Werbung

Nachricht vom 03.08.2013    

Polizei warnt vor Wildunfällen jetzt in der Brunftzeit

In den vergangenen Tagen beobachtete die Polizei eine Zunahme von Wildunfällen im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz. Sie führt das zurück auf die Paarungszeit des Rehwildes, die noch bis Mitte August andauert.

Zurzeit müssen die Autofahrer in Wald- und Feldgebieten mit starkem Wildwechsel rechnen. Es ist Brunftzeit.

Region. Direkt im Anschluss daran findet die Paarungszeit des Rotwildes statt. Aus diesem Grunde ist nunmehr zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Rehwild auf den Straßen zu rechnen, auch außerhalb von Waldgebieten. Besonders gefährdete Bereiche in ländlichen Gebieten oder Wäldern sind mit Wildwechselschildern gekennzeichnet.

Die Polizei empfiehlt, diese Schilder ernst zu nehmen, die Fahrgeschwindigkeit zu verringern und vorausschauend zu fahren. Bei einem Unfall mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h kann ein Reh mit einem Aufprallgewicht von einer halben Tonne auf das Fahrzeug wirken.

Die Verringerung der Fahrgeschwindigkeit von 100 km/h auf 70 km/h bringt erhebliche Vorteile, denn dies reduziert den Bremsweg bei trockener Straße um fast die Hälfte. Entscheidende Meter, die bei plötzlich auftretendem Wild lebenswichtig sein können.

Um besser auf die plötzliche Konfrontation mit einem Tier vorbereitet zu sein, gibt die Polizei folgende wichtige Verhaltensregeln und Informationen:

Besonders stark betroffen sind Straßen, die durch Waldgebiete führen bzw. in freien Lagen:
- Wildwechsel ist zu jeder Tageszeit möglich, zeitliche Schwerpunkte bilden allerdings die frühen Morgenstunden vor der Dämmerung und die frühen Abendstunden nach Einsetzen der Dämmerung.
- Wildtiere sind selten alleine unterwegs. Wenn ein Reh die Fahrbahn gekreuzt hat, stellen Sie sich auf weitere Tiere ein. Besonders Wildschweine sind häufig in Rotten von fünf, zehn oder mehr Tieren unterwegs.
- Halten Sie den Fahrbahnrand auf Außerortsstraßen im Blickfeld.
- Sehen Sie Wild am Fahrbahnrand oder auf der Fahrbahn, gehen Sie vom Gas runter und blenden Sie sofort das Licht ab. Verscheuchen Sie das Wild mit Hupen.
- Weichen Sie nur aus, wenn dies gefahrlos möglich. Kollisionen mit Wildtieren verlaufen für den Autofahrer fast immer glimpflicher, als ein Ausweichmanöver, das im Gegenverkehr, im Straßengraben oder einem Baum endet.
- Halten Sie immer genügend Abstand zum Vorausfahrenden.
Und wenn es dann doch passiert:
- Unbedingt zuerst die Unfallstelle sichern, wenn möglich, Fahrzeug von der Straße fahren.
- Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und stellen Sie das Warndreieck in ausreichender Entfernung - auf Schnellstraßen mindestens 200 Meter vor dem Hindernis, bei unübersichtlichen Stellen wie Kurven oder Kuppen noch weiter - auf.
- Wenn das Wild sich in den Straßengraben oder das angrenzende Feld geschleppt hat, den Fundort bzw. den Kollisionsort markieren. Kreide befindet sich in jedem Verbandkasten. Damit erleichtern Sie dem Jagdpächter das Aufspüren des Tieres. Verletzte Tiere nicht anfassen und sich fernhalten.
- Verständigen Sie die Polizei, die den Verkehrsunfall aufnimmt. Die Polizei verständigt auch den Jagdpächter.
- Eine Wildunfallbescheinigung für die Versicherung erhalten Sie von der Polizei oder dem Jagdpächter.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Diebstahl in Koblenzer Kirche: Kollekte verschwunden

Zwischen dem 9. und 14. August 2026 ereignete sich ein Diebstahl in der Peter und Paul Kirche im Koblenzer ...

Eilmeldung: Großalarm! Waldbrand bei Gebhardshain - Es wird evakuiert!

Ein Feuer auf einem Kleinspielfeld bei Gebhardshain hat sich zu einem großflächigen Waldbrand entwickelt. ...

Varieté-Spektakel in Hübingen: Stars im Zirkuszelt

Am 30. August 2026 verwandelt sich das beschauliche Hübingen im Westerwald in eine Bühne für internationale ...

Historische Filme erwecken den Molsberger Markt zum Leben

Anlässlich der 750-Jahrfeier von Wallmerod lädt der Verein GuuDe e.V. zu einem Filmabend ein. Zwei historische ...

Musikalischer Abendgottesdienst in der Musikkirche in Ransbach-Baumbach

In Ransbach-Baumbach fand ein weiterer Abendgottesdienst statt, bei dem Musik im Mittelpunkt stand. Das ...

Magischer Lichterglanz zum 75. Jubiläum: Waldbreitbach feiert ein fulminantes "Wied in Flammen"

Am Samstagabend verwandelte sich das idyllische Wiedufer in Waldbreitbach in ein funkelndes Lichtermeer. ...

Weitere Artikel


Sicher mit LKW und Bus unterwegs

Die seit mehr als einem Jahr bestehende Beyer-Akademie GmbH, ist Ansprechpartner für Aus- und Weiterbildung ...

Kirmes in Nentershausen

999.300 im Feldbrand hergestellte Backsteine sollen es gewesen sein, die die Nentershäuser Bürger bis ...

Gebhardshain: "De Oos" ist gestartet

Der Auftakt in das viertägige Festgeschehen in Gebhardshain hätte besser nicht sein können. Superwetter ...

Renovierung der Kirche in Bad Marienberg im Gange

Die Evangelische Kirche in Bad Marienberg muss umfassend renoviert und saniert werden. Nach jedem Unwetter ...

Kundenberater der Westerwald Bank mit Qualitätssiegel

Den VR-Beraterpass als Qualitätssiegel erhielten 80 Kundenberater der Westerwald Bank. Die genossenschaftliche ...

DGB Kreisverband Westerwald gegründet

Engagierte Gewerkschaftler aus fünf Mitgliedsgewerkschaften gründeten in Montabaur den DGB Kreisverband ...

Werbung