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Nachricht vom 12.06.2014    

Bundesverband behinderter Pflegekinder mit neuem Vorstand

Mitgliederversammlung wählt beim Familientreffen in Herbstein fünf Posten. Neue Vorsitzende ist Kerstin Held. Weiterhin Pflegefamilien für Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf gesucht.

BbP-Vorstand
Foto:privat

Herbstein bei Kirburg. Der Bundesverband behinderter Pflegekinder
e.V. (BbP) hat einen neuen Vorstand. Beim diesjährigen Familientreffen in Herbstein (Hessen) stimmte die Mitgliederversammlung turnusgemäß nach drei Jahren über alle fünf Vorstandsposten ab. Dabei wurde Kerstin Held zur neuen Vorsitzenden gewählt. Die 38-jährige Ergotherapeutin und Eventmanagerin aus Ovelgönne (Niedersachsen) war bisher stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbands. In der Abstimmung erhielt sie mehr Stimmen als die bisherige Vorsitzende Birte Wiebeck aus Hamburg.

Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder Waltraud Timmermann aus Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen). Kassierin wird Sabrina Becker aus Langenbach bei Kirburg (Rheinland-Pfalz). Beide arbeiten bereits seit Jahren in Ausschüssen des Bundesverbands mit. Zum Schriftführer wurde Tino Kopf aus Oschersleben (Sachsen-Anhalt) bestimmt. Der 52-jährige Beamte der Kriminalpolizei engagiert sich erstmals beim Bundesverband. Die Öffentlichkeitsarbeit leitet jetzt Malte Baars aus Ovelgönne, der seit letztem Jahr Schriftführer war.

Birte Wiebeck hatte sich nicht für einen anderen Posten zur Wahl gestellt. Kerstin Held und die gesamte Mitgliederversammlung dankten ihr für ihren Einsatz in den vergangenen fünf Jahren. Birte Wiebeck habe den Vorsitz in einer schwierigen Zeit übernommen und den Verband auf einem guten Weg weitergeführt, sagte die neue Vorsitzende.

Margarete Mang und Werner Alig schieden nach langen Jahren der Mitarbeit auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Margarete Mang war seit 2001 für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Werner Alig arbeitete seit 1994 mit Unterbrechung insgesamt 13 Jahre auf verschiedenen Posten im Vorstand mit, davon neun Jahre als Kassier und vier Jahre als Schriftführer. Beide erhielten ein Abschiedsgeschenk als Dank für ihren engagierten Einsatz.



Im vergangenen Jahr sind sowohl die Mitgliederzahlen als auch der Umsatz des Bundesverbands behinderter Pflegekinder leicht gestiegen. 21 Familien stießen neu hinzu, 12 verließen den Verband. Für insgesamt 76 Kinder mit Behinderung oder besonderem Betreuungsbedarf wurde die Vermittlungshilfe des Bundesverbands von Jugendämtern angefragt. Neun Kinder konnten über die BbP-Kartei in eine Pflegefamilie vermittelt werden, wo sie ein neues Zuhause finden können. Andere Kinder wurden bereits von Jugendämtern direkt vermittelt.

Weiterhin sucht der Bundesverband in ganz Deutschland Pflegeeltern, die Kinder mit unterschiedlichsten Behinderungen oder Beeinträchtigungen aufnehmen. Damit die Vorstellungen einer Pflegefamilie und der Pflegebedarf eines Kindes möglichst genau übereinstimmen, hat der BbP im vergangenen Jahr einen ausführlichen Bewerberbogen entwickelt. Er kann auch über die Internetseite des Bundesverbands heruntergeladen werden: http://bbpflegekinder.de/verband/vermittlungshilfe/aufnehmen/

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) ist eine Selbsthilfevereinigung von Pflegeeltern, die sich für Pflegekinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen engagieren. Er wurde 1983 gegründet und vertritt bundesweit fast 800 Mitglieder mit über 600 Pflegekindern unter 18 Jahren. Zentrales Anliegen ist die Vermittlungshilfe von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Pflegefamilien. Nach der UNKinderrechtskonvention hat jedes Kind das Recht, in einer Familie aufzuwachsen. Der BbP ist als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt und vertritt die Interessen behinderter Pflegekinder und ihrer Pflegeeltern auch im politischen, sozialrechtlichen und gesellschaftlichen Bereich.
Weitere Informationen im Internet: http://bbpflegekinder.de.



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