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Nachricht vom 21.04.2015    

Auszeichnung für Selbsthilfegruppe Hirnaneurysma Wirges

Im Rahmen des Patiententages des Deutschen Internistenkongresses in Wiesbaden hat die Marion und Bernd Wegener Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden Selbsthilfegruppen für ihre hervorragende Öffentlichkeitsarbeit ausgezeichnet.

Logo der Selbsthilfegruppe.

Wirges. Für diesen Förderpreis konnten sich bundesweit alle Selbsthilfegruppen bewerben, die sich im Bereich Gesundheit engagieren. Kreative Ideen, originelle Aktivitäten, interessante Materialien, gute Medienresonanz und Internet- & Social Media-Aktivitäten aus dem Jahr 2014 waren die Kriterien, die eine fachkundige Jury in Augenschein nahm.

Die Selbsthilfegruppe Hirnaneurysma Wirges erhielt für ihre herausragende Leistung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro und eine Urkunde. Damit wurde vor allem der wichtige soziale Beitrag für die Unterstützung kranker Menschen im sozialen Gesundheitswesen ausgezeichnet.

Die Selbsthilfegruppe Hirnaneurysma Wirges beschäftigt sich mit dem Krankheitsbild der Gefäßaussackung an der Hirnarterie – eine Zeitbombe im Kopf. Wenn ein Hirnaneurysma platzt, entsteht die lebensgefährliche Hirnblutung. Etwa fünf bis zehn Prozent der Betroffenen überleben eine erforderliche Hirnoperation. Die sich daraus oftmals ergebenden Beeinträchtigungen physischer, psychischer, neuropsychologischer und/oder kognitiver Art können durchaus in entsprechenden Therapien behandelt werden. Oftmals ist das sicher ein langer Weg. Aber diesen gehen Betroffene gerne, stellen sie doch eine der vielen Möglichkeiten dar, wieder in den annähernd normalen Alltag zurückzufinden. Ein zweites Leben wurde Betroffenen geschenkt.

Nicht nur Krankheit und Therapien sind Inhalte der allmonatlich (jeden 3. Donnerstag) stattfindenden Gruppentreffen. Die TeilnehmerInnen der SHG (Selbsthilfegruppe) machen sich auf den Weg zu Gesundheitsmessen und Selbsthilfetagen, um an ihrem Informations-stand Hilfesuchenden und Interessierten Auskunft und Information und Hilfe zu bieten. In Form von öffentlichen Vorträgen durch fachkundige Referenten – wie in 2014 z. B. zum Thema „Neuropsychologie“, in Jahren zuvor Dia- und Filmbeiträge mit Vorträgen zum Thema „Operationsverfahren bei Hirnaneurysma/Hirnblutung, etc.) ist die Gruppe bestrebt, auf diese Zeitbombe im Kopf und deren Folgen und Therapiemöglichkeiten hinzuweisen.

Auch auf Weihnachtsmärkten sind sie zugegen und stellen ihre über das ganze Jahr eigenhändig oftmals sehr mühsam (bei gewissen Einschränkungen auf Grund des Krankheitsbildes) erstellten Basteleien, Strick-, Häkel-, Näh-, Holz- und noch viele andere Arbeiten vor.

Vor fast drei Jahren hat sich aus der Selbsthilfegruppe heraus das Mundharmonika-Ensemble „Strich – Punkt“ gebildet. Sie spielen die diatonische Mundharmonika – auch „Bluesharp“ genannt - im Ensemble. So ist niemand auf sich allein gestellt und jeder erfährt die Unterstützung der anderen. Es sind keine Notenkenntnisse und auch sonst keine musikalischen Vorkenntnisse erforderlich. Ideal für Menschen, die einfach nur für sich oder in der Gruppe Musik machen möchten, wie es ihnen gefällt, mit einem Musikinstrument, das sozusagen in jede Tasche passt. Das Mundharmonika-Spielen ersetzt bei weitem keine Therapie, sondern macht einfach nur Spaß, hebt die Lebensqualität und kann aus manchem „Durchhänger“ (Betroffene wissen, wovon hier die Rede ist) heraushelfen. Das Erlebnis öffentlicher Auftritte im sozialen Bereich (14 Auftritte in 2014 – auch auf der Bühne der Selbsthilfemeile beim Rheinland-Pfalz-Tag 2014) lässt das Selbstbewusstsein der Musikerinnen und Musiker wieder wachsen! Das gibt Kraft und neuen Lebensmut.

Informationen zu der Gruppe insgesamt erhalten Betroffene, Angehörige und Interessierte bei Reinhild Weyrich unter Telefon 02602/60651, per E-Mail: Reinhild.Weyrich@t-online.de oder über die Homepage www.selbsthilfegruppe-hirnaneurysma-wirges.de.


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