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Nachricht vom 12.02.2015    

Kripo und Polizei warnen erneut vor Telefonbetrügern

Die Kripo Betzdorf ermittelt zu mehreren Fällen des Betrugsversuchs an älteren Personen in der VG Gebhardshain und der VG Hamm per Telefon. Diese perfide Masche setzt insbesondere ältere alleinstehende Menschen unter Druck und sie geben oftmals Geld heraus. Vor einer besonders üblen Masche warnt das Polizeipräsidium Koblenz. Anrufer geben sich als Polizeibeamte aus und versuchten Geldbeträge für Einbruchsschutz zu erhalten und fragten nach den persönlichen Daten und Kontonummern.

Symbolfoto: AK-Kurier

Kreisgebiet. Aktuell teilte die Kripo Betzdorf zu den erneuten Trickbetrügereien per Telefon folgendes mit: Am Dienstag, 10. Februar, kam es in den Verbandsgemeinden Hamm und Gebhardshain zu mehreren Anrufen , die sich wie folgt abspielten:

Die Anruferin, die sich als Nichte oder Cousine ausgab, hatte in beiden Fällen einen fünfstelligen Betrag für den Kauf eines Autos erbeten. Auf Grund der guten Reaktion der angerufenen Seniorinnen ist jedoch kein Schaden entstanden.

Das Fachkommissariat bei der Kriminalinspektion Betzdorf ermittelt in diesen Fällen. Weitere Hinweise werden unter Telefon 02741-9260 entgegengenommen.

Das Polizeipräsidium Koblenz warnt vor einer Masche, die jetzt verstärkt auftritt. Anrufer geben sich als Polizisten aus und nutzen sogar echte Namen. So hatten Bürger von angeblichen Polizeibeamten erhalten, die sich in zwei Fällen sogar als „Der Polizeipräsident“ ausgaben und sich mit dessen Namen meldeten.

Teilweise baten die Anrufer um polizeiliche Unterstützung zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität und verlangten Geld, teilweise versuchten sie die Kontodaten zu erfahren oder verwickelten die Angerufenen auch nur in scheinbar belanglose Gespräche.

Offensichtlich nutzen die Betrüger die Präventionshinweise der Polizei aus, um ihre potenziellen Opfer einzuschüchtern und letztendlich an das Geld der Leute zu kommen. Auffällig ist, dass es sich bei vier der Angerufenen um Frauen mit dem Vornamen „Hannelore“ handelt, der oder die Täter sich also analog des altbekannten Enkeltricks immer wieder Vornamen im elektronischen Telefonbuch heraussuchen, hinter denen sie Senioren vermuten.

Glücklicherweise blieben die bisherigen Taten im Versuchsstadium stecken. Eine der Seniorinnen hatte zwar schon einen Bargeldbetrag für die Anrufer hinterlegt. Vor der Übergabe verständigte ein Familienmitglied aber noch rechtzeitig die „richtige“ Polizei, die ausdrücklich vor diesen Betrügern warnt!




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Wer einen solchen Anruf erhält sollte umgehend die Polizei anrufen. Kein Polizeibeamter verlangt am Telefon die Herausgabe von Kontodaten oder gar die Übergabe von Bargeld.

Am Telefon sollten sich die Angerufenen grundsätzlich immer sehr, sehr vorsichtig verhalten, nie Konto- oder persönliche Daten rausgeben und auch äußerst skeptisch mit Werbeangeboten umgehen, die das Blaue vom Himmel versprechen.

Spätestens, wenn es darum geht, Bargeld zu übergeben, sollten alle Alarmglocken läuten und die Polizei sollte umgehend verständigt werden.

Der so genannte „Enkeltrick“ ist eine besonders hinterhältige Form des Betruges, der für die Opfer oft gravierende finanzielle und persönliche Folgen hat. Mit den Worten „Rate mal, wer gerade anruft?“ oder ähnlichen Fragen rufen die Betrüger bei vorwiegend alleinstehenden, älteren Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Hauskauf. Die Lage wird immer äußerst dringend dargestellt, das Geld wird in der Regel noch am selben Tag benötigt. Das Durchführen mehrmaliger Anrufe in kurzen Abständen nimmt den Opfern die Möglichkeit, sich über das Geschehene Gedanken zu machen oder sich mit den eigenen Verwandten zu beraten.

Die Folge besteht in dem Verlust hoher Geldbeträge, die teilweise die kompletten Ersparnisse betreffen. Außerdem wird das Verhalten von Angehörigen oft mit Vorwürfen und Unverständnis quittiert.


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