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Nachricht vom 04.06.2014    

Kreisausschuss bewilligt zusätzlich 100.000 Euro

Laut Statistik sind immer mehr Privathaushalte im Westerwaldkreis überschuldet. Deshalb befürwortete der Kreistag, die Schuldnerberatungen ab diesem Jahr stärker zu unterstützen.

Westerwaldkreis. Nach dem „Schuldneratlas Deutschland 2011“, der von der Cre-ditreform Wirtschaftsforschung herausgegeben wird, ist die Schuldnerquote im Westerwaldkreis entgegen dem Bundestrend von 10,1 Prozent in 2010 (2009 waren es nur 9,52 Prozent) auf 10,34 Prozent in 2011 gestiegen.
Deutschlandweit war die Quote von 9,5 auf 9,38 Prozent gesunken. Zwar liegt die Quote im Westerwaldkreis noch unter bzw. gleich auf mit der von Nachbarkreisen, aber über dem Wert vieler anderer Landkreise in Rheinland-Pfalz. Einstimmig befür-wortete der Kreistag im vergangenen Jahr deshalb, die Schuldnerberatungen ab diesem Jahr stärker zu unterstützen, um die Wartezeiten für Hilfesuchende zu verkürzen.

Der Kreisausschuss des Westerwaldkreises hat jetzt den Weg frei gemacht für eine Erhöhung der Fachberaterstellen bei Caritas und Diakonischem Werk und will jährlich 100 000 Euro zusätzliche Fördermittel bereitstellen. Damit kann das Beratungsangebot von 3,4 auf 4,5 Stellen erhöht werden.
Land und Kreis förderten bisher die Schuldnerberatung zu gleichen Teilen auf der Basis von drei Vollzeitstellen, wobei zur Finanzierung des kommunalen Anteils die Zuwendungen der Kreditinstitute in Abzug gebracht werden. Eine darüber hinausgehende 0,4 Stelle wurde bis-lang aus Eigenmitteln eines Trägers finanziert.



Durch den Beschluss des Kreisausschusses finanziert der Westerwaldkreis zusätzlich 1,5 Stellen ohne die entsprechende Landesbeteiligung. Zudem konnte die Kreisverwaltung in Verhandlungen mit den heimischen Kreditinstituten und Banken erreichen, dass auch deren Fördergelder erhöht werden.


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