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Nachricht vom 22.01.2014    

IHK: Zahl der Ausbildungsverträge rückläufig

Die IHK Koblenz legt die Zahlen zu den Ausbildungsverträgen 2013, Stand Dezember vor. Ein Trend: Die Zahl der Ausbildungsverträge ist rückläufig. Im Kammerbezirk der IHK Altenkirchen trifft dies noch nicht zu, im Westerwaldkreis sind allerdings 8,3 Prozent weniger Verträge geschlossen worden.

Die Aufnahme zeigt Azubis im neuen Ausbildungszentrum der Firma Kleusberg, Wissen. Foto: Helga Wienand-Schmidt

Region. Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz sind im vergangenen Jahr weniger Ausbildungsverträge geschlossen worden als im Vorjahr. Bis zum 31. Dezember 2013 wurden in den IHK-Berufen insgesamt 5910 Auszubildende eingestellt, im Jahr davor waren es noch 6097. Das entspricht einem Minus von 3,1 Prozent.
Damit wurden 2013 deutlich weniger Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen als üblich. Das Minus geht vor allem auf den Bereich Gastronomie zurück. Hier ist die Zahl der Ausbildungsverhältnisse seit Jahren rückläufig. „Gastronomie-Betriebe bekommen die demografische Entwicklung und die allgemeinen Situation am Arbeitsmarkt besonders drastisch zu spüren“, sagt Bernhard Meiser, Geschäftsführer des Bereichs Aus- und Weiterbildung bei der IHK Koblenz. „Vielen Jugendlichen erscheint eine Ausbildung im gastronomischen Bereich heute unattraktiv. Der gute Ausbildungsmarkt bietet ihnen viele Alternativen, so dass Gastronomie-Betrieben leider häufig Bewerber fehlen.“

Auch in den gewerblich-technischen Berufen haben Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten, Ausbildungsstellen zu besetzen. Mit insgesamt 1816 Verträgen wurden im vergangenen Jahr bei der IHK in diesem Bereich 68 Ausbildungsverhältnisse weniger eingetragen als im Vorjahr. Hier mangelt es jedoch nicht am Interesse der Jugendlichen: „Es bleiben, gerade im Bereich Metall, Stellen unbesetzt, weil die Betriebe Schwierigkeiten haben, geeignete Bewerber zu finden“, so Meiser. Am einfachsten zu besetzen seien derzeit noch Ausbildungsplätze in kaufmännischen Berufen, da diese traditionell die größte Nachfrage hätten.

Generell gilt jedoch: „Es wird für die Unternehmer in den kommenden Jahren nicht einfacher werden, Auszubildende zu finden.“ Dem Ausbildungsmarkt stehen immer weniger Jugendliche zur Verfügung.
Neben dem demografischen Faktor ist hierfür auch die zunehmende Akademisierung verantwortlich. Bernhard Meiser: „Es muss wieder deutlich werden, dass eine duale Ausbildung eine attraktive Qualifikation mit zahlreichen und guten Karriereoptionen ist. Daran arbeitet die IHK gemeinsam mit allen zuständigen Akteuren.“ Das gilt auch für den gastronomischen Bereich.



Vor allem in ländlichen Gebieten werden auch in Zukunft qualifizierte Bewerber fehlen. Etwaige Schwankungen ergeben sich im Zeitverlauf vor allem dadurch, dass viele kleine Betriebe nur turnusmäßig, das heißt in der Regel alle drei bis fünf Jahre, neue Auszubildende einstellen.
Insgesamt betreute die IHK Koblenz im Jahr 2013 15.420 laufende Ausbildungsverhältnisse in 4077 Betrieben.
Blick auf den Kreis Altenkirchen:
Hier gibt es gegenüber 2012 ein leichtes Plus, es wurden 37 Verträge in 2013 mehr abgeschlossen. Im Trend liegen die Metallberufe und die Ausbildung zum Verkäufer/in.
Blick auf den Westerwaldkreis:
Hier gibt es 80 Ausbildungsverträge weniger als im Jahr 2012. Aber der Trend ist gleich Metall- und Elektroberufe sowie die kaufmännischen Lehrberufe liegen im Trend.


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