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Nachricht vom 30.10.2013 - 17:35 Uhr    

Warten auf die 16 neuen ICE-Züge

"Wir sollten uns in Zukunft regelmäßig austauschen und uns gemeinsam für eine weitere gute Zukunft des bisher sehr erfolgreichen ICE-Bahnhofes Montabaur einsetzen. Die DB wird an dem bisherigen Fahrplan festhalten und sich frühzeitig auf eine steigende Nachfrage durch das FOC und die gute Entwicklung des gesamten Wirtschaftsraumes einstellen und entsprechende Angebote vorbereiten " Mit diesen Worten schloss Jürgen Konz, seit Januar 2013 Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland eine Gesprächsrunde in Montabaur, zu der ihn Landrat Achim Schwickert gemeinsam mit den Bürgermeistern Edmund Schaaf (Verbandsgemeinde Montabaur) und Klaus Mies (Stadt Montabaur) mit Blick auf die anhaltenden Kapazitätsengpässe im ICE-Verkehr nach Montabaur eingeladen hatte.

Kritischen Fragen der Kommunalpolitik und der Wirtschaft stellte sich der Bevollmächtigte der Deutschen Bahn, Jürgen Konz, auf Einladung von Landrat Achim Schwickert und den Montabaurern Bürgermeistern Edmund Schaaf und Klaus Mies.
(von links: Richard Hover, Geschäftsstellenleiter IHK Montabaur, Landrat Achim Schwickert, Jürgen Konz, Bahnbevollmächtigter, WFG-Geschäftsführer Wilfried Noll, Stadtbürgermeister Klaus Mies, IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel, Karlheinz Breitenbach, DB Fernverkehr und Bürgermeister Edmund Schaaf. Foto: pr

Montabaur. Auf der Tagesordnung stand neben den aktuellen Problemen auch ein Blick auf die weiteren Entwicklungen im näheren und weiteren Bahnhofsumfeld. Jürgen Konz sicherte zu, sich aktiv in die "Zukunftsgespräche" und Aufgabenstellungen zum ICE-Bahnhof Montabaur einzubringen um damit den ICE-Bahnhof und das Engagement der Region zu unterstützen.
Rund 200 Züge halten pro Woche in Montabaur, die von montags bis freitags täglich von über 2.500 Fahrgästen genutzt werden. Mit 72 Prozent liegt der Fahrgastanteil Richtung Frankfurt deutlich an der Spitze "Dies ist eine beeindruckende Entwicklung, die konsequent fortgeführt werden muss", unterstrich der Bahnbevollmächtigte. Die eingeschränkten Zugkapazitäten, verkürzte Wartungsintervalle und die immer noch ausstehende Lieferung der sechzehn neuen ICE-3-Züge und die dadurch immer wieder auftretenden negativen Auswirkungen auf den Fahrplan bedauerte der Bahnmanager sehr. "Aber dies sind Fakten, die nicht von einem auf den anderen Tag ausgeräumt werden können. Wir bedauern diesen Zustand seitens der Bahn sehr und danken unseren vielen Fahrgästen, dass sie uns dennoch die Treue halten", sagte Konz, der auch darauf verwies, dass sich die Gesamtproblematik im gesamten Schienennetz und nicht nur auf der Schnellverkehrsstrecke Köln-Frankfurt niederschlage. "Wir warten seit 2011 auf die Zulassung der bei der Firma Siemens stehenden 16 neuen ICE-Züge und hoffen sehr, dass uns in absehbarer Zeit die ersten Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden können", meint Konz.
Landrat Achim Schwickert zeigte auf, dass der ICE-Bahnhof der Bahnhof der Region ist und diese Infrastruktureinrichtung dem Wirtschaftsraum im Norden des Landes erhebliche Wachstumsimpulse gebe. "Der Bahnhof als Wirtschaftsmotor hat mit dazu geführt, dass der Westerwaldkreis zu einem der wirtschaftsstärksten Landkreise in Rheinland-Pfalz geworden ist" bekräftigte Landrat Schwickert. "Wir brauchen so schnell wie möglich wieder verlässliche Fahrpläne ohne Ausfälle und ausreichende Zugkapazitäten", so Schwickert. Für WFG-Geschäftsführer Noll haben die vielen Unterstützer aus der Wirtschaft und den umliegenden Kommunen an der Regionalmarketing-Initiative ICE (ReMI) maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung des Bahnhofes. Noll: "Die derzeitige Situation ist nicht nur bei den Bahnkunden unbefriedigend und das ist nachvollziehbar". Das Interesse der Wirtschaft an diesem Bahnhof bekräftigten auch der Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, Arne Rössel, und Regionalgeschäftstellenleiter Richard Hover. "Die Prozesse bei der Zulassung technischer Neuerungen dauern in unserem Lande einfach zu lange - hier muss sich etwas tun" forderten die IHK-Vertreter.
Nach nur wenigen Jahren arbeiten rund 1.500 Menschen im unmittelbaren Bahnhofsumfeld in rund 65 Unternehmen. Die privaten Investitionen im ICE-Park belaufen sich zwischenzeitlich auf rund 63 Millionen. Euro. Dazu kommen 35 Millionen. Euro an öffentlichen Investitionen. Die Bürgermeister Edmund Schaaf und Klaus Mies zeigten mit diesen Zahlen die hohe Investitionsbereitschaft und das Vertrauen in diesen Standort auf. "Wir müssen über die derzeitige Delle schnellstens hinweg", waren sich die Gesprächspartner einig, die sich jetzt auch beim Bundesverkehrsminister und dessen untergeordneter Behörde, dem Eisenbahnbundesamt für schnellere Zulassungsprozesse bei den neuen ICE-Zügen einsetzen wollen.
Einen Überblick über die für die nächsten Jahre geplante Modernisierung der DB-Fahrzeugflotte und den ab Mitte Dezember gültigen ICE-Fahrplan gab Karlheinz Breitenbach vom Angebotsmanagement DB-Fernverkehr. Der anstehende Winterfahrplan führt nur zu geringen Veränderungen. Für Geschäftsleute und "Münchenfans" dürfte sich es auszahlen, dass mit dem neuen Fahrplan eine tägliche Verbindung um 23.14 Uhr (Mo-Sa) ab Montabaur und ab München zurück um 6.29 Uhr angeboten wird. Jürgen Konz sicherte auch zu, die örtlichen Aktivitäten zur künftigen Verkehrs- und Parkraumplanung rund um den Bahnhof zu unterstützen.




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