Werbung

Nachricht vom 02.02.2015    

Wirtschaft auf Wachstumskurs - Politik gefährdet Aufschwung

Die konjunkturelle Abkühlung des vergangenen Herbst scheint im nördlichen Rheinland-Pfalz bereits zum Jahreswechsel überwunden. Aufgrund anhaltend hoher Konjunkturrisiken aus dem In- und Ausland steht der mögliche Aufschwung jedoch auf tönernen Füßen. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hervor.

Region. Die Unternehmen nahezu aller Branchen bewerten ihre wirtschaftliche Situation merklich positiver als in der Vorumfrage. Knapp 90 Prozent der Unternehmen berichten von befriedigenden bis guten Geschäften. Die negativen Erwartungen aus dem Herbst 2014 haben sich somit erfreulicherweise nicht bestätigt.

Der Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten hat sich ebenfalls leicht aufgehellt. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen erwarten gleich bleibende oder sogar besseren Geschäfte. Entsprechend dreht der Saldo der Geschäftserwartungen mit plus sieben Prozentpunkten (Vorumfrage: minus acht Prozentpunkte) in den positiven Bereich.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der Lage und Erwartung zusammenfasst, verbessert sich von 105 auf 118 Indexpunkte. Der leichte Abschwung aus dem vergangenen Herbst ist damit nahezu überwunden. Stützend wirken aktuell der günstige Euro-Kurs sowie der niedrige Ölpreis. „Die Wirtschaft im IHK-Bezirk Koblenz hat damit das Potenzial, im laufenden Jahr wieder auf einen höheren Wachstumskurs einzuschwenken“, so Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, zu den Ergebnissen der Konjunkturumfrage. „Allerdings führt die gute gesamtwirtschaftliche Situation leicht in die Irre: Die gute Verfassung der regionalen Wirtschaft ist keinesfalls das Ergebnis der wirtschaftspolitischen Weichenstellungen im vergangenen Jahr.“



Tatsächlich sieht mittlerweile jedes zweite Unternehmen seine Entwicklung durch die hiesigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gefährdet. Den zunehmenden Fachkräftemangel sowie die steigenden Arbeitskosten beklagen zudem fast 40 Prozent der Betriebe. „Die starke Inanspruchnahme der Rente mit 63 sowie die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns haben diese Problemfelder in den zurückliegenden Monaten weiter verschärft“, kritisiert Rössel. „Es wird höchste Zeit, dass in der Politik ein Umdenken in Richtung wirtschaftsfreundlicher Rahmenbedingungen einsetzt!“


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Protest im Flammenschein: Weidetierhalter im Westerwald fordern Schutz vor dem Wolf

Der Wolf fühlt sich im Westerwald rudelwohl. Sämtliche DNA-Analysen zu den Übergriffen an verschiedenen ...

Karnevalsfieber in Rennerod: Ein närrischer Februar

Im Februar steht die Verbandsgemeinde Rennerod ganz im Zeichen des Karnevals. Zahlreiche Veranstaltungen ...

Zukunftsvisionen aus jungen Köpfen: Auftakt zur 61. Jugend forscht-Runde

An diesem Wochenende beginnt die 61. Runde des renommierten Wettbewerbs "Jugend forscht". Junge Wissenschaftler ...

1.000 Nistkästen für junge Umweltschützer im Westerwald

Die Jugendstiftung der Sparkasse Westerwald-Sieg hat eine neue Initiative ins Leben gerufen, die sowohl ...

Montabaur: Unterhaltsame Karnevalssitzung im Historica-Gewölbe

Am Dienstag, 3. Februar, wird das Historica-Gewölbe in Montabaur zur Bühne für eine besondere Karnevalssitzung. ...

Rennrad-Workshop in Holler: Tipps vom Profi

Am Donnerstag, 19. Februar, bietet die Equipe EuroDeK in Zusammenarbeit mit AB-Radsport einen besonderen ...

Weitere Artikel


Gesunde Alternative zu Fast Food

Gesund, abwechslungsreich und schmackhaft essen – das will eigentlich jeder. Nach einem langen Arbeitstag ...

Die CDU macht Spaß

Mit der ersten Kappensitzung des CDU-Kreisverbandes wurde in der Sporthalle Herschbach eine tolle Sitzung ...

Was steckt hinter den Neubauplänen für ein Krankenhaus?

Am 9. Februar gibt es eine Kuratoriumssitzung zur Zukunft der Krankenhäuser in Altenkirchen und Hachenburg. ...

SC Alemannia Dreikirchen hat neue Führung

Der neue Vorsitzende des SC Alemannia Dreikirchen 1919 e.V. heißt Bernd Ressmann. Jetzt kann der Verein, ...

Randaliert und Polizei beleidigt

Unbedingt in Gewahrsam wollte offenbar ein Mann genommen werden, der den Platzverweisen durch die Polizei ...

Keine neuen Autohöfe im Westerwald

„Schluss mit weiterer Naturzerstörung!“ forderte die Naturschutzinitiative Westerwald, bestehend aus ...

Werbung