Werbung

Nachricht vom 08.08.2013    

Ein Praktikum in einem afrikanischem Kinderheim

Ein ungewöhnliches Schulpraktikum: Zwei Schülerinnen der 11. Klasse des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg reisten im Rahmen des Diakonischen Praktikums für vier Wochen nach Kenia. In Kiembeni halfen die beiden Westerwälderinnen in einem Waisenhaus.

Waisenkinder und Helferinnen im Kinderheim, in der hinteren Reihe Jördis Ermert (links) und Kathrin Heidrich. Fotos: pr

Bad Marienberg. „Die Kinder haben sich total gefreut, wenn man ihnen Aufmerksamkeit und Zuneigung geschenkt hat. Sie haben das überhaupt nicht als selbstverständlich genommen“. Die Dankbarkeit und Lebensfreude der vielen Kinder im Waisenhaus in Kiembeni haben die Schülerin Jördis Ermert besonders berührt. „Die Kenianer sind sehr herzlich und gastfreundlich. Sie haben immer versucht zu teilen und etwas zu geben, obwohl sie selbst oft wenig hatten“, berichtet auch ihre Freundin Kathrin Heidrich. Zu dem ungewöhnlichen Schulpraktikum kamen die beiden Freundinnen durch eine Bekannte, die ihnen von der Arbeit eines Waisenhauses in Kiembeni, am Stadtrand von Mombasa, berichtet hatte. Dann konnten die Mädchen bei einer Lehrerin vor Ort unterkommen, die Zimmer für Praktikanten und ehrenamtliche Helfer zur Verfügung stellt. Durch die Lehrerin kamen die Mädchen auch mit einer Grundschule in Kontakt. Fortan übernahmen Jördis und Kathrin in zwei Klassen den Englisch, Mathe, Sachkunde und christlichen Religionsunterricht für die 3- bis 11-jährigen Kinder. „In Sachkunde haben wir zum Beispiel mit den Kindern gelernt, wo das Wasser herkommt oder wie ein Haus gebaut wird“, berichtet Kathrin. „Oder wir haben anhand eines Insektenposters den Körperbau einer Heuschrecke durchgenommen.“
Nach der Arbeit in der Schule und am Wochenende nahmen die Mädchen den 45-minütigen Fußmarsch zum Kinderheim auf sich, um mit den rund 50 Waisenkindern zu spielen, in der Küche zu helfen und der Leiterin des Waisenhauses „Mama Jane“ Karigo Arbeit abzunehmen. Das Waisenhaus konnte im vergangenen Jahr aus einem Hinterhof mit Hilfe von Spenden an den Stadtrand von Mombasa ziehen, wo jetzt auch Landwirtschaft und Viehhaltung zur Selbstversorgung möglich sind. Die beiden Westerwälder Schülerinnen haben die Wahl ihres Praktikumsortes nicht bereut. Während alle 86 Schüler der 11. Klassen des Gymnasiums Bad Marienberg im Diakoniepraktikum in sozialen Einrichtungen, wie Altenheimen und Kindergärten mitgeholfen und soziale Arbeit kennen gelernt haben, bekamen Kathrin Heidrich und Jördis Ermert auch einen Einblick in das Leben von Menschen in einer ganz anderen Lebenswirklichkeit. „Dort herrscht viel Armut und Elend, für Viele ist es schwer, das Lebensnotwenige zu bekommen. Aber es war schön etwas für Andere zu tun. Deshalb möchte ich auf jeden Fall noch mal hinfahren, aber für länger als einen Monat“, sagt Kathrin - und Jördis pflichtet ihr bei. „Wir haben keinen Tag dort bereut und uns bei diesen herzlichen und gastfreundlichen Menschen wie zuhause gefühlt.“
Weitere Infos zu dem Waisenhaus gibt es unter: www.calvary-zion.de


Lokales: Bad Marienberg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Paketverlust beim Online-Shopping – Die rechtlichen Tücken einer Abstellgenehmigung

Immer mehr Pakete werden ohne persönliche Übergabe an der Haustür oder im Treppenhaus abgestellt. Doch ...

Gaming-Event lockt Jugendliche nach Höhr-Grenzhausen

Am Samstag, 21. Februar 2026, wird das Jugend-, Kultur- und Bürgerzentrum "Zweite Heimat" in Höhr-Grenzhausen ...

Einsatz für Integration: Abschiebung eines Pflege-Azubis verhindert

Eine E-Mail eines Bürgers führte zu politischem Handeln. Der ägyptische Pflege-Azubi Bilal, der von Abschiebung ...

Clevere Elli: Sportliche Schmusehündin wartet auf ihr Zuhause

Wenn sich im Tierheim Ransbach-Baumbach etwas bewegt, ist Elli sofort wach. Vielleicht geht es gleich ...

Unfallflucht auf Rewe-Parkplatz in Wallmerod: Zeugen gesucht

Am Abend des Freitags (13. Februar 2026) kam es auf dem Rewe-Parkplatz in Wallmerod zu einem Verkehrsunfall ...

Gnadenlose Narren besetzten das Rathaus in Höhr-Grenzhausen

Rathausstürmung am rußigen Freitag (13. Februar 2026): Obwohl der Eingang zur Verbandsgemeindeverwaltung ...

Weitere Artikel


Kreisjugendamt sucht dringend Pflegefamilien

Schockierend: Mehr als ein Viertel der Kinder im Westerwaldkreis verbringt zwei bis fünf Jahre bei Pflegeeltern, ...

Löwenbad kommt gut an

Nach wenigen Tagen seit der Eröffnung des Löwenbades in Hachenburg konnte die 10.000ste Besucherin empfangen ...

Dernbach sucht Aussteller

Dernbach sucht noch Aussteller für den Dernbacher Handwerker- und Bauernmarkt am Sonntag, 08. September ...

Frauen aus dem Westerwald reisen nach Sumatra

Sechs Frauen aus dem Westerwald werden Ende August zu einem Besuch bei der Partnerkirche des evangelischen ...

Der Bembel ist angekommen - Der Weltrekord bleibt

Manch einer war erinnert an die 3-Städte-Wandertage in den 90er Jahren. Damals dampfte es alljährlich ...

Conbrios ziehen sich von der Bühne zurück

Seit 50 Jahren sind die fröhlichen Sänger der Gesangs- und Unterhaltungsgruppe Conbrios der Inbegriff ...

Werbung