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Nachricht vom 31.03.2015    

Frühling beim regionalen Arbeitsmarkt angekommen

Der Arbeitsmarkt in der Region verzeichnet weiterhin einen positiven Trend. Die Agentur für Arbeit belegt dies mit den neuen Zahlen für den Westerwaldkreis und den Rhein-Lahn-Kreis. Vor allem Männer profitieren vom Aufwärtstrend. Der regionale Stellenmarkt wird auch durch das Factory Outlet Center in Montabaur belebt.

Montabaur. Auf dem Arbeitsmarkt macht sich – wie erwartet – der Frühling bemerkbar. Im März sank die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur (Westerwaldkreis und Rhein-Lahn-Kreis) um 305 auf 7.649 Personen; die Quote verringerte sich um 0,2 auf 4,4 Prozent und hat damit den Vorjahreswert erreicht. Die absolute Zahl weicht leicht ab: Im März 2014 gab es 59 Menschen weniger, die keinen Job hatten.

Der positive Trend der vergangenen Wochen konzentriert sich auf die Männer. Bei ihnen ist ein Rückgang um 246 Personen zu verbuchen, bei den Frauen sind es 59 Personen. Außerdem profitieren diejenigen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld I als Versicherungsleistung haben und damit zur Klientel der Agentur gehören. „Das sind die typischen Signale der Frühjahrsbelebung“, weiß Madeleine Seidel, Chefin der Agentur für Arbeit. „In den Außenberufen, in denen vorwiegend Männer tätig sind, nehmen die Aufträge zu. Nach witterungsbedingten Entlassungen wird nun wieder eingestellt.“

Mehr als die Hälfte der Menschen, die im Bezirk Montabaur arbeitslos gemeldet sind, leben mit ihren Familien von der Grundsicherung (Hartz IV) und werden von den Jobcentern Westerwald und Rhein-Lahn betreut. Ihre Zahl ist im Februar-März Vergleich fast unverändert geblieben; gegenüber dem März vergangenen Jahres ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

Zum saisonalen Hoch passt, dass der Stellenmarkt sich weiter belebt. Wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur und der Jobcenter im Januar 585 Stellen gemeldet, waren es im Februar bereits 789. Im März wurde nun mit 1.021 die Tausendermarke durchbrochen; das bedeutet ein Plus von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verstärkt gesucht werden derzeit (Fach)Verkäufer/innen und Filialleiter/innen im Bereich Textil und Bekleidung.

„Hier gibt es einen ganz klaren Zusammenhang mit dem Factory Outlet Montabaur am ICE-Bahnhof, das im Sommer eröffnet“, beobachtet Madeleine Seidel. „Es erweist sich als Jobmotor für diese Branche und eröffnet vor allem auch Frauen gute Chancen.“

Die Beschäftigung im Agenturbezirk entwickelt sich weiterhin erfreulich. Jetzt liegen die Zahlen für das dritte Quartal 2014 vor. Demnach waren im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis am 30. September 94.841 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 1.749 Personen oder 1,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Alljährlich im März veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit die ersten Zahlen des Ausbildungsjahres, das jeweils von 1. Oktober bis 30. September reicht. Seit Oktober 2014 wurden bislang 1.837 junge Leute gezählt, die eine Ausbildungsstelle suchen; das ist ein Minus von 205 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zeitgleich meldeten die Betriebe dem Arbeitgeberservice 1.451 Ausbildungsstellen; hier ist ein Plus von 120 zu verzeichnen. Madeleine Seidel: „Diese Zahlen spiegeln im Rückgang der Bewerberzahlen den demografischen Wandel. Auf der anderen Seite steht das verstärkte Bestreben der Unternehmen, über den eigenen Nachwuchs Fachkräfte heranzuziehen.“

Zuletzt der „geteilte Blick“ auf die beiden Landkreise, die die Agentur für Arbeit Montabaur betreut: Im Westerwaldkreis sind 4.651 Menschen ohne Job gemeldet. Das sind 194 weniger als im Februar, aber 77 mehr als im März 2014. Die Quote sank im Monatsverlauf um 0,2 auf 4,2 Prozent. Das ist zugleich der Vorjahreswert.

Im Rhein-Lahn-Kreis gibt es 2.998 Arbeitslose – 111 weniger als im Vormonat. Hier ist auch gegenüber dem Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen, nämlich um 18 Personen. Aktuell beträgt die Quote 4,6 Prozent, was wie bei den Nachbarn einer Verbesserung um 0,2 Punkte gegenüber dem Februar entspricht. Im März 2014 hatte sie bei 4,7 Prozent gelegen.


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