschichtungen aus den befristeten Einlagen sowie aus den Spareinlagen.

5,5 Prozent Dividende für Mitglieder

Die traditionelle Ausrichtung der heimischen Volks- und Raiffeisenbank, die Partner des genossenschaftlichen Verbundes einzubinden, wird von der Wachstumszahl des gesamten Kundengeschäftes von 2,34 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro bestätigt. Das betreute Kundenkreditvolumen bei den genossenschaftlichen Partnern erhöhte sich dabei um 10 Millionen Euro oder 3,5 Prozent auf 304 Millionen Euro. Das gesamte bilanzielle und außerbilanzielle Kundenkreditvolumen beträgt damit 1,742 Millionen Euro und hat sich um 35 Millionen Euro oder 2,1 Prozent erhöht. Die betreuten Kundeneinlagen bei den Verbundpartnern erhöhten sich um 57 Millionen Euro plus 6,8 Prozent) auf 894 Millionen Euro. Das gesamte bilanzielle und außerbilanzielle Kundeneinlagevolumen beträgt damit 2.608 Millionen Euro und hat sich um 66 Millionen Euro oder 2,6 Prozent erhöht.

„Tolle Vertriebsleistungen zeigen sich auch im Dienstleistungsgeschäft“, so Vorstandssprecher Höser bei seiner Analyse des Geschäftsjahres 2014. Insgesamt konnten 6.773 Sachversicherungen abgeschlossen werden sowie 2.190 Lebensversicherungen mit einem Bruttovolumen von 28,1 Millionen Euro. Weitere 3.108 Bausparverträge über 112 Millionen Euro sowie ein Sparvolumen bei Union Investment von fast 79 Millionen Euro bestätigen die starke Vertriebskraft der Bank. Allerdings: „Das alles geht nicht von selbst“, wie Höser ausführte. Seit 2011 habe man die Bank intensiv auf die neuen Kundenbedürfnisse ausgerichtet und konsequent an der Zukunftsfähigkeit gearbeitet. „Die nunmehr seit drei Jahren anhaltende Niedrigzinsphase schafft völlig neue Herausforderungen an Finanzdienstleister.“ Zudem schilderte Höser die Herausforderungen der Digitalisierung und sprach von einer „Dekade des Umbruchs“ für die Branche.

Der Zinsüberschuss sank durch Einmalbelastungen von 44,4 Millionen Euro auf knapp 39 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss von 14,4 Millionen Euro lag auf Vorjahresniveau. Der Personalaufwand konnte trotz Tarifanpassungen auf Vorjahresniveau gehalten werden, während die anderen Verwaltungsaufwendungen um knapp 400.000 Euro auf 13,4 Millionen Euro anwuchsen. Von alledem profitieren die Mitglieder des Unternehmens: Wie in den Vorjahren zahlt die Bank eine 5,5-prozentige Dividende.

Umwidmung von versteuerten Reserven
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erhöhte sich auf 32,2 Millionen Euro nach 13,5 Millionen Euro im Vorjahr. Diese deutliche Steigerung des Ergebnisses erklärte Höser neben einem verbesserten operativen Ergebnis im Wesentlichen mit der Umwidmung von versteuerten Reserven. Wie Höser ausführte, werden zukünftig ausschließlich offen ausgewiesene Eigenkapitalbestandteile in die aufsichtsrechtliche Bewertung einer Bank einbezogen. Sogenannte „stille Reserven“, die bisher von der Bundesbank und der Bankenaufsicht als Eigenkapital mit gewürdigt wurden, werden zukünftig nicht mehr angerechnet. Insoweit wurde auch der Fonds für Allgemeine Bankrisiken aus dem erheblich erhöhten Ergebnis zusätzlich mit 20,5 Millionen Euro neu dotiert. Das bilanzielle Eigenkapital, bestehend aus Geschäftsguthaben, dem Fonds für Allgemeine Bankrisiken, den gesetzlichen Rücklagen sowie den anderen Ergebnisrücklagen konnte damit alleine zwischen 2013 und 2014 von 162,8 auf 187,4 Millionen Euro ausgebaut werden. Im Zeitvergleich 2010 zu 2014 beträgt die Steigerung sogar fast 70 Millionen Euro oder 60 Prozent.

Wie wichtig eine regional verankerte Bank für die wirtschaftliche Situation einer Region insgesamt sein kann, konnte auch durch einige weitere Zahlen belegt werden. Von 2010 bis 2014 einschließlich wurden Steuern, Investitionen, Löhne und Gehälter sowie Dividenden von der Westerwald Bank in Höhe von insgesamt 112 Millionen Euro gezahlt, alleine 2014 21,4 Millionen Euro. Das Spenden- und Fördervolumen in dieser Zeit betrug 1,73 Millionen Euro, davon alleine 328.000 Euro im vergangenen Jahr.

Kontinuität beim Aufsichtsrat
Angesichts der überzeugenden Zahlen erfolgte die Entlastung für Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig. Bei den anstehenden Neuwahlen zum insgesamt 17-köpfigen Aufsichtsrat setzten die Vertreter auf Kontinuität: Jörg Federrath für die Region Betzdorf, Karl Heinz Schmitz für die Region Wissen, Hans-Rüdiger Schneider für den Raum Altenkirchen und Professor Dr. Arno Steudter für die Region Ransbach-Baumbach wurden erneut in das Aufsichtsgremium gewählt.


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