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Nachricht vom 12.06.2014    

Kreisentwicklungskonzept WW auf den Weg gebracht

Nachdem Anfang April die Wirtschaft im Westerwaldkreis über das Positionspapier „Standort Westerwaldkreis 2020“ der IHK-Geschäftsstelle Montabaur die Erstellung eines Kreisentwicklungskonzepts (KEK) gefordert hatte, brachte der Kreisausschuss nach einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU, FWG und FDP ein solches KEK auf den Weg.

Montabaur. „Der Beirat und die Geschäftsführung der IHK-Geschäftsstelle Montabaur sind sehr zufrieden – und auch positiv überrascht, dass die Dinge manchmal doch schnell gehen“, so IHK-Regionalgeschäftsführer Richard Hover. Trotz Kommunalwahlkampf sei man in der Regionalpolitik in der Lage, über Parteigrenzen hinweg Entscheidungen mit Perspektive zügig vorzubereiten und auf den Weg zu bringen. Hover: „Wir sind zuversichtlich, dass man es mit dem zu erarbeitenden Kreisentwicklungskonzept ernst meint.“

Nach Auffassung des Beirats der IHK-Geschäftsstelle Montabaur besteht Handlungsbedarf für den Westerwaldkreis. In der Wahrnehmung von Geschäftspartnern und potenziellen Arbeitskräften aus anderen Regionen erscheine die Westerwaldregion - trotz ihrer Wirtschaftskraft, sehr guten Lage und deutlich verbesserter Anbindung zu den Ballungszentren Rhein-Main und Rhein-Ruhr - weiterhin eher negativ gezeichnet (ländlich abgelegene Region ohne große Attraktivität, „es pfeift der Wind so kalt“). Der Wirtschaftsstandort Westerwaldkreis und sein Erscheinungsbild müssten in toto nachhaltig gestärkt werden - begleitet von einer professionellen Außendarstellung über Themenfelder (z.B. als Logistik- und Industriestandort, Lage zwischen den Ballungsgebieten in Europa, kurze Wege, hervorragende Anbindung, vergleichsweise günstige Standortkosten etc.).




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Wichtig seien dabei zunächst einmal die Erstellung eines Standortprofils (Ist-Profil) und das Identifizieren der Entwicklungspotenziale. Es müssten Zielvorstellungen bzw. ein Leitbild für den Westerwaldkreis bis 2020 (Soll-Profil) und darüber hinaus formuliert werden, die auch die Bedeutung der regionalen Wirtschaft berücksichtigten. Hieraus ließen sich dann Maßnahmen zum Erreichen des Soll-Profils ableiten.

Das beinhalte aber auch den Entwurf zukunftsfähiger Konzepte für Einzelthemen, wie zum Beispiel kommunale/interkommunale Einzelhandelskonzepte und ein Verkehrskonzept unter Berücksichtigung der Vernetzung des in einer ländlichen Region unverzichtbaren Individualverkehrs mit einem leistungsfähigen und gleichwohl bezahlbaren ÖPNV. „Voraussetzung für den Erfolg eines Kreisentwicklungskonzepts ist vor allem, dass ganz konkrete Maßnahmen erarbeitet und sowohl konsequent wie auch nachhaltig umgesetzt werden – und wirtschaftsrelevante Standortfaktoren hierin natürlich Berücksichtigung finden“, so Susanne Szczesny-Oßing, IHK-Vizepräsidentin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende der EWM AG, Mündersbach. Frank Klein, Vorsitzender des Beirats der IHK-Geschäftsstelle Montabaur ergänzt: „Wir haben mit unserem Positionspapier zwar schon den Aufschlag gemacht, arbeiten aber gerne am KEK weiter mit!“


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