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Nachricht vom 26.04.2014    

Lebendige Stadt – zukunftsfähiger Westerwald

Kommunalpolitiker aus dem nördlichen Westerwald trafen sich, um über die Auswirkungen der CDU, FWG und FDP Mehrheitsentscheidung des Westerwälder Kreistages mit Blick auf die zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntage im FOC in Montabaur zu beraten.

Foto: Privat

Hachenburg. Auf Einladung des Ersten Beigeordneten und Stadtbürgermeisterkandidaten Karl Wilhelm Röttig (SPD) trafen sich die Bürgermeister Hans–Jürgen Heene (Stadt Rennerod), Jürgen Schmidt (Verbandsgemeinde Bad Marienberg), Dankwart Neufurth (Stadt Bad Marienberg), Bernd Brato (Verbandsgemeinde und Stadt Betzdorf), Rolf Jung (Stadt Selters) und Peter Klöckner (Verbandsgemeinde Hachenburg) sowie die Erste Beigeordnete Greis (Verbandsgemeinde Hachenburg) machten deutlich, dass eine solche Festlegung die Entwicklung der Innenstädte nachhaltig beeinträchtigen würde.

Für Karl Wilhelm Röttig machen sich die Mehrheitsfraktionen im Kreistag so zum „Totengräber des Einzelhandels“ im Westerwald. Mit Nachdruck plädierte er dafür, sich bei der Landesregierung für eine Beibehaltung der vier verkaufsoffenen Sonntage für alle Betriebe im Westerwald einzusetzen. Auf seinen Vorschlag hin, verabschiedeten die Bürgermeister eine Petition an die Ministerpräsidentin Malu Dreyer, im Interesse der Städte und Einzelhändler dem Vorschlag auf ein „Mehr“ an Öffnungstagen auf keinen Fall zuzustimmen.

Mehr Öffnungstage bedeuten für die Einzelhändler mehr Personal und weniger Kunden – darin waren sich alle einig. Ebenso wären dann die Millionengelder die in die Entwicklung und Revitalisierung der Innenstädte gesteckt wurden, überflüssig gewesen. Eine Stadt ohne funktionierenden Einzelhandel ist tot – meinte Karl-Wilhelm Röttig.

„Es wird meine erste Amtshandlung als Bürgermeister von Hachenburg sein, dieses Thema der Ministerpräsidentin vorzutragen, damit Hachenburg eine lebendige Stadt bleibt, denn seit 700 Jahren wird in Hachenburg Handel getrieben und das soll auch so bleiben!“, versprach Karl Wilhelm Röttig.



Betzdorf und Bad Marienberg haben bereits in Ihren Räten Resolutionen zum Thema auf den Weg gebracht. „Aber nicht nur durch zusätzliche Angebote – beispielsweise im FOC - wird lokale Kaufkraft wegbrechen“, prognostizierte Jürgen Schmidt, „Auch der demographische Wandel und die Tatsache, dass wir immer weniger werden, wird zu Belastungen und neuen Herausforderungen führen.“

Ein weiteres Thema der Zusammenkunft war daher der absolut unzureichende öffentliche Personennahverkehr im Westerwald, zumal die Schülerzahlen künftig zurückgehen und von daher noch weniger Busse fahren als aktuell.

Demgegenüber begrüßen die Bürgermeister die Initiative des Landes zum Ausbau der B 414 und wünschen aber gleichzeitig einen schnelleren Ausbau. Dies, so Hendrik Hering MdL soll durch mehr Planungskapazitäten nun möglich sein.

Rolf Jung sprach für alle Anwesenden, als er hervorhob, dass Kommunalpolitiker immer wieder den Fokus auf diejenigen legen müssen, für die sie da sind – Bürgerinnen und Bürger. Es sei zentraler Inhalt guter Politik, möglichst die konkreten Bedürfnisse vieler zu berücksichtigen und nicht den wirtschaftlichen Nutzen weniger zu steigern.

Abschließend stellte Röttig fest, dass ein hohes Maß an Übereinstimmung bei den Bürgermeistern und Beigeordneten erkennbar sei. „Es ist gut, sich zu vernetzen, denn gerade in diesem wichtigen Thema erreichen wir mehr, wenn wir unsere gemeinsamen Interessen bündeln.“



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Kommentare zu: Lebendige Stadt – zukunftsfähiger Westerwald

6 Kommentare

Liebe bekannte Schreiber,

bin gerne bereit mich mit Euch von Angesicht zu Angesicht auszutauschen! Also Termine nennen zur Abstimmung und schon werden wir das Ganze auf einer öffentlichen Bühne austragen, gerne in Anwesenheit von Presse, Rundfunk und Fernsehen.
#6 von Bernd Brato, am 05.05.2014 um 14:04 Uhr
Herr Schneider, ich finde es gut, was Sie schreiben. Sobald der Blick auf die Wahlurnen frei wird, erinnert man sich an Themen, die längst hätten aufgearbeitet werden müssen. Ich stimme Ihnen auch zu, dass es schon Beispiele gibt, die den einzelnen Bürgermeister nicht gerade gut dastehen lassen. Bei dem Betzdorfer Bürgermeister weiß ich von vielen Widersprüchen und wäre aufgrund dessen gerne mit dabei, wenn Sie mit ihm ein Gespräch führen würden. Ich kann auch einiges beisteuern. Wäre doch mal was, kurz vor der Wahl Widersprüche der Bürgermeister offen zu legen. Hier wird doch nur schön geredet und der Versuch unternommen, die Wähler zu bescheissen (ich entschuldige mich für dieses Wort).

#5 von Joachim P., am 02.05.2014 um 19:34 Uhr
Zum einen, ich bin zwar nicht Bürger Ihrer Stadt, aber SPD´ler. Ich möchte aber, dass Sie mich trotzdem ernst nehmen und meinen guten Namen nicht in Anführungszeichen setzen. Das verbiete ich mir. Ich bin ein ehrbarer Bürger dieses Landes und möchte entsprechend behandelt und angesprochen werden. Alles andere ist meine Meinung. Lassen Sie mir meine Meinung und meine freie Meinungsäußerung. Ich bin vom Wahrheitsgehalt dessen, was ich schreibe überzeugt. Ich werde vielleicht einmal bei Ihnen vorsprechen und Tacheles reden und ihne aufzeigen, was ich meine. Dann aber in Anwesenheit der Presse.
#4 von Willi Schneider, am 01.05.2014 um 13:45 Uhr
Lieber Herr "Schneider", durch pauschale Wiederholungen von Unwahrheiten werden ihre Ausführungen nicht richtig oder gewinnen auch nur einen Hauch von Wahrheit. Nachzulesen ist mein Standpunkt in diversen Veröffentlichungen. Und der war nie anders wie oben beschrieb.
#3 von Bernd Brato, am 30.04.2014 um 17:37 Uhr
Mich stört hier eines: hat sich sich bei der Diskussion zu diesem Thema ausgerechnet der Betzdorfer Bürgermeister auf die Seite der Landtagsabgeordneten geschlagen ? Der dreht sich wie ein Fähnchen im Wind und weiß wohl nicht, was er wirklich will. Herr Brato, Sie sind nicht ehrlich! Damals haben Sie auf der "falschen Seite" gesessen und niemand glaubt Ihnen mehr, was Sie zu diesem Thema sagen. Besser, Sie gesellen sich zu Ihren Mainzer Parteifreunden.
#2 von Willi Schneider, am 29.04.2014 um 07:17 Uhr
Die Crux beim Für oder Wider " mehr Öffnungstage " scheint doch wohl eher darin zu liegen, dass die Entscheidung darüber in den Händen der Landesregierung liegt, und so besagte zusätzliche verkaufsoffene Tage nach dem Gießkannenprinzip landesweit "verordnet " werden. Könnten jedoch die Kommunen dezentral verfahren und zusätzliche Öffnungstage nach der Bedarfslage " vor Ort " einrichten,wäre die Landesregierung eine lästige Übung los; dagegen könnten nun die Kommunen im Sinne des Handels und der Verbraucher bedarfsgerecht eben " vor Ort " agieren!
Hierbei könnte das Land Rheinland/ Pfalz auf dem Verordnungswege allerdings Hilfestellung geben!

#1 von Friedel Hans-Josef Dapprich M.A., am 28.04.2014 um 07:33 Uhr

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