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Nachricht vom 09.10.2014    

Polizeistatistik - Wohnungseinbrüche nehmen zu mit dunkler Jahreszeit

Obwohl Wohnungs- und insbesondere Tageswohnungseinbrüche (TWE) die Polizei das ganze Jahr über beschäftigen, steigt mit Beginn der sogenannten „dunklen Jahreszeit“ die Gefahr, Opfer einer solchen Straftat zu werden, erfahrungsgemäß an. Gerade die nun früher einbrechende Dunkelheit nutzen die darauf spezialisierten Täter aus, um unerkannt in Wohnungen und Häuser einzudringen.

Symbolfoto: WW-Kurier.de

Montabaur. Sachbeschädigungen beim Aufbruch von Fenstern oder Terrassentüren, Chaos beim Durchwühlen sämtlicher Räume und Behältnisse und der Verlust von Schmuck, Bargeld und anderen Wertgegenständen, sind bei solchen Einbrüchen an der Tagesordnung. Der ideelle Wert der gestohlenen Sachen überwiegt in der Regel den tatsächlichen und das persönliche Sicherheitsempfinden der Betroffenen wird oft nicht unerheblich beeinträchtigt.

„In der Zeitung lese ich immer, dass in der Gegend eingebrochen wurde. Dass ich selbst einmal betroffen bin, hätte ich nicht gedacht.“ Eine Aussage von Einbruchsopfern, die die aufnehmenden Polizisten leider immer wieder hören. Für die Opfer sind die psychischen Folgen eines Einbruchs häufig deutlich schlimmer als der materielle Schaden.

Mit einem jährlich angepassten Bekämpfungskonzept versucht die Polizei diese Einbrüche zu verhindern und die Tätergruppierungen zu bekämpfen. Doch trotz intensivster Ermittlungs- und Präventionsarbeit nimmt die Zahl dieser Delikte, nicht nur im Bereich der Polizeidirektion Montabaur, in den letzten Jahren wieder kontinuierlich zu.

So wurden im Bereich der Polizeidirektion Montabaur im Jahr 2011 insgesamt 288 Wohnungseinbrüche polizeilich registriert. 2012 waren es 338 und 2013 349 Fälle, die die Beamtinnen und Beamten aufnehmen mussten. Aktuell wurden bis Ende September 2014 bereits 242 Straftaten registriert, Tendenz steigend. Alleine am Wochenende vom 26. September bis 30. September kam es zu insgesamt acht Einbrüchen in Wohnhäuser in Montabaur (4), Heiligenroth (2), Ransbach-Baumbach (1) und Nomborn (1). Die unbekannten Täter hebelten in allen Fällen rückwärtige Terrassentüren oder Fenster auf und entwendeten vornehmlich Bargeld und Schmuckstücke und Uhren.

Die Tatorte liegen überwiegend entlang der größeren Verkehrswege an der BAB A 3 und A 48. Die bisherigen Ermittlungen belegen, dass überwiegend überörtliche Täter aktiv sind, die in der Regel nach Tatbegehung über die Autobahn unerkannt flüchten.




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Um solche Straftaten aber verhindern und effektiv bekämpfen zu können, sind die Ermittlungsbehörden in ihrer Arbeit unbedingt auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.

Zunächst ist eine aktive Nachbarschaft sehr, sehr wichtig, die fremde Autos und fremde Leute im Wohngebiet erkennt und sofort die Polizei verständigt. Häufig, so die Ermittlungen, wird nach einem Tageswohnungseinbruch bekannt, dass Tatverdächtige zwar in Tatortnähe bemerkt wurden, Zeugen dem aber keine besondere Bedeutung beigemessen haben.

Entscheidende Wahrnehmungen, die bei rechtzeitiger Mitteilung an die örtliche Polizeidienststelle den Einbruch vielleicht verhindert, nach dessen Vollendung aber zumindest wichtige Ermittlungsansätze zur Aufklärung geliefert hätten, erfahren wir dann erst zu spät.

Aus diesem Grunde bittet die Polizei:
• Falls Sie eine Beobachtung machen, die Ihnen in irgendeiner Weise verdächtig vorkommen, teilen Sie diese Ihrer zuständigen Polizeidienststelle sofort mit.

• Notieren oder merken Sie sich Kennzeichen der Autos und halten Sie Personenbeschreibungen, besondere Merkmale dieser Menschen und/oder ihrer Fahrzeuge schriftlich fest.

• Wählen Sie die „110“ und teilen Ihre Beobachtungen umgehend der Polizei mit!

Darüber hinaus kann jeder selbst, durch entsprechende passive Sicherungsmaßnahmen am Haus, frühzeitig Vorsorge treffen, um es dem Einbrecher so schwer wie möglich zu machen

Sollten sie Beratungsbedarf zur Haus- und Wohnungssicherung haben, wenden Sie sich bitte an „Ihre“ Polizeidienstelle oder an das „Zentrum Prävention“ beim Polizeipräsidium Koblenz: Telefon 0261/ 103-1 oder beratungszentrum.koblenz@polizei.rlp.de.

Einen ersten Überblick über Möglichkeiten von Sicherungsmaßnahmen erhalten Sie zudem unter www.polizei-beratung.de


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