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Nachricht vom 06.04.2015    

Schibbelwettbewerb so rund und bunt wie die Ostereier

Der Kampf um die Schibbel-Königskrone war so spannend wie lange nicht mehr. Bei strahlendem Sonnenschein wurden auf dem Schibbelrain in Norken die Sieger des diesjährigen Eierschibbel-Wettbewerbs ermittelt. „Hart aber fair“ hieß die Devise. Treffsicherheit war nicht alleine der Garant für den Erfolg, auch ein bisschen Glück gehörte dazu. Vor allem für Kinder war es ein Riesenvergnügen.

Spannung pur war angesagt beim diesjährigen Ostereierschibbeln in Norken. Klein und Groß hatten einen Riesenspaß. Fotos: Reinhard Panthel

Norken. Wie in all den Jahren zuvor herrschte eine gute Stimmung, als Ostersonntag um 13 Uhr die Mitglieder des „Schibbelclubs Norken“ den Wettbewerb auf dem vereinseigenen Gelände am Rande des Naubergs eröffneten. Zunächst galt es die gekennzeichneten Setzeier zu platzieren. Streng überwacht von kritischen Augen.

Tina Jungbluth sorgte dafür, dass ein Mogeln nicht möglich war. Ein kurzes Klopfen mit einem Taschenmesser und schon war das nummerierte Setzei gekennzeichnet. Die bunten Setzeier warteten dann auf der Hanglage des eingezäunten Wiesengeländes auf das eigentliche Schibbeln. Nun galt es mit Geschick und ein bisschen Glück die Setzeier zu treffen. Und jeder Treffer wurde vom Schiedsrichter Simone Jungbluth protokolliert. An Anfeuerungsrufen der Zaungäste fehlte es nicht.

Wer etwas weiter „schibbeln“ wollte, musste die beiden zwei Meter langen langen Holzstäbe etwas höher halten, wodurch die Weite und Geschwindigkeit, aber nicht gleichzeitig die Treffsicherheit beeinflusst werden konnte. So manches Ziel wurde dabei verfehlt und das schnell rollende Osterei als punktlos registriert.

Eier-Schibbeln in Norken gibt es schon seit vielen Jahren, bis ein Verein gegründet wurde. 2007 feierte der „Schibbelclub Norken“ sein 40jähriges Bestehen. 128 Mitglieder zählt die Gruppe inzwischen, die ohne Reibereien und ohne strikte Satzungen existiert und wahrscheinlich deshalb so problemlos funktioniert. Frank Brückmann lenkt die Geschicke des Vereins seit 27 Jahren erfolgreich und wird bei der Jahreshauptversammlung am 10. April, 20 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus wieder antreten und erneut gewählt, so die Prognosen.



Als am Ostersonntag die 73 Akteure an den Start gingen, gab es eine Überraschung. Aus Kamerun trat auch Christian Nogaret an, der nach der scherzhaften Ausweiskontrolle zugelassen wurde. Er schlug sich tapfer, doch als Sieger stand nach fairem Wettkampf Bianca Schmidt fest, die mit 18 Punkten (Treffern) gefeiert wurde.

Der Ostermontag ist für die Kinder vorbehalten. Die Spannung und Aufregung kennt keine Altersgrenzen. Hier durfte der fünfjährige Vorjahressieger, Finn Weber, als Starter sein Glück versuchen. Und danach gab es kein Halten mehr, größere und kleinere Kinder machten es den Erwachsenen vom Vortag gleich und lieferten sich einen fairen Kampf. Angefeuert von Eltern, Geschwistern und Familienangehörigen. Kurz nach Mittag stand der Sieger der Jugend für das Jahr 2015 fest. Mit elf Treffern siegte Julia Jung.

An der Theke und den aufgestellten Tischen und Bänken war alles das zu finden, was man für ein Volksfest benötigt. Ein Aggregat sorgte für Strom, damit auch nicht auf Musik und gekühlte Getränke verzichtet werden musste. Und nun können die Mitglieder des Norkener Schibbelclubs ein Jahr warten, bis am Schibbelrain wieder Leben einkehrt. (repa)


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