Werbung

Nachricht vom 27.06.2014    

Wallfahrt lockte tausende Pilger nach Marienstatt

Mehrere tausend Menschen hatten sich traditionell auf den Weg nach Marienstatt gemacht. Die Wallfahrt ist nicht nur in der Region des Westerwaldes ein wichtiger Tag für Katholiken. Weihbischof Leo Schwarz aus Bolivien ging in seiner Predigt auch auf die Fussball-Weltmeisterschaft ein.

Weihbischof em. Leo Schwarz war gerne nach Marienstatt gekommen und sprach als Hauptzelebrant zu den Pilgern. Fotos: pr

Marienstatt. Nach jahrhundertelanger Tradition hatten sich am Donnerstag nach Fronleichnam tausende Pilger auf den Weg ins Kloster an die Nister gemacht. Bei vielen ist dieser Termin schon seit Jahrzehnten fest im Kalender verankert. Bereits in den frühen Morgenstunden waren die Katholiken unter anderem aus den Bistümern Trier, Limburg und Köln nach Marienstatt gewandert. Das Pontifikalamt fand in diesem Jahr aufgrund von Umbauarbeiten nicht wie gewohnt auf dem Abteihof, sondern am alten Friedhof links neben der Abteikirche statt.

Viele der Prozessionen wurden von Musikvereinen, Messdienergruppen, Vereinen und zahlreichen Fahnenträgern begleitet. Traditionell als erste Gruppe marschierten die Pilger aus Rosenheim gemeinsam mit der der Bindweider Bergkapelle ein. Diese sorgte auch für die musikalische Begleitung des feierlichen Pontifikalamtes.

Einen der weitesten Wege hatten sicherlich die Pilger aus dem pastoralen Raum Hofheim/Kriftel und Selters im Taunus. Pfarrer Helmut Gros kennt die Wallfahrt noch aus seiner Zeit als Kaplan im Westerwald. Unter seiner Leitung waren drei Busse mit Katholiken bereits in den frühen Morgenstunden aufgebrochen, um dann ab Mörlen zu Fuß den Weg nach Marienstatt anzutreten.

Weihbischof em. Leo Schwarz (Trier und Bolivien) war in diesem Jahr der Hauptzelebrant des feierlichen Pontifikalamtes. „Ich komme, wenn Kopf und Knochen es zulassen“, hatte er vor Monaten versprochen. Abt Andreas Range kündigte ihn nicht nur als Brückenbauer, sondern als Brückenhalter zwischen Bolivien und Deutschland an. In seiner Predigt ging Leo Schwarz auch auf die aktuelle Fussball-Weltmeisterschaft ein. „Ist das hier Public Viewing? Wir haben zwar keine Leinwand, aber es ist auch ein Großereignis“, erklärte er. In diesen Tagen sei so viel von Gewinn und Verlust die Rede. Auch der Verlierer der Weltmeisterschaft erhält noch Millionen Dollar – die größten Verlierer seien doch immer die Armen, so Leo Schwarz. Er berichtet auch von seinen Erlebnissen an seinem jetzigen Wohnsitz in einem bolivianischen Wallfahrtsdorf: „Die Menschen dort besitzen nur Bruchteile von dem, was wir haben. Aber sie erfahren hier Verständnis – dort fragt niemand nach dem Kontostand.“



Nach der feierlichen Messe konnten sich die Besucher bei der klassischen Suppe stärken, den Kreuzweg im Wald entlang pilgern oder einfach im Klostergarten eine Erholungspause einlegen. Nach der feierlichen Vesper in der Abteikirche wurden die Prozessionen wieder auf den Weg nachhause verabschiedet. (daz)


Lokales: Hachenburg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Junge Blechbläser begeistern in Selters

Am 26. April 2026 wird das Stadthaus Selters zum Schauplatz einer besonderen Matinee. Nachwuchsmusiker ...

Vogelstimmenexkursion im Binnbachtal: Geheimnisse der gefiederten Sänger

Am 25. April 2026 lädt der Zweckverband Naturpark Nassau zu einer spannenden Vogelstimmenexkursion in ...

Spendenwanderung in Limbach: Kilometer für den guten Zweck

Am 25. April 2026 lädt die Sparkasse Westerwald-Sieg gemeinsam mit dem Kultur- und Verkehrsverein Limbach ...

Startschuss für den Waldspielplatz am Flürchen bei Höhr-Grenzhausen

Der Waldspielplatz am Flürchen, ein bedeutendes Projekt des Jugend-, Kultur- und Bürgerzentrums "Zweite ...

Fighting Farmers Montabaur vor wichtigem Testspiel

Am Sonntag, 19. April 2026, um 15 Uhr, treffen die Fighting Farmers Montabaur im Mons-Tabor-Stadion auf ...

Kreisfamilienfest verwandelt Höhr-Grenzhausen in großen Spielplatz

In Höhr-Grenzhausen steht ein besonderes Familienevent bevor. Das Kreisfamilienfest bringt zahlreiche ...

Weitere Artikel


Wieder mit 555 Schritten fit ins höchste Alter

Einsamkeit ist der stille Schmerz unserer Zeit, in einer alternden, vereinsamenden Gesellschaft! Die ...

Firmenlauf Koblenz ganz groß

Es ist die Kombination aus Laufen und gemeinsam Feiern, die den Münz-Firmenlauf zu einem besonderen Event ...

Radfahrer und Inlineskater bei "Siegtal pur" willkommen

"Siegtal pur" heißt es erneut am Sonntag, 6. Juli. Dann gehört die asphaltierte Lebensader des Landkreises ...

„Gold“-Rausch auf der Autobahn

Trickbetrüger versuchen ihr schmutziges Geschäft jetzt auch schon auf den Autobahnen. Auf der A3 beim ...

Was holt sich das Finanzamt von der Rente

„Was bleibt von der Rente?“ war Thema im Finanzamt Montabaur. Für die Besucher gab es umfassende Informationen ...

100 Tage Röttig- Interview

Karl-Wilhelm Röttig gibt aufgrund seines 100 tägigen Jubiläums dem WW-Kurier ein Interview. Er kümmerte ...

Werbung