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Nachricht vom 28.01.2015    

NABU Hundsangen lässt Hecken pflegen

Hecken sind für den Naturfreund Lebensraum für selten gewordene Tiere wie etwa Rebhuhn Neuntöter, Raubwürger, Dorngrasmücke oder die Goldammer, Mit ihrem unverwechselbaren Ruf weist vor allem die Goldammer auf den Frühsommer hin. Vielfältige Sträucher bilden eine Hecke. Sie besitzen hohen ökologischen Wert.

Schlehenlandschaft zwischen Obererbach und Dreikirchen. Fotos:NABU.

Hundsangen. Zu den für den Unterwesterwald typischen Heckensträuchern gehören in der freien Feldflur Schwarzdorn oder Schlehe, einige Weißdornarten, mehrere Wildrosenarten, Roter Hartriegel, Kreuzdorn, Hasel und Espen. Vielfach finden wir hier auch Wildapfel und Wildbirne. Besonders auffällig ist der Schwarzdorn, da seine weißen Blüten vor den Blättern erscheinen und dann die Landschaft vorrübergehend wie vom Künstler Christo gestaltet in einen weissen Mantel an Blüten einhüllen.

Hecken sind jedoch auch wichtige Elemente der Kulturlandschaft, die sie gliedern und bereichern. Hecken schützen vor Bodenerosion, hemmen den Wasserabfluss oder die Windstärke und sind für die biologische Regulation von Schädlingen von Bedeutung. Hecken sind wichtige Einstandsgebiete für das Niederwild im Herbst und Winter. Hecken finden wir daneben auch im gesamten Siedlungsbereich. Da die Landschaftshecken früher zur Gewinnung von Brennmaterial oder bis heute zur Abgrenzung von Weideflächen erforderlich waren, wurden sie auch genutzt und im Abstand von 10 bis 20 Jahren immer wieder gepflegt, das nennt man "auf den Stock gesetzt". Neben den höheren Baumhecken sind auch die niedrigen Feldhecken von Bedeutung im Naturhaushalt der Kulturlandschaft. Viele Arten leben nur in den niedrig wachsenden Hecken, unter anderem geschützte und gefährdete Arten wie Neuntöter oder Raubwürger.




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Die NABU Gruppe Hundsangen hat daher in den letzten 25 Jahren und einvernehmlich mit den Grundeigentümern, sowie gefördert durch die Untere Naturschutzbehörde, allein 1500 Meter Feldhecken neu angelegt. Um die ökologische und naturschutzfachliche Leistung zu sichern, wurde ab 2014 mit der Pflege, das heißt dem abschnittsweise erfolgenden "Auf-den-Stock-setzen" begonnen. Hierbei wird, wie es auch in den nächsten Wochen auf den Flächen Samtweide in der Obererbacher Gemarkung, Trippenheg, Mühlenborn und Loch in der Hundsänger Gemarkung stattfinden wird, nicht die gesamte Hecke, sondern nur Abschnitte geschnitten. Diese Pflege erfolgte maschinell und äußerst fachgerecht durch die Firma Henkes und Ternes GbR aus Niedererbach, bei der sich die NABU Gruppe Hundsangen für die gute Zusammenarbeit ganz herzlich bedankt.

Charakteristische Heckensträucher werden daher schon im folgenden Jahr wieder ausschlagen, so dass in einigen Jahren die Heckenform wieder erreicht und auf keinen Fall es zu einem Verlust der Hecke kommt. Hierdurch wird auch sichergestellt, dass die landwirtschaftliche Nutzung als Acker oder Wiese bzw. die Nutzung der Feldwege nicht beeinträchtigt wird.


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