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Nachricht vom 15.02.2014    

Naturdenkmal „Eichhoffsbuche“ wird gefällt

Selters muss aus Sicherheitsgründen von einem über 200 Jahre alten Baum Abschied nehmen. Die Rotbuche leidet unter Pilzbefall und stellt durch absterbende Äste eine Gefahr für die Passanten dar.

Wolfgang Schäfer, Umweltbeauftragter der Verbandsgemeinde und Stadtbürgermeister Rolf Jung begutachten den Brandkrustenpilz an der „Eichhofsbuche“.

Selters. Von dem Naturdenkmal „Eichhoffsbuche“ am Eingang des „Schlangengrabens“ in Selters geht Gefahr aus. Der imposante Baum muss gefällt werden. Grund sind der gravierende Pilzbefall und viele abgestorbene Äste. Vor allem der Brandkrustenpilz zersetzt die Rotbuche in ihren vertikalen Rinnen und das könnte zum Abbrechen ganzer Baumteile führen. Das Areal um den Baum wurde bereits abgesperrt. Die Fällung des Naturdenkmals, – ein Motiv auf alten Selterser Postkarten, steht kurz bevor.

Bei einer Routinekontrolle waren Revierförster Helmut Nett die Pilze im Stammbereich aufgefallen. Die Stadt Selters als Besitzer des Baumes beauftragte ein Gutachten. Darin legt Gutachter Andreas Krämer auf 18 Seiten dar, dass man der Buche mit baumpflegerischen Maßnahmen nicht mehr helfen könne, und dass eine Fällung trotz der besonderen Gestalt des Baumes unumgänglich sei. Krämer schätzt das Alter des 31 Meter hohen Baumveteranen auf deutlich über 200 Jahre. Der seit 1977 als Naturdenkmal ausgewiesene Baum befinde sich in einem natürlichen, allmählich fortschreitenden Absterbeprozess. Die Untere Naturschutzbehörde hat auf Grundlage des Gutachtens bereits ihre Zustimmung zur Fällung der „Eichhoffsbuche“ erteilt.

„Die Buche ist umgeben von Wanderwegen und einem Rastplatz, da müssen wir für Sicherheit sorgen“, sagte Stadtbürgermeister Rolf Jung. Der Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde, Wolfgang Schäfer, sieht zwar den hohen ökologischen Wert des alten Baumes für Käfer und Spechte, aber auch die Gefahren, die von ihm ausgehen, weil Spazier- und Schulwege direkt am Baum vorbei verlaufen.




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„Der Verlust der alten Buche ist sehr schmerzlich“, erklärt Wilfried Göbler vom Westerwald-Verein. Schließlich ist die „Eichhoffsbuche“ auch eine Station des vom Westerwald betriebenen Oasenwegs. „Selters ist um ein weiteres Naturdenkmal ärmer, es verleibt nur noch ein Baum in der Amtstraße“, erklärt der Vorsitzende des Westerwald-Vereins.

Seinen Namen hat die Buche von dem damals sehr beliebten Amtsrichter Franz Eichhoff, der um 1906 auch 1. Vorsitzender des Westerwald-Klubs war. Er kümmerte sich sehr um die touristische Erschließung des Westerwaldes und die Verschönerung des Ortes. Direkt neben der „Eichhoffsbuche“ gab es zu dieser Zeit sogar eine Badeanstalt. Der „Schlangengraben“ sei die „Flaniermeile“ von Selters gewesen. Hier hätten sich die Honoratioren des Ortes gerne gezeigt, erklärt Wilfried Göbler.


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