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Nachricht vom 31.03.2014    

Vortrag: Beziehungs- und Erziehungsverhalten fördern

Dipl. Psychologe Frank Müller von der Erziehungsberatungsstelle des Diakonischen Werkes in Westerburg referierte für Eltern in Marienrachdorf. Es ging um die Förderung des Erziehungs- und Beziehungsverhaltens. Die Erziehungsberechtigten nahmen wertvolle Tipps mit.

Foto: Privat

Marienrachdorf. Fast 100 Eltern, Lehrer/innen und Erzieher/innen aus den Kindertagesstätten und Grundschulen der Verbandsgemeinde Selters waren der Einladung der Kita. Regenbogen in die Mehrzweckhalle Marienrachdorf gefolgt. Anlass war der Vortrag des Diplom-Psychologen Frank Müller, Erziehungsberater und Familientherapeut der Erziehungsberatungsstelle vom Diakonischen Werk Westerburg. Herr Müller referierte zum Thema „Erziehungskompetenz entwickeln – Beziehung stärken“ und brachte den Eltern, eine Handreichung mit, welches Beziehungs- und Erziehungsverhalten heutzutage förderlich ist bzw. wie Grundbedürfnisse der Kinder erfüllt werden, ohne die Eltern zu überfordern.

Im Zentrum seiner Aussagen stehen Familie und Interaktion zwischen Kindern und Eltern sowie die Ermutigung aller Erziehungsberechtigten, ihre Rolle als diese ernst zu nehmen und zu leben.

Frank Müller begann seine Ausführungen mit einer Zusammenfassung zur Entwicklungspsychologie und dem Schwerpunkt auf der sozialen und emotionalen Entwicklung. Er gab Anregungen zum Umgang mit kindlichen Trotzphasen, Aggression, Geschwisterrivalität oder Leistungsmotivation und Arbeitsverhalten von Schulkindern. Anhand von Bespielen und Erziehungstipps gelang es ihm, in seinen Ausführungen auf einen wertschätzenden Erziehungsstil zu verweisen, der für das Kind durch konsequentes, vorhersehbares und verlässliches Erziehungsverhalten geprägt wird.



Seiner Meinung nach gehören die gezielte Verstärkung von erwünschtem Verhalten, Lob und Ermutigung, Vertrauen, klare Kommunikation und Grenzsetzung, sowie eine verlässliche Bezugsperson zu den wichtigsten Bausteinen der Erziehung. In seiner Handreichung empfiehlt er, den Kindern gegenüber auf klare und kurze Aussagen zu achten, „man-Sätze“ zu vermeiden und stattdessen „ich möchte“-Formulierungen zu nutzen. Er fordert Erziehungsberechtigte auf, ihre Kinder in alltägliche Abläufe wie zum Beispiel Kochen, Aufräumen etc. einzubeziehen, denn dies stärkt die Eltern-Kind-Beziehung durch elterliche Aufmerksamkeit und Präsenz. Er macht darauf aufmerksam, dass Eltern nicht in die Rolle des „Kellners“ für ihre Kinder verfallen, eine Anstrengungsverwöhnung vermeiden und stattdessen lieber die Autonomie (Eigenständigkeit) des Kindes fördern.

Mit der Einladung den Kindern gegenüber Präsenz zu zeigen und der Fürsorgepflicht nachzukommen, sowie einer offenen Diskussionsrunde im Anschluss endete ein praxisnaher Vortrag, der den Anwesenden sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.


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