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Nachricht vom 04.03.2014    

BUND ruft zum „Plastikfasten“ auf

Harry Neumann, Kreisvorsitzender des BUND Westerwald und Landesvorsitzender des BUND, ruft die Mitbürger auf zum „Plastikfasten“. Sieben Wochen Plastik vermeiden und Umweltschäden und Ressourcenverschwendung verringern ist das Ziel, denn jährlich entstehen fünf Millionen Tonnen Plastikmüll in Deutschland.

In Deutschland werden laut BUND jährlich sechs Milliarden Plastiktüten benutzt und nach nur durchschnittlich 25 Minuten Gebrauch entsorgt. Foto: MonaL66 (pixabay.com)

Region. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Verbraucherinnen und Verbraucher dazu aufgerufen, parallel zur christlichen Fastenzeit bis Ostern so weit wie möglich auf Plastik zu verzichten. In Deutschland würden jährlich rund 12 Millionen Tonnen Plastik verbraucht. Damit lägen die Deutschen europaweit an der Spitze.

„Fünf Millionen Tonnen Plastik landen pro Jahr umgehend im Müll. Dies stellt eine enorme Verschwendung von Ressourcen und eine unzumutbare Umweltbelastung dar“, sagte der BUND Kreisvorsitzende Harry Neumann. „Seit den neunziger Jahren hat sich die Menge an Plastikmüll hierzulande verdoppelt. Nicht einmal die Hälfte davon wird recycelt. Das Meiste wird mit dem Restmüll verbrannt. Der viel zu hohe Verbrauch an Plastiktüten, Plastikverpackungen oder Plastikspielzeug ist leider inzwischen Alltag geworden“, bedauerte Harry Neumann.

Viele Plastikgegenstände würden inzwischen Meere und Strände verschmutzen. Riesige Plastikstrudel, Plastikreste und winzige Plastikteilchen würden Meerestieren wie Seevögel, Seehunde, Wale oder Delfine zum Verhängnis. Sie strangulierten sich mit Plastikresten oder verwechselten die Teile mit Nahrung und verhungerten dann, weil ihre Mägen mit Plastik gefüllt seien. Unsichtbare Mikropolastikteilchen würden von Fischen verschluckt, was zu Vergiftungen führe.



Harry Neumann appellierte: „Verbraucherinnen und Verbraucher können relativ einfach zur Reduzierung von Plastikmüll beitragen. Ein Anfang ist der Verzicht auf Plastiktüten. Hiervon werden in Deutschland jährlich sechs Milliarden benutzt und die einzelne Tüte im Schnitt nur 25 Minuten.“ Eine Alternative seien Stoffbeutel. Konsumenten sollten außerdem die Verpackungen in den Läden zurücklassen oder zu Produkten ohne Plastikverpackungen greifen. Getränke in Mehrwegverpackungen seien vorzuziehen. Die Westerwälder Unternehmen und Geschäfte werden gebeten, auf Plastiktüten zu verzichten und damit einen wirksamen Beitrag zum Schutz der Natur und der Meere beizutragen.

Der BUND ruft die Teilnehmer der Aktion „Plastikfasten“ dazu auf, per Twitter, Facebook, Google+, Youtube, Instagramm und Flickr über ihre Erfahrungen zu berichten und Tipps dazu untereinander auszutauschen.

Mehr Fakten zum Thema Plastik und Tipps zum „Plastikfasten“ finden Sie im Internet unter: www.bund.net/plastikfasten oder www.thepowerblend.de. Rückfragen an Harry Neumann, BUND Kreisvorsitzender Westerwald, Telefon 02626-926 441, E-Mail: bund.westerwald@harry-neumann.de.



Kommentare zu: BUND ruft zum „Plastikfasten“ auf

1 Kommentar

warum wird nicht das viele altpapier für z.b. gemüse-kartoffeltransporte auch in supermärkten genutzt ?
es ist möglich denn bestimmte bio anbieter bieten ihre waren in festen papier an aber es ist noch eine kleine lücke.
der gesetzgeber ist gefragt und sollte plastiktüten als einkaufstaschen ganz verbieten
ich selber benutze seit jahren nur baumwollbeutel oder für den kartoffeltransport + lagerung einen weidenkorb>>alles andere gemüse lasse ich mir gänzlich ohne verpackung mit oben drauflegen.nur in ausnahmefällen lasse ich mir noch eine papiertüte geben.
eierkartons verwende ich mehrfach und nehme sie immer wieder zum händler mit zum auffüllen.

#1 von petra möbius, am 17.03.2014 um 15:24 Uhr

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