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Nachricht vom 17.02.2014    

Mit Lale Akgün im Leberkäseland

Über 200 Besucher bei Lale Akgüns kulinarischer Literaturlesung in Hachenburg amüsierten sich köstlich über humorvoll vorgetragene Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutsch-türkischer Lebenswelten.

Lale Akgün in der Stadthalle Hachenburg. Fotos: Sabine Hammann-Gonschorek

Hachenburg. Reichlich Unterhaltsames aus dem Spannungsfeld zwischen deutscher und türkischer Kultur bot die Autorin Lale Akgün den zahlreichen Besuchern ihrer Lesung in der Hachenburger Stadthalle. Mehr als 200 Menschen waren der Einladung des Arbeitskreises Asyl und Integration der Ev. Kirchengemeinde Altstadt und der Migrationsberatung des Diakonischen Werks Westerwald gefolgt. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Verbandsgemeinde Hachenburg.

Der Bad Marienberger Dekan und Altstädter Pfarrer Martin Fries vom Arbeitskreis Asyl und Integration und Karin Klein vom Diakonischen Werk begrüßten die Anwesenden. Da rund viermal so viele Menschen wie zunächst geplant waren, die Lesung besuchen wollten, musste die Veranstaltung vom Vogtshof in die Stadthalle verlegt werden, berichtete Dekan Fries erfreut.

Die Autorin Lale Akgün aus Köln ist vielen auch als Bundestagsabgeordnete (2002-2009) und als migrationspolitische Sprecherin und Islambeauftragte der SPD bekannt. Sie kam als Neunjährige Anfang der 60iger Jahre aus der Türkei nach Deutschland, zusammen mit ihrem Vater, einem Zahnarzt, ihrer Mutter, einer Mathematikerin und ihrer Schwester. Die promovierte Psychologin zeigte in herrlich komischen Familiengeschichten wie ähnlich sich Türken und Deutsche sind, aber auch, wie unterschiedlich sie sein können.




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Besonders Tante Semra spielt in Lale Akgüns Büchern eine wichtige Rolle. Um weiter ihrer Leidenschaft für Leberkäsebrötchen frönen zu können, behauptete diese einfach, Leberkäse werde nicht aus Schweinefleisch, sondern aus Leber und Käse gemacht. Die Geschichten um Akgüns Familie und der, teils mehr, teils minder, geglückten Integration ihrer Mitglieder in den deutschen Kulturkreis waren zu köstlich anzuhören und wurden mit Szenenapplaus und Gelächter belohnt.

Ebenso köstlich war das internationale Buffet, das die Mitglieder des Arbeitskreises Asyl und Integration und zahlreiche Helfer im Anschluss an die Lesung anboten. Für die rund 200 Gäste waren reichlich Spezialitäten aus aller Herren Länder vorhanden. An gemütlichen Bistrotischen konnten die Besucher den Abend im Gespräch bei einem Glas Wein ausklingen lassen. Die Autorin stand noch zum Signieren ihrer Bücher zur Verfügung. Musikalisch untermalt wurde der Abend von den Musikern der Hachenburger Familie Kortus mit Keyboard, Bassgitarre und Rhythmusinstrumenten. Sie wurde unterstützt von Penni Jo und Larry Blattermann von den Covenant Players aus Stahlhofen am Wiesensee. Auch die Hachenburgerin Margret Friedrich-Festing steuerte zwei selbstgeschriebene Lieder bei. (shg)


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