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Nachricht vom 02.10.2014    

23. Kinoprogrammpreis: Preise nach Hachenburg, Neuwied und Neitersen

Zum 23. Mal hat das Kulturministerium Preise an Kinos in Rheinland-Pfalz verliehen, die „mit ihrem anspruchsvollen und außergewöhnlichen Filmprogramm maßgeblich zur Lebens- und Erlebnisqualität im Land beitragen“, wie Kulturstaatssekretär Walter Schumacher betonte.

Region. Eine fünfköpfige unabhängige Jury hat über die Vergabe der mit insgesamt
67.500 Euro dotierten Preise entschieden, die traditionell in drei Sparten vergeben werden. Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis in der Sparte „Allgemeines Filmpro- gramm“ ging an das Pro-Winzkino in Simmern. 16 weitere Kinos können sich in dieser Sparte über Auszeichnungen freuen.Darunter ist das Cinexx Kino in Hachenburg, das 2000 Euro erhielt. Des Weiteren bekamen die Filmtheaterbetriebe (FTB) Weiler aus Neuwied einen Preis im Wert von 500 Euro.

Auch im Bereich „Kinder- und Jugendfilm“ war das Pro-Winzkino Spitzenreiter mit seinem filmischen Angebot und sicherte sich den mit 2.000 Euro dotierten Hauptpreis. Ebenfalls erhielt das Cinexx Kino in Hachenburg in der Kategorie den Preis im Wert von 750 Euro und auch die Filmtheaterbetriebe (FTB) Weiler aus Neuwied bekamen 500 Euro in der Kategorie.

Für die „beste Präsentation von Kurzfilmen“ wählte die Jury für den ersten Platz das CinéMayence in Mainz aus. Den fünften Platz machte das Wied-Scala Programmkino in Neitersen und erhielt 500 Euro dafür.


Schauspielerin Barbara Ullmann vom Theater Trier führte durch die Feierstunde im Trierer Broadway Filmtheater, das in diesem Jahr das 20. Jubiläum feiert. Die Stadt Trier und die besondere Beziehung der Region zum französischen Nachbarn waren Thema zweier Kurzfilme der Nachwuchsfilmemacher Marc-André Benzel und Bene- dikt Nabben, die im Rahmen der Feierstunde vorgeführt wurden. Welchen Einfluss regionale Kinos auf ihre Entscheidung hatten, Schauspielerin zu werden, erläuterte zudem die gebürtige Pfälzerin Katharina Hauter. Sie kommt ab 9. Oktober mit dem Film „Geschenk der Götter“ in die Kinos. Der Film wurde beim diesjährigen Filmfest München mit gleich zwei Preisen ausgezeichnet.



Kulturstaatssekretär Schumacher: „Aus Rheinland-Pfalz kommen immer wieder junge Schauspieltalente und Filmschaffende, die beachtliche Karrieren machen. Dass Ta- lente erkannt und früh gefördert werden, ist auch unseren Schulen zu danken, etwa den Theater AGs und dem Unterrichtsfach ,Darstellendes Spiel‘. Aber der Erfolg von Filmemachern, Schauspielerinnen und Schauspielern wird – vor allem am Karrierebe- ginn – ganz entscheidend mit beeinflusst von Kinos, die den Mut haben, unabhängig von der Vermarktungsmaschinerie der großen Filmverleiher, filmische Kunstwerke zu zeigen. Sie sind die Garanten für ein anspruchsvolles Kinoprogramm und tragen mit ihrem Engagement zur kulturellen Vielfalt im Land bei.“

Ziel der Landesregierung sei es, ein vielfältiges Programmangebot auch jenseits der großen Kinoketten zu ermöglichen, sagte der Kulturstaatssekretär und ergänzte: “Die von der Landesregierung nun gegründete Anlaufstelle für Film- und Medienförderung unterstützt zudem Filmschaffende bei der Planung von Produktionen im Land. Von den positiven wirtschaftlichen Folgewirkungen, aber auch von den touristischen und Identität stiftenden Effekten werden sicher viele Regionen profitieren.“

Mit dem Kinoprogrammpreis fördert die rheinland-pfälzische Landesregierung seit
1991 das Kulturgut „Kino“. Ausschlaggebend ist dabei die Qualität des Programms unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Standortsituation der einzelnen Kinos.


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