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Nachricht vom 30.03.2015    

Der Trauer mit einer „Klagemauer“ Raum geben

Die Evangelische Gemeinde in Montabaur bietet den Besuchern die Möglichkeit, ihre Gedanken zum Flugzeugabsturz in Südfrankreich niederzuschreiben.

Pfarrer Johannes Seemann, Claudia Seemann (rechts) und Kirchenvorstandsmitglied Marie-Louise Kalusa bei der Vorbereitung Foto: Veranstalter

Montabaur. Es ist ein kleines, aber wichtiges Zeichen der Evangelischen Kirchengemeinde Montabaur zum Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Eine „Klagemauer“ lädt die Besucher der Pauluskirche bis einschließlich Ostermontag ein, ihren Gedanken, Gebeten, Fragen Raum zu geben und sie niederzuschreiben – auf einem großen Papierbanner, der vor dem Altarraum befestigt ist. Außerdem liegt dort das Kondolenzbuch aus, in das sich bereits viele Menschen eingetragen haben. Die Pauluskirche ist ab sofort bis Gründonnerstag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. In dieser Zeit ist ein Mitglied der Kirchengemeinde anwesend und für jeden Besucher ansprechbar, der Trost, ein Gebet oder jemanden zum Reden braucht.



Auch vor der Lutherkirche besteht die Möglichkeit zur stillen Andacht: Unter dem frei zugänglichen Glockenturm können Besucher ihre Bitten und Wünsche bis einschließlich Karsamstag auf Zetteln niederschreiben und an ein großes Holzkreuz heften, das die Gemeinde dort aufgestellt hat. „Darüber hinaus sind wir immer ansprechbar“, betonen die beiden Montabaurer Pfarrer Michael Dietrich und Johannes Seemann und sind froh über das gute Miteinander der Kirchen und Kommune während der vergangenen, schwierigen Tage. (bon)


Lokales: Montabaur & Umgebung
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