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Nachricht vom 02.10.2014    

Vortrag: Besatzung im Westerwald 1918-1919

Am 11. November 1918 wurde zwischen den Kriegsparteien der Waffenstillstand unterzeichnet. Nach vier Jahren, drei Monaten und 11 Tagen schwiegen an diesem Tag ab 5 Uhr morgens die Waffen. Vortragsveranstaltung über die folgende Besatzungszeit am Donnerstag, 16. Oktober im Landschaftsmuseum Westerwald.

Signet des Landschaftsmuseum Westerwald. Fotos: Veranstalter.

Hachenburg. Die deutschen Truppen hatten nach dem Waffenstillstand unverzüglich den Rückzug aus Frankreich, Luxemburg und Belgien angetreten, wobei sie auch den Westerwald durchquerten. Laut den Bedingungen der alliierten Streitkräfte mussten sich die deutschen Soldaten 50 Kilometer weit auf die rechte Rheinseite zurückziehen. Die deutschen Territorien links des Rheins wurden besetzt. Ebenso bildeten die Alliierten 30 Kilometer rund um Köln, Koblenz und Mainz sogenannte „Brückenköpfe“ auf der rechten Rheinseite.

Daher rückten im Dezember 1918 Soldaten der US-Armee in große Teile des Westerwaldes ein. Insgesamt waren hier quasi „über Nacht“ bis zu 16.000 Mann in 63 Ortsgemeinden stationiert.




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Wie gehen die Menschen, die bis dahin „Feinde“ gewesen waren, mit dieser Situation um? Wie gestaltet sich der Alltag in den besetzten Dörfern? Diesen und anderen Fragen des plötzlichen „interkulturellen“ Neben- und Miteinander geht Volkskundler Dr. Manfrid Ehrenwerth in seinem Vortrag nach. An zahlreichen unbekannten Fotos und anderen Quellen, die im Landschaftsmuseum archiviert sind, zeichnet der Museumsleiter ein anschauliches Bild der damaligen Besatzungszeit.

Der Vortrag beginnt im neuen Vortragsraum des Hofgartenhauses um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Informationen des Landschaftsmuseums Westerwald unter www.landschaftsmuseum-westerwald.de.


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