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Nachricht vom 26.08.2014    

Himmlische Choreografien bei Tempo 300

Matthias Kraft aus Langenhahn „tanzt“ auf den Deutschen Meisterschaften der Fallschirmsportler. 35 Sekunden Zeit für das Programm in der Luft. Freeflying ist eine noch relativ junge Spielart unter vielen anderen Fallschirmsport-Varianten.

Die Show beginnt: Nach dem Verlassen des Flugzeugs verbleiben Matthias Kraft (rechts) und Saskia Richter gerade einmal 35 Sekunden, um ihre Kür abzuspulen. Foto: Michael Wagner

Langenhahn. Am Boden Freunde, in der Luft Konkurrenten: Die besten Deutschen Skydiver kreuzen, im übertragenen Sinne, wieder die Klingen. Am Himmel West-Thüringens ermitteln die beschirmten Luftsportler in der kommenden Woche ihre Champions. Daselbst, hoch über Eisenach, gehen in der Zeit von 2. bis 7. September die Deutschen Meisterschaften im Fallschirmspringen über die himmlische Bühne. Mit von der rasanten Partie ist der Langenhahner Matthias Kraft.

Der Westerwälder „Speed-Junkie“, im Zivilberuf Softwareentwickler, hat dabei nicht nur einen guten Ruf zu verteidigen, sondern auch einen Titel. Im vergangenen Jahr hatte der 37-Jährige bei der Deutschen Meisterschaft in Oberschwaben zusammen mit seinem Team aus dem Stand die Silbermedaille geholt. Zur Wettkampfmannschaft gehören neben Kraft Saskia Richter und Kameramann Michael Wagner, allesamt Angehörige des im Hessischen Breitscheid beheimateten Sportspringer-Vereins „Skydive Westerwald“. In diesem ist auch der Langenhahner seit vielen Jahren leidenschaftlich engagiert.

Kraft und Co, die unter dem bezeichnenden Namen „Feierfly“ antreten, nutzen derzeit jede freie Minuten zur Vorbereitung auf diesen anspruchsvollen Wettkampf, um auf und über der Wsterwälder „Dropzone“ an ihren rasanten Choreografien zu feilen - in Theorie und vor allem in der Praxis. Freeflying, wie sie es praktizieren, ist nur eine unter vielen anderen Fallschirmsport-Varianten. Eine noch relativ junge Spielart, die aber immer mehr Anhänger findet. Sie stellt höchste körperliche und psychische Anforderungen an die Athleten.

Im Gegensatz zum „normalen“ Fallschirmspringen, beispielsweise zum Formationsspringen, sind die Akteure beim Freeflying nicht an eine fixe (horizontale) Fluglage gebunden, sondern können und sollen diese variieren, allerdings nach einem zuvor genau definierten und festgeklopften Muster. Da ist jeder Handgriff, jede Drehung, jede Rotation und jedes Manöver vorgegeben. Die Kunst besteht darin, bei Geschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde potentiell instabile Positionen wie „Headdown“ (Kopfstand), „Stand-Up“ (Stehen) oder „Sitfly“ (Sitzen) kontrolliert zu fliegen, zu variieren und miteinander zu kombinieren – und das im (überwiegend) synchronen Zusammenspiel mit dem Partner. Bei einer Absprunghöhe von 4000 Metern bleiben den Luft-Athleten dabei gerade mal 35 Sekunden Zeit, um ihr Programm abzuspulen.

Beim Freeflying besteht jede Mann-/Frauschaft aus zwei „Performern“ und einem Kameramann, wobei letzterer alles andere als das fünfte Rad am Wagen ist. Ihm obliegt die lückenlose Dokumentation des High-Speed-Tanzes, auf die sich die Jury später bei der Bewertung stützt. Patzt der Videokollege, können seine beiden anderen Mitstreiter noch so brillant sein, es war für die Katz‘.

Einen sehr schönen Eindruck darüber, was (und wie es) abläuft, wenn Skydiver um Meistertitel kämpfen, vermittelt das Video von Max Heidenfelder, der die letztjährigen Titelkämpfe in Oberschwaben in packenden Szenen und Sequenzen zusammengefasst hat. Es ist auf der Internetseite des Deutschen Fallschirmsport-Verbandes abrufbar: http://www.dm2014.dfv.aero.


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