Werbung

Nachricht vom 23.06.2014    

Mongolisch-iranische Musik in Neuhäusel

Die „Augst“ erlebte den 2. Höhepunkt bei Musik in alten Dorfkirchen 2014.
„Sedaa“ nahmen die Westerwälder mit auf eine Reise entlang der Seidenstraße.

War ein wirkliches Erlebnis für Augen und Ohren: Sedaa aus der Mongolei und dem Iran nahmen das begeisterte Publikum mit auf eine Reise auf die Seidenstraße. Foto: privat

Neuhäusel. Mit mongolischem Hackbrett, Pferdekopfgeige, Kehlkopfgesang und einem mitreißenden Spektrum aus Exotik, Jurtentradition sowie meditativen Klängen begeisterte die Gruppe „Sedaa“ aus der Mongolei und dem Iran in der evangelischen Kirche in Neuhäusel. Es war das zweite Konzert der diesjährigen 19. Reihe von „Musik in alten Dorfkirchen“ im Westerwald.

Eingeladen zu diesem weiteren herausragenden Weltmusikkonzert hatte die Kleinkunstbühne Mons Tabor in Zusammenarbeit mit der evangelischen Erlöserkirchengemeinde Neuhäusel im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Uli Schmidt begrüßte für den Veranstalter insbesondere diejenigen Gäste, die teilweise eine weite Anreise in die Augst auf sich genommen hatten, um diese außergewöhnliche Musik erleben zu können.

Das persische Wort für Stimme ist „Sedaa“. Dieser Name ist eine gute Wahl für die außergewöhnliche Band. Denn die Stimmen und das, was die gleichnamige Musikgruppe bei ihrem Gastspiel in der Augst mit ihren Stimmen für Töne hervorbrachte, ist schlichtweg faszinierend: Sie verbindet die traditionelle archaische mongolische Musik mit orientalischen Rhythmen.

Die in ihrer mongolischen Heimat ausgebildeten Meistersänger Nasaa Nasanjargal und Naraa Naranbaatar entführten in Neuhäusel gemeinsam mit dem ebenfalls aus der Mongolei stammenden Hackbrettspieler Ganzorig Davaakhuu und dem aus Isfahan im Iran stammenden Multiinstrumentalisten Omid Bahadori in eine wahrhaft exotische Welt.

Mit den traditionellen Instrumenten und den zum Teil Jahrhunderte alten Gesangstechniken ihrer nomadischen Vorfahren schafften sie Kompositionen, die gefangen nahmen. „Sedaa“ breitete ein Spektrum aus, das von exotisch und mitreißend über temperamentvoll bis meditativ reichte.



Auch optisch boten die hervorragenden Musiker, denen man den Spaß am Musikmachen ansah, einiges. An den mongolischen Trachten und den traditionellen Instrumenten konnten sich der Zuschauer kaum satt sehen. So haben die Morin Khuur (Pferdekopfgeige) und die Ikh Khuur (Bassgeige) nur zwei Saiten aus Pferdehaar, was das Klangspektrum dieser schönen Instrumente noch eindrucksvoller macht. Was diesen Instrumenten an Menge fehlte, gab es auf dem mongolischen Hackbrett, dem Yochin. Dieses hat 120 Saiten, die virtuos beherrscht wurden.

Die Verbindung von faszinierendem Kehlgesang Höömii sowie Unter- und Obertongesang, den Klängen der Morin Khuur und den pulsierenden Trommelrhythmen bildete einen mystischen Klangteppich, der die Zuhörer mitnahm auf eine akustische Reise entlang der Seidenstraße. Diese Reise dauerte dann etwas länger als geplant, wurden doch von dem begeisterten Publikum einige Zugaben erklatscht.

So geht es weiter bei Musik in alten Dorfkirchen 2014: Am 20. Juli erlebt der Westerwald eine Premiere. Wohl erstmals kommt eine Band aus China zu uns, genauer gesagt nach Nordhofen: Da Wang Gang. Für westliche Ohren sicher zunächst etwas schräg, aber atemberaubend und grandios. Beginn wie immer um 17 Uhr.


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Kultur


Virtueller Supermarkt des Wissens: Ausstellung in Koblenz thematisiert digitale Gefahren

In Koblenz startet eine besondere Wanderausstellung, die die Schattenseiten der digitalen Welt beleuchtet. ...

Bröselmaschine rockt den KulturSalon in Altenkirchen

Am 13. März 2026 wird der KulturSalon in Altenkirchen zum Schauplatz eines besonderen musikalischen Ereignisses. ...

Romanlesung in Rückeroth führt an die finnisch-russische Grenze

Eine literarische Reise in den hohen Norden erwartet Besucher Anfang März in Rückeroth. Im Mittelpunkt ...

Jürgen von der Lippe verwandelte die Stadthalle in Ransbach-Baumbach in eine Lacharena

Die Stadthalle in Ransbach-Baumbach wurde kürzlich zur Bühne für einen der bekanntesten Entertainer Deutschlands. ...

Buchtipp: "Irreversibel – Die Tücken des Alter(n)s" von Hans-Werner Lücker

Irreversibel ist das Altern unbestreitbar. Mit zunehmendem Alter lässt die Freude am Älterwerden nach ...

Monkey Jump Hachenburg 2026: Das Kneipenfestival bei freiem Eintritt

ANZEIGE | Am Samstag, den 14. März 2026, verwandelt das Monkey Jump Kneipenfestival die Stadt Hachenburg ...

Weitere Artikel


Mitten in der Stadt barrierefrei wohnen

24 bis 28 barrierefreie und bezahlbare Wohnungen mit rund 60 Quadratmetern Wohnfläche sollen in der Mitte ...

Neueröffnung eines Massage- und Fußpflegestudios

Nikolai und Inessa Krütschkow eröffneten in der Wilhelmstraße 18 in Bad Marienberg ein Massage- und Fußpflegestudio. ...

Neuer Vorbereitungslehrgang auf Meisterprüfung in Hauswirtschaft

Sie wollen eine leitende Funktion in Privat- oder Großhaushalten ausüben, Ihre Ideen in hauswirtschaftliche ...

Peter Bäcker wird Gewerbekunden-Betreuer

Generationswechsel in der Gewerbekundenbetreuung der Kreissparkasse Westerwald: Udo Ademeit geht in Ruhestand, ...

Tal toTal - Das Programm steht

Unbegrenztes Radel- und Skatevergnügen im Welterbetal „Tal toTal“ heißt es am letzten Juni-Sonntag im ...

Karoline Koch gewann Gehaltsverdopplung

Das erste Gehalt gleich zwei Mal auf dem Konto? Die bundesweite Berufsstarter-Aktion „Ich bin viele.“ ...

Werbung