Werbung

Nachricht vom 01.03.2015    

Der Habicht – ein verfolgter Jäger

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Habicht (Accipter gentilis) zum „Vogel des Jahres 2015“ gewählt. Auf den Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.

Habicht. Foto: Peter Fasel, NABU Hundsangen.

Hundsangen. „Illegal abgeschossene, vergiftete oder gefangene Habichte sind nach wie vor trauriger Alltag. Es gibt immer noch einzelne Jäger, die ihn als Konkurrenten bei der Jagd auf Hasen und Fasane sehen. Auch bei Geflügel- und Taubenzüchtern ist der Habicht besonders unbeliebt. Jährlich stellen Polizisten und Tierschützer in Deutschland Habichtfangkörbe sicher – viele davon in der Nähe von Taubenhaltungen“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Nach aktuellen Erfassungen leben in Deutschland 11.500 bis 16.500 Brutpaare. Eine der höchsten Siedlungsdichten von Habichten weltweit hat die Hauptstadt Berlin mit etwa 100 Brutpaaren.

„Illegale Greifvogelverfolgung ist kein Kavaliersdelikt“, so die Verbände. NABU und LBV fordern, dass entsprechende Straftaten systematisch erfasst, aufgeklärt und angemessen geahndet werden. Dafür müssen speziell geschulte Einheiten und Koordinationsstellen bei der Polizei und den Naturschutzbehörden der Länder in allen Bundesländern eingerichtet werden. Als Vorbild ist hier die Stabsstelle zur Bekämpfung von Umweltkriminalität in Nordrhein-Westfalen zu nennen. Seit 2005 widmet sie sich unter anderem der Eindämmung illegaler Greifvogelverfolgung. Die im Umweltministerium angesiedelte Einrichtung arbeitet intensiv mit den Polizeibehörden zusammen, um eine konsequente Strafverfolgung zu ermöglichen. NABU und LBV sprechen sich dafür aus, neben der Benutzung auch den bislang erlaubten Verkauf von Habichtfangkörben zu verbieten. In der Umgebung von Greifvogelnestern müssten Horstschutzzonen eingerichtet werden, in denen Forstwirtschaft und Jagd vor allem während der Brutzeit zwischen März und Juni ruhen sollten, so wie dies in einigen Bundesländern bereits gesetzlich vorgesehen ist. Das Aushorsten von jungen Habichten in freier Natur für die Falknerei sollte nicht mehr zugelassen werden.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Fachkraft für Arbeits- und Gesundheitsschutz (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Examinierte Pflegekraft / Schulbegleitung

DRK-Kinderklinik Siegen gGmbH
57584 Scheuerfeld

SPS-Programmierer / Automatisierungstechniker (m/w/d)

Maschinenbau Böhmer GmbH
57520 Steinebach/Sieg

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


NABU und LBV haben als Signal gegen die illegale Greifvogelverfolgung gemeinsam mit dem Komitee gegen den Vogelmord eine bundesweite Meldeaktion gestartet. Aktuell aufgestellte Fallen, vergiftete oder angeschossene Greifvögel können ab sofort unter der Telefonhotline 030-284984-1555 gemeldet werden. Unter dieser Nummer bieten Experten Hilfe beim Erkennen, Dokumentieren und Anzeigen illegaler Aktivitäten. Darüber hinaus werden auch zurückliegende Fälle illegaler Greifvogelverfolgung erfasst, zu melden unter www.NABU.de/verfolgung-melden.

Aus diesem Anlass präsentiert Leander Hoffmann (Obererbach) von der NABU Gruppe Hundsangen einen spannende Power-Point-Vortrag über das Leben dieser einmaligen Greifvogelart am Freitag, den 6. März. Beginn: 19.00 Uhr. Hundsangen, Günterstr. 11, Foyer der Ollmersch-Halle.


Lokales: Wallmerod & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Mehr als nur Hörsäle: Uni-Erlebnistag in Koblenz zeigt die Vielfalt des Studiums

Am 3. Juni öffnet die Universität Koblenz ihre Türen für Studieninteressierte. Der Uni-Erlebnistag bietet ...

Carport-Brand in Herschbach (Oberwesterwald): Zwei Fahrzeuge beschädigt

In Herschbach geriet ein Carport in Brand, wodurch zwei dort abgestellte Fahrzeuge betroffen waren. Die ...

Tipps der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gegen Sommerhitze

Mit steigenden Temperaturen im Sommer kämpfen viele Menschen mit den Auswirkungen extremer Hitze. Die ...

Cannabis-Boom: Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz klärt im Podcast auf

Die Verordnung von Cannabis in der ärztlichen Praxis ist ein viel diskutiertes Thema, das mit zahlreichen ...

Feuerwehr-Gemeinschaftsübung in Hellenhahn-Schellenberg simuliert Großbrand

In Hellenhahn-Schellenberg sorgte kürzlich eine groß angelegte Feuerwehrübung für Aufsehen. Einsatzkräfte ...

Feierliche Eröffnung der Wäller Tour "Bachgeflüster" im Kloster Marienstatt

Heute (30. Mai 2026) wurde im Kloster Marienstatt eine für Wanderfreunde bedeutungsvolle Veranstaltung ...

Weitere Artikel


Zukunftswerkstätten starten in der Region

Im Rahmen des Zukunftsprogramms „Gesundheit und Pflege 2020“ unterstützt das Gesundheitsministerium ländliche ...

MRE-Netzwerk verleiht erste Qualitätssiegel

Das Netzwerk "Multiresistente Erreger" (MRE) wird erweiterte und erste Qualitätssiegel werden an Einrichtungen ...

Einbrüche in Rennerod - Zeugen gesucht

Die Polizei Westerburg sucht Zeugen zu zwei Einbrüchen in Rennerod. Einmal wurde in die Firma Fressnapf ...

Von der Straße abgekommen und sich überschlagen

In der Samstagnacht, 28. Februar, kam auf der Bundesstraße 8 zwischen Steinen und Freilingen ein PKW ...

Gegendarstellung von Max Uthoff

Kabarettist Max Uthoff brauchte als einzige Requisite ein Megaphon. Schwer bewaffnet ist er sowieso immer, ...

Randalierer in Westerburg

Am Samstag, 28. Februar beschäftigten randalierende Mitbürger die Polizei Westerburg. Es wurden Jugendliche ...

Werbung