Werbung

Nachricht vom 25.04.2014    

Vortrag über Therapie für Menschen mit erworbener Hirnschädigung

Großen Anklang fand der überaus interessante Informations-Abend zu dem Thema „Die ambulante Neuropsychologische Therapie für Menschen mit erworbener Hirnschädigung“, zu dem die Selbsthilfegruppe Hirnaneurysma Wirges in das Hotel Paffhausen in Wirges eingeladen hatte.


Wirges. Reinhild Weyrich, Leiterin der Selbsthilfegruppe Hirnaneurysma Wirges, begrüßte geladene Gäste und circa 60 betroffene Menschen mit Angehörigen, ebenso Ärzte. Therapeuten und Interessierte.

In einem kurzen Impuls-Vortrag von Frau Susanne Baumann-Schardt, Mitarbeiterin der WeKISS (Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe in Westerburg), war zu erfahren, welche Bedeutung Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige haben können, sie oft auch als Bindeglied zwischen Arzt und Patient oder Klinik und Patient dastehen.

In Folge zog Dr. Andrew Barnes, Psychologischer Psychotherapeut und Klinischer Neuropsychologe (GNP), Bad Ems, die Zuhörer in seinen Bann mit seinem Vortrag.

Einige Begrifflichkeiten waren zunächst zu klären:
Menschen mit erworbener Hirnschädigung sind Menschen, die von Krankheits-bildern wie z. B. Schädelhirntrauma, Hirnaneurysma, Hirntumor, Schlaganfall, Hirnblutung, MS (Multiple Sklerose), Morbus Parkinson, entzündliche Hirnerkrankungen betroffen sind.

Die neuropsychologische Therapie ist Betroffenen aus stationären Rehabilitationsbehandlungen bekannt. Seit Februar 2012 ist auch die ambulante Neuropsychologische Therapie Leistung der Krankenkassen. Über den Weg zu dieser Therapie informierte Herr Dr. Barnes im späteren Verlauf seines Vortrages.

Wie arbeitet denn unser Gehirn? Und was ist eine erworbene Hirnschädigung, woran erkennt man sie? Wie verändert sich der Alltag betroffener Menschen? Einige Beispiele aus dem Betroffenen-Alltag, Beispiele aus einem Video und schließlich die Bestätigung von Betroffenen aus dem Publikum zeigten das Ausmaß der Einschränkungen im Alltag auf.

Auch für den Laien bzw. Betroffene und ihre Angehörigen gut verständlich, stellte Dr. Barnes dar, was ein gesundes Gehirn tut und wie ein geschädigtes Gehirn arbeitet.

Wichtig ist für den Angehörigen und für „Außenstehende“ (Zitat):
„Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung
- sind in der Regel durch ein plötzliches Ereignis aus ihren Lebenszusammenhängen gerissen worden
- haben kombinierte und komplexe Schädigungsfolgen in unterschiedlichen Konstellationen.
- haben Schädigungsfolgen, die „unsichtbar“ sind und oft spät erkannt werden.
- haben Angehörige, die meistens ebenso schwer unter der veränderten Lebenssituation leiden wie die Betroffenen selbst.“




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Mitarbeiter für Wasserzählerwechsel (m/w/d)

Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld
57610 Altenkirchen (Westerwald)

Bildungsbegleitung (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57610 Altenkirchen

Koch/Köchin (m/w/d) Großküche

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Sachbearbeiter (m/w/d) Organisation und Verwaltung

Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld
57610 Altenkirchen (Westerwald)

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Es gab sehr ausführliche Information darüber, was denn die Neuropsychologische Therapie leistet bzw. leisten kann bei betroffenen Menschen.

Auch statistische Werte sollten an diesem Abend ihre Bedeutung finden. So wies Dr. Barnes u. a. darauf hin. dass es in Rheinland-Pfalz derzeit (Stand März 2014) nur fünf Therapeuten gibt, die für die ambulante Neuropsychologische Therapie bei den Krankenkassen zugelassen sind. Es gibt allerdings einige nicht-zugelassene Therapeuten, die Therapie im sogenannten „Kostenerstattungsverfahren“ anbieten können. Eine Behandlerliste ist bei der Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP) erhältlich.

Dieser Abend war ein informationsreicher Abend für betroffene Menschen, deren Angehörige, aber auch für Therapeuten und Ärzte, die Menschen mit den entsprechenden Krankheitsbildern behandeln. Angehörige konnten Einblick gewinnen in die Hintergründe der Verhaltensweisen ihrer betroffenen Familienangehörigen. Es war - bedingt natürlich - möglich, Angehörigen Ängste und Ungewissheiten in Bezug auf Lebensweise, Gewohnheiten, Verhaltensweisen ihrer Betroffenen zu nehmen. Denn durch die Wirkweise der ambulanten
Neuropsychologischen Therapie – Voraussetzung ist immer die Mitarbeit des Patienten – kann sich die Lebensqualität betroffener Menschen doch erheblich verbessern.

„Wir sind froh, diesen Informationsabend besucht zu haben, denn so gute und kompakte Info zur ambulanten Neuropsychologischen Therapie haben wir bisher noch nicht bekommen.“ Das war mehrfach die Aussage und auch schriftliche Rückmeldung der Teilnehmer an dieser Informationsveranstaltung.


Lokales: Wirges & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Rock'n'Roll-Feuerwerk beim Sommerfestival in Bad Marienberg

Das Sommerfestival in Bad Marienberg zieht auch 2026 wieder Musikliebhaber auf den Marktplatz. Am 21. ...

Musikalischer Nachmittag im Kurpark Bad Marienberg

Am Sonntag, dem 19. Juli 2026, erwartet Besucher des Kurparks in Bad Marienberg ein weiteres musikalisches ...

Sparkasse Westerwald-Sieg und "Typisch Westerwald" feiern Familientag im Stöffel-Park

Eine der besten Kooperationen im Westerwald hatte zu einer Veranstaltung in den Stöffel-Park nach Enspel ...

Kirmesfeuerwerk in Montabaur für 2026 abgesagt

Die Stadt Montabaur hat beschlossen, das Kirmesfeuerwerk im Jahr 2026 abzusagen. Gründe sind die erhöhte ...

Sommerabend in Melsbach: Wandern und Grillen im Westerwald

Am 18. Juli 2026 lädt "Typisch Westerwald" zu einer besonderen Abendwanderung ein. Die Veranstaltung ...

Heiko Frühs Rezension zu "Lady Kalaschnikow – True Crime aus dem Westerwald" von Ulrike Puderbach

Ulrike Puderbachs zweiter Roman der Reihe "True Crime aus dem Westerwald" entführt die Leser in das von ...

Weitere Artikel


Die gesetzliche Rente – Wer hat Anspruch und in welcher Höhe?


Die Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsbehörde und der Betreuungsvereine des Westerwaldkreises lädt ...

Wölfe im Westerwald - Es wird ermittelt

(Aktualisiert) Dr. Frank Wörner, Sachverständiger des Landes Rheinland-Pfalz für Wölfe und Luchse, aus ...

Zukunftschancen auf vier Beinen – Fotos aus Nepal

Fotodokumentation in der Kreisverwaltung über ein Hilfeprojekt im Himalaya zeigt die Lebenswirklichkeit ...

100.000 Euro Landeszuschuss für Friedhof in Westerburg

Der Landtagsabgeordnete und Stadtbürgermeister Ralf Seekatz teilt mit, dass das Innenministerium Rheinland-Pfalz ...

Deutsche Seniorenstift Gesellschaft macht Familie und Beruf vereinbar

Ein innovatives 7/7-Arbeitszeitmodell in der stationären Altenpflege macht ab sofort Schluss mit wechselnden ...

Wettbewerb „Pioniergeist“ für Existenzgründer

Überzeugende, kreative und gut durchdachte Gründungskonzepte sind auch in diesem Jahr gesucht, wenn der ...

Werbung