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Nachricht vom 19.08.2014    

Armutsrisiko Erwerbsminderung

Ein verdrängtes soziales Problem ist Thema am 30. September in Selters. Erwerbsminderungsrente ist auch für viele Westerwälder ein Armutsrisiko.

Insbesondere bei schwerer Arbeit steigt mit zunehmendem Alter die Gefahr einer Beeinträchtigung und damit einer Erwerbsminderung. Foto: privat

Selters. Jeder fünfte Arbeitnehmer muss mit einer Erwerbsminderung vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Die Empfänger dieser Rentenart sind dann oft von Altersarmut bedroht. Das Forum Soziale Gerechtigkeit beschäftigt sich am Dienstag, 30. September in Selters mit diesem auch im Westerwald für viele Menschen mit berechtigten Ängsten verbundenen Thema. Es soll informiert und diskutiert, aber auch von Betroffenen über ihre oft schwierige Lebenssituation berichtet werden.

Zu der öffentlichen Informationsveranstaltung „Erwerbsminderungsrenten – ein verdrängtes soziales Problem?“ sind alle Interessenten um 18 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Selters (Am Saynbach 5-7) willkommen. Zunächst wird Klaus Müller die Gäste als Bürgermeister der VG Selters begrüßen. Danach stellt Bernd Aichmann aus dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie den Diskussionsprozess auf dem Weg zum Reformgesetz 2014 („Rentenpaket“) dar. Er geht dabei auch auf die materielle Situation der Erwerbsminderungsrentnerinnen und -rentner ein. Anschließend wird Martin Neppl von der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz über alles Wissenswerte rund um die Erwerbsminderungsrente informieren. Zwischendurch sind Fragen und Anmerkungen der Teilnehmenden gerne möglich. Die Veranstaltung wird moderiert von Forumssprecher Uli Schmidt (Horbach).




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Nach Ansicht des Forums Soziale Gerechtigkeit sind diejenigen Menschen auf Solidarität angewiesen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können. Mit dem seit 1. Juli geltenden „Rentenpaket“ wurde die Zurechnungszeit für diese Menschen um zwei Jahre bis zum 62. Lebensjahr verlängert. Ferner soll zukünftig ausgeschlossen werden, dass Einkommensminderungen in den letzten vier Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung die Höhe der Erwerbsminderungsrente negativ beeinflussen. Dabei darf aber nach Auffassung des Forums die Erwerbsminderungsrente nur der letzte Rettungsanker sein. Vorher seien die Chancen der medizinischen und beruflichen Reha voll zu nutzen.

Die Teilnahme an der etwa zweitstündigen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos zu der Informationsveranstaltung gerne beim Forum Soziale Gerechtigkeit unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.



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