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Nachricht vom 02.05.2014    

Auf den Spuren der Frühjahrs-Wiesenkräuter

Unter dem Motto "Landschaft schmeckt und heilt" trafen sich wieder über 30 Naturfreunde am Hundsangener Schwimmbad zu einer nicht alltäglichen, aber sehr unterhaltsamen und zudem lehrreichen Kräuterführung.

Fotos: Privat

Hundsangen. Katharina Kindgen, Kräuterpädagogin aus Merkelbach, überzeugte die Teilnehmer schnell von den Vorzügen heimischer Wildkräuter auf einer Rundwanderung im Lohbachtal.

War es für unsere Großeltern noch wichtig Minze, Kamille oder Schafgarbe für die Hausapotheke selbst in der Natur zu sammeln oder im Garten zu kultivieren, so macht es die moderne Medizin und Kosmetik fast überflüssig, sich selbst das erforderliche Wissen um Pflanzen, Inhaltsstoffe oder Verwendungsmöglichkeiten anzueignen. Garten und Natur dienen eher der Freizeitgestaltung. Was in Wald, Feld und Flur wächst oder verwendbar ist gerät zur Nebensache. Ausnahmen sind die Land- und Forstwirte, Naturfreunde und Kräuterpädagoginnen wie Katharina von der NABU Gruppe Kroppacher Schweiz. Selbst die moderne Medizin hat inzwischen erkannt, dass viele Krankheiten auch mit natürlichen Wirkstoffen sehr schonend kuriert werden können. Muss es wirklich immer die "praktische und schnelle" Kräutermischung aus der Tüte sein, um einen Salat oder Gericht zu würzen oder finden wir Gleiches nicht auch bei einem Naturspaziergang oder in der Blumenwiese, fragt uns die Pädagogin.

Während Kinder zum Beispiel den jetzt in voller Blüte stehenden Löwenzahn, die erste der vorgestellten Pflanzen als lustige Pusteblume erleben, die man zu einem Kranz flechten kann, ist er für andere nur Kaninchenfutter. Katharina jedoch schätzt den Löwenzahn als eine vorzügliche Heil- und Küchenpflanze etwa zu Salaten.




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Wie Peter Lustig aus dem Kinderfernsehen, geht es mit Katharina auf Entdeckungsreise und hierbei vermittelt sie Zusammenhänge aus Natur und Umwelt oder Heilwirkungen und weitere Verwendungsweisen. Ihr vielfältiges Wissen und ihre lebhafte Ausdrucksform fesselte schnell die Teilnehmer, die dann Gundermann, Günsel, Labkraut, Wiesenschaumkraut, Wiesenkerbel, insgesamt nicht weniger als 40 Pflanzen kennen lernen durften. Alleine die amüsanten Geschichten um die vorgestellten Kräuter waren schon eine Teilnahme wert: So ist das am Wanderweg blühende Wiesenschaumkraut jetzt im Frühjahr ein köstlicher Salatbestandteil.

Auf dem Rückweg in der Steingrob mit seinen bunten Frühlingsblühern gab es wieder Interessantes zur Bestäubungsbiologie des Aronstabes. Dieser lockt seine Bestäuber, überwiegend Fliegen, mit üblen Gerüchen an, um sie dann in einer Kesselfalle einzusperren bis zur erfolgten Bestäubung der eigenen Blüten, Ihre spannenden Geschichten um viele Pflanzen machte es den Teilnehmern und vor allem den Kindern leicht, sich Eigenarten, Verwendungszweck oder medizinische Heilwirkung einzuprägen.


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