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Nachricht vom 01.04.2015    

Finanzamt mit Arbeitsergebnissen 2014 sehr zufrieden

Der Vorsteher des Finanzamtes Altenkirchen-Hachenburg Hans-Dieter Wirth präsentierte die Arbeitsergebnisse des Jahres 2014 am Mittwochnachmittag, 1. April in Altenkirchen. Die noch immer niedrige Arbeitslosenquote schlägt sich in der Höhe des Steueraufkommens nieder und trägt somit zu einem zufriedenstellenden Gesamtsteueraufkommen von 685 Millionen Euro bei. Kein Aprilscherz: Bereits 17 Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung gab es schon in diesem Jahr im Dienstbereich des Amtes.

Das Finanzamt Altenkirchen-Hachenburg ist mit den Arbeitsergebnissen hoch zufrieden, Vorsteher Hans-Dieter Wirth (sitzend) und Geschäftsstellenleiter Andreas Wertgen stellten die Ergebnisse vor. Foto: Katrin Bosch

Altenkirchen/Hachenburg. Finanzamt-Vorsteher Hans-Dieter Wirth sowie Geschäftsstellenleiter Andreas Wertgen, hatten zu einem persönlichen Gespräch und Vorstellung der Arbeitsergebnisse 2014 in der Geschäftsstelle Altenkirchen eingeladen. Im vergangenen Jahr konnte das Finanzamt Steuereinnahmen im Gesamtaufkommen von 658 Millionen Euro verbuchen, was eine Steigerung von rund 20 Millionen zum Vorjahr (638 Millionen) entspricht.

Das Zugpferd dieser Einnahmen bildet die Umsatzsteuer im Wert von 273 Millionen Euro (2013: 268 Millionen), gefolgt von der Lohnsteuer im Gesamtwert von 230 Millionen Euro (2013: 220 Millionen). Auch die Einkommenssteuer macht einen beachtlichen Teil des Gesamtaufkommens mit rund 85 Millionen Euro aus. Schlusslicht im Bunde bildet die Körperschaftssteuer mit 28.5 Millionen Euro. Wie auch in den Jahren zuvor, sichert sich das Finanzamt Altenkirchen-Hachenburg mit diesen Zahlen Platz 13 der insgesamt 26 rheinland-pfälzischen Finanzämter und liegt somit in der goldenen Mitte.

„Wir sind durchaus sehr zufrieden. Es darf so weitergehen“, teilte Wirth mit. Dieses Steueraufkommen erwirtschaften rund 248 Bedienstete sowie 24 Auszubildende. Das Durchschnittsalter liegt hier bei 45 Jahren und eine Teilzeitquote für den flexiblen Arbeitsplatzanspruch stehe hier bei 24%. Dieses allgemein zufriedenstellende Arbeitsergebnis 2014 lasse sich vor allem auf die erfreulich niedrige Arbeitslosenzahl zurückführen und spiegelt sich somit letztendlich in der Lohnsteuereinnahme wieder.

Im Bezug auf das immerwährend brisante Thema der Steuerhinterziehung, konnte das Finanzamt Altenkirchen-Hachenburg im Jahr 2014 insgesamt 116 Selbstanzeigen zum Kapitalvermögen verbuchen. Überrascht sei man ebenso über die schon 17 eingegangenen Selbstanzeigen für das bereits laufende Jahr 2015. Als mögliche Ursache dieser regelrechten Welle an reumütigen Steuersündern, sehe man in erster Linie die verschärften Regeln der Schweizer Banken, welche einen hohen Druck auf die deutschen Steuerflüchtlinge ausübe. Ebenso sei der gesellschaftliche Effekt der weitläufigen Medienberichterstattung des wohl prominentesten Steuersünders Uli Hoeneß (ehemaliger Präsident und Aufsichtsratschef des FC Bayern Münchens) nicht zu vergessen. Aber viele wollten wohl auch einfach nur ihr Gewissen erleichtern, vor allem zum Jahresende hin.




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Die steuerliche Prüfung von insgesamt 431 mittleren, kleinen sowie Kleinstbetrieben (Bezirksbetriebsprüfung) ergab insgesamt einen Mehrsteueranteil von 4.2 Millionen Euro. Bei der Umsatzsteuersonderprüfung (351 Betriebe) wurde ein Mehrergebnis von knapp 6.5 Millionen Euro erzielt. Die Lohnsteueraußenprüfung, in der der Arbeitgeber geprüft wird, ob die berechnete Lohnsteuer zutreffend ermittelt wurde, konnte das Finanzamt ein Mehrergebnis von 1.35 Millionen Euro aufweisen.

Ein noch ausstehendes Problem sieht das Finanzamt durch den Verlust der einstellungsstarken Jahrgänge, die schon in absehbarer Zeit ihre berufliche Tätigkeit niederlegen werden. Dann fehle es vor allem an erfahrenem Personal. Doch auch in Sachen Jugend und Berufsbildung stelle man sich nicht in den eigenen Schatten. Verschiedene schulbegleitende Maßnahmen wie „Schule & Steuern“ oder Ausbildungsmessen, sollen den jungen Menschen Einblick in das Finanzwesen geben und das Interesse an einer möglichen Ausbildung oder Karriere wecken. Schulpraktika seien nach wie vor sehr beliebt. Hier haben Praktikanten die Möglichkeit verschiedene Bereiche des Finanzamtes kennenzulernen, um sich somit einen umfassenden Überblick von den doch sehr abwechslungsreichen Tätigkeiten zu verschaffen. (Katrin Bosch)


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