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Nachricht vom 26.12.2014 - 08:29 Uhr    

Jörg Pilawa lernte Westerwälder Verein in Namibia kennen

Der prominente Besucher Jörg Pilawa lernte als Botschafter für Kinderrechte der Stiftung "World Future Council" den Westerwälder Verein Okanona Kinderhilfe Namibia mit Sitz in Selters kennen. Annette Louw, die Vertreterin des Vereins vor Ort, führte Pilawa zu den Projekten im Armenviertel von Swakopmund, wo Okanona Kindergärten, zwei Schulen unterstüzt und eine Suppenküche unterhält.

Annette Louw von Okanona führte Jörg Pilawa fünf Stunden durch die Armensiedlung DRC in Skakopmund. Besucht wurden der Lucky-Kindergarten, der New-Hope-Kindergarten (im Bild) und die Hanganeni School, wo Okanona Westerwald schon seit Jahren aktiv ist. Foto: pr

Selters. Okanona, der Verein für Kinder in Namibia mit Sitz in Selters, hat 2014 in seinen Kindergärten prominenten Besuch begrüßt: Jörg Pilawa. Der Moderator war durch seine Zusammenarbeit mit der Stiftung „World Future Council“ nach Swakopmund gekommen.

Okanona unterstützt in dem Slum DRC inzwischen sechs Kindergärten. Sie ermöglichen es den Müttern der Kinder, einem Beruf nachzugehen und bereiten die Kleinen auf den Schulbesuch vor. Daneben schaffen sie natürlich auch Arbeitsplätze für Frauen im Erziehungsbereich.
Das World Future Council wiederum schaut sich weltweit nach erfolgreichen Projekten gegen Armut um und versucht, sie auch in anderen Ländern zu etablieren.

Ein Modell aus der brasilianischen Stadt Belo Horizonte, das die Kindersterblichkeit um 60 Prozent verringerte, will die Stiftung in afrikanische Städte übertragen und gleichzeitig ein Kinderrechte-Projekt verwirklichen. Als prominenten Botschafter gewann sie Jörg Pilawa.

Um ihn mit den Herausforderungen in Namibia vertraut zu machen, suchten die Verantwortlichen des Future Council nach vertrauenswürdigen Partnern und fanden Okanona. Die Kinderhilfe und besonders deren Kontaktperson vor Ort, Annette Louw, haben einen guten Ruf in Namibia. Louw machte sofort Termine mit einer Schule und den beiden Kindergärten New Hope und Lucky für den Prominenten aus. „Das Thema Kinderrechte interessiert mich selbst schon seit Jahren“, sagt sie.

Es entstanden interessante Gespräche zwischen den Erwachsenen, besonders aber auch mit den Kindern, viele Fotos und einige Filmaufnahmen. Im November ist ein Buch mit dem Titel „Kinderrechte erleben – Unterwegs mit Jörg Pilawa“ erschienen, außerdem ein knapp vierminütiger Film, mit dem das Buch beworben wird und in dem der Moderator die Probleme Namibias und das Modell des World Future Council vorstellt.

Darin schon am Anfang Szenen aus den Okanona-Kindergärten zu sehen, etwas später das Gebäude mit der großen Aufschrift „New Hope“. Im Text geht Jörg Pilawa auch speziell auf den Stadtteil DRC ein, in dem sich Okanona Westerwald engagiert. Den Film kann man sich auf Youtube ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=TAmen6oSXFo

Obwohl der prominente Besuch interessiert aufgenommen wurde, lagen die Schwerpunkte des Vereins Okanona-Kinderhilfe 2014 natürlich woanders. Es hat sich einiges geändert, nachdem das Schulgeld in Namibia abgeschafft wurde. Das Schulgeld war der Grund, aus dem Okanona in der Vergangenheit mit einem Schwerpunkt auf Patenschaften für Kinder arbeitete. Nun soll projektbezogene Arbeit im Vordergrund stehen.

Zu tun gibt es weiterhin viel. Man benötigt in den Kindergärten Bücher für die Schulvorbereitung, Spiel- und Bastelmaterial sowie Geld für Reparaturen und Renovierung. Zur Suppenküche, deren Hauptfinanzier Okanona ist, kommen jeden Samstag 100 Leute, um ihren Eintopf zu essen, außerdem werden Decken für den Winter verteilt. Die Schulkinder brauchen weiterhin Schuluniformen, Ranzen und Bücher, und sie brauchen einen Platz im Wohnheim, wenn die Eltern zu weit von der Schule weg wohnen.

An die Hanganeni School und die Costal High School wurden Kopierer gestiftet, weil Unterrichtsmaterial Mangelware ist, es wurden Computer angeschafft sowie 400 Zahnbürsten für ein Zahnpflege-Projekt, ein Beamer gespendet und sogar ein ganzer Klassenraum gebaut.
Außerdem wurden auch noch Studierende und Auszubildende unterstützt und aus einem speziellen Fonds in besonderen Notlagen geholfen.

Der Erlös des Okanona-Adventsbasars, der 2014 über 2000 Euro betrug, hilft ein Stück weiter, aber da weder Jörg Pilawa noch das World Future Council Geld dagelassen haben, ist man auf Spenden weiterhin angewiesen.

Wobei Gönner von Okanona einen Vorteil haben: Sie können sich aussuchen, welches der Projekte sie unterstützen. Wer auf das Spendenkonto überweist, muss auf dem Überweisungsträger nur eine Ziffer zwischen 1 und 5 beim Verwendungszweck eintragen. Die 1 steht für Kindergärten, 2 für Schulkinder/Schulen, 3 für Wohnheim, 4 für Suppenküche, 5 für Auszubildende und Studenten.
Was jeder dieser Hilfs-Bereich im Detail bedeutet, ist auf der Homepage des Vereins www.okanona.de nachzulesen.


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