Werbung

Nachricht vom 04.11.2014    

Fünf Tierarztpraxen organisierten Informationsabend

In ihrem Vortrag über natürliche Hundefütterung ging Dr. Nicola Köber am 1. November der Frage nach: „Wie viel Wolf steckt noch im Hund“? Diskutiert wurde eine Fütterungsmethode, die sich an den Fressgewohnheiten von Wölfen orientiert. Sie ist unter der Abkürzung B.A.R.F. in den letzten Jahren populär gewordenen. Die Tierhalter verzichten dabei auf Fertigfutter und geben ihren Tieren rohes Fleisch, Knochen und Gemüse.

Dr. Nicola Köber zeigte auf, was bei der Rohfütterung von Haustieren zu beachten ist. Foto: privat.

Puderbach. Die Veranstaltung im Alten Bahnhof in Puderbach war gut besucht. Eingeladen hatten fünf Tierarztpraxen der Region: Die Tierklinik Kaisereiche in Puderbach und die Tierarztpraxen Dr. Martin Haas in Wirges, Bettina Rückert-Schneider in Dierdorf, Dr. Klaus Schifferings in Rott und Dr. G. Krämer in Selters. Die Referentin ist Tierärztin und Wissenschaftlerin am Institut für Tierernährung der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Dr. Köber ging weniger auf die Vorteile der Methode ein. Sie meinte dazu, dass das interessierte Publikum ohnehin die Vorteile kenne und dass sie als Tierärztin und Ernährungsberaterin darauf aufmerksam machen wolle, dass eine solche Fütterung gut bedacht werden müsse. Es zeigte sich im Vortrag, dass es bei der natürlichen Fütterung keineswegs einfach ist, eine ausgewogene Ernährung zu sichern. Es komme häufig zu Unterversorgung mit Mineralien und Spurenelementen, wie Mangan und Jod, meinte Dr. Köber. Auch Wildtiere zeigten bisweilen solchen Mangelerscheinungen.

Die Referentin erklärte, dass man zunächst den Bedarf eines Tieres kennen müsse. Mit der Aussage „der Hund ist kein kleiner Mensch“ zeigte sie, dass man nicht von menschlicher Ernährung auf die Fütterung eines Tieres schließen dürfe, so sei der Calciumbedarf bei Hunden beispielsweise um ein vielfaches höher.




Stellenanzeige

img

Fachkraft (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld


Will man wissen, wie der eigene Hund gefüttert werden soll, so gibt es sehr detaillierte Fragen zu beantworten. Große Unterschiede in der Fütterung von Welpen und erwachsenen Tieren sind zu beachten. Anhand von Fallbeispielen zeigte Dr. Köber auf, dass beispielsweise der Calcium-Gehalt von verfütterten Knochen so unterschiedlich sein kann, dass Hunde an Mangel leiden oder aber deutlich überversorgt sein können. Auch beim Füttern mit Leber müsse man wegen des hohen Gehaltes an Vitamin A sehr genau hinsehen. An vielen ähnlichen Beispielen zeigte die Referentin die Risiken der natürlichen Fütterung, des „Barfens“, auf. Ihr Vortrag ging dabei sehr ins Detail. Viele spezielle Nachfragen aus dem Publikum zeigten das große Interesse an dem Thema. Am Nachmittag hatte es bereits eine Fortbildungsveranstaltung für das tiermedizinische Fachpersonal gegeben.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Fortbildung: Westerwälder Kita-Sozialarbeitende unterstützen in komplexen Lebenslagen

Im Kreishaus Montabaur fand Ende des Jahres eine bedeutende Fortbildung statt, die sich an Kita-Sozialarbeitende ...

Führerscheinreform in Rheinland-Pfalz: Veränderungen und Herausforderungen

Die geplante Reform der Führerscheinprüfung sorgt in Rheinland-Pfalz für Diskussionen. Während die Ausbildung ...

Polizei sucht Autofahrerin nach Unfall mit Schulkind in Koblenz

Ein Vorfall auf dem Schulweg sorgt für Aufsehen: In Koblenz wurde ein Mädchen von einem Auto erfasst. ...

Keramikfiguren feierlich enthüllt: Erfolgreicher Abschluss des "Demokratie leben!"-Projekts in Höhr-Grenzhausen

Zahlreiche Teilnehmer, Familien und Interessierte versammelten sich am 18. Dezember auf dem Platz der ...

Seminar des Bauern- und Winzerverbandes: Bestmögliche Wettervorhersage erstellen

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) führt am 27. Januar 2026 von zehn bis 14 Uhr in ...

Treffen für Angehörige von Menschen mit erworbener Hirnschädigung am 14. Januar in Vallendar

Auch im neuen Jahr setzen die BDH-Klinik Vallendar und die Inklusa gGmbH ihre monatlichen Treffen für ...

Weitere Artikel


Mitarbeiter für die Jugendarbeit fit gemacht

Sich als Mitarbeiter für die Jugendarbeit ausbilden lassen, konnten Jugendliche in den Herbstferien bei ...

Hachenburg jetzt mit Hochgeschwindigkeits-Internet

Hochgeschwindigkeits-Internet für rund 6.800 Haushalte in Hachenburg und Umgebung: Ab sofort bietet Kabel ...

Nur noch Grenzau in der Verfolgerrolle

Der TTC Zugbrücke Grenzau bleibt dem Tabellenführer Borussia Düsseldorf als einzige Mannschaft auf den ...

Filmreif – Kino im November

Kino-Programm für Menschen in den besten Jahren. Im Vormittagsprogramm der besonderen Filmreihe von Cinexx ...

Kreis-Chorverband ehrte langjährig Aktive

Gut gelaunte Besucher begrüßte Ortsbürgermeister Wilfried Oettgen am Sonntag, dem 19. Oktober im Gemeindehaus. ...

Dernbacher Gynäkologe erhält Auszeichnung als Operateur

Erfahrung, ein breites Leistungsspektrum und Weiterentwicklung – wegen dieser Voraussetzungen wurde dieser ...

Werbung