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Nachricht vom 03.05.2013    

Staatssekretär Langner besuchte Fachkrankenhaus Vielbach

Bei einem Besuch im Fachkrankenhaus Vielbach verschaffte sich Sozialstaatssekretär David Langner ein Bild davon, warum Menschen mit sozialen Beeinträchtigungen gerade in dieser Reha-Klinik eine Rehabilitation besonders gut gelingt.

Staatssekretär David Langner (rechts) im Gespräch mit Klinikleiter Joachim Jösch und Patienten in der Arbeitstherapie. (Foto: pr)

Vielbach. „In Vielbach wird nicht nur über Zukunft nachgedacht, hier wird Zukunft und Teilhabe für sozial benachteiligte Suchtkranke ganz konkret gestaltet. Und das mit großem Erfolg“, resümiert David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz. Er ist beeindruckt von dem, was er bei seinem Besuch im Fachkrankenhaus Vielbach gesehen und gehört hat. Gekommen war er um zu erfahren, weshalb Menschen mit besonderen sozialen Beeinträchtigungen ihre medizinische und soziale Rehabilitation mit Hilfe dieser Reha-Klinik besonders gut gelingt. Hierzu hat er Gespräche mit Rehabilitanden, Mitarbeitenden und der Klinikleitung geführt.
Jens ist Westerwälder und hat nach Sucht bedingtem Verlust seiner Wohnung zuletzt in einem Campingwagen am Rande einer Gemeinde in der Verbandsgemeinde Westerburg gelebt. Er erzählt dem Staatssekretär, wie er nach einem SOS-Anruf in Vielbach gänzlich unkompliziert und, ohne dass irgendjemand hierfür die Kosten übernommen habe, aufgenommen worden sei. Ohne die Hilfe des Vielbacher Sozialdienstes hätte er in seiner „Saufzeit“ niemals eine Therapie beantragen können.
Hier hätten erstmals seit langer Zeit nicht Scheitern und Schuldgefühle sein Denken und Fühlen beherrscht. Zusammen mit seinem Therapeuten habe er für sich lohnenswerte Therapie- und Lebensziele sowie die Meilensteine auf dem Weg dorthin identifiziert. „In Vielbach machen die uns den Weg frei“, sagt Jens und lacht. Seine Therapie ende in wenigen Wochen. Die Autowerkstatt, bei der er derzeit sein Praktikum mache, habe ihm schon einen Arbeitsvertrag gegeben. Und mit dem Auszug aus der Klinik werde er seine neue Wohnung beziehen.
Alfred aus Koblenz betont, er sei hier nicht „der Kranke auf Zimmer 47“, sondern ein Mensch, dem trotz aller Fehlentscheidungen der Vergangenheit stets mit Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft begegnet werde. Und seinen mitgebrachten Collie-Mischling würden auch alle mögen.
Die Mitarbeitenden betonten gegenüber David Langner, dass sie an ihrem Arbeitsplatz besonders die guten Arbeitsbedingungen und die Innovationskraft der Klinik schätzten. Von der Politik wünschten sie sich noch mehr Unterstützung bei ihrem Einsatz für mehr Teilhabe für sozial benachteiligte Suchtkranke.


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