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Nachricht vom 25.04.2013    

Jugendliche wurden über Lärm informiert

Ruhig bleiben – im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, dem staatlichem Gewerbearzt beim Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht und der Berufsbildenden Schule Westerburg zum „Tag gegen Lärm“ wurde Jugendliche für die Auswirkungen von Lärmkonsum sensibilisiert.

Koblenz. Am gestrigen „Tag gegen Lärm“, dem International Noise Awareness Day, standen bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord das Bewusstsein für die Sinneswahrnehmung Hören und die Aufmerksamkeit für Lärmproblematiken im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem staatlichen Gewerbearzt beim Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht und der Berufsbildenden Schule Westerburg sensibilisierte die Fachleute der SGD Nord Jugendliche im zweiten Ausbildungsjahr im Fachbereich Metall.

Unter Berücksichtigung der Vorkenntnisse der Auszubildenden wurden die Grundlagen des Schalls erklärt und anhand von Experimenten veranschaulicht. Die Jugendlichen wissen jetzt genau, wie der Schall sich ausbreitet, auf Menschen einwirkt und wann diese ihn als Lärm wahrnehmen. Der Staatliche Gewerbearzt erläuterte den Aufbau des Gehörs und zeigte auf, zu welchen Schädigungen es durch starken Lärm kommen kann. An praktischen Beispielen aus Freizeit und Beruf wurden Möglichkeiten des Gehörschutzes vorgestellt.

Wichtig sind auch die Untersuchungen des Gehörs und die individuelle arbeitsmedizinische Beratung der Teilnehmer parallel zur Veranstaltung. Neben der arbeitsbedingten Belastung durch Lärm muss bei jungen Menschen immer mehr die Lärmeinwirkung in der Freizeit in die Risikobetrachtung aufgenommen werden. Gefährlich wird es beispielsweise bei langem Hören lauter Musik über Kopfhörer, in der Disko, bei Konzerten, lauten Motorengeräuschen oder wenn man selbst ein Musikinstrument bei hohen Lautstärken spielt.

Die Auswirkungen von Lärm sind vielseitig. Durch unterschiedliche Dauergeräusche kann Stress, verbunden mit Konzentrationsschwächen und Bluthochdruck, ausgelöst werden. Besonders problematisch ist der Lärm, wenn er unserem Gehör bleibende Schäden zufügt. Lärmschwerhörigkeit ist unheilbar und bleibende Dauergeräuschempfindungen, wie der sogenannte Tinnitus, sind nur bedingt heilbar.

Ziel war es getreu dem diesjährigen Motto der bundesweiten Aktion „Ruhig bleiben“, das Bewusstsein der Teilnehmer im Hinblick auf die Lärmproblematik zu schärfen und sich nicht unnötigem Lärm in Freizeit und Beruf auszusetzen. „Das haben wir wieder einmal erreicht“, freut sich SGD Nord-Präsident Dr. Ulrich Kleemann, „Unser Anschauungsunterricht zeigt seit Jahren, dass die Jugendlichen aus den Experimenten lernen und ihr Gehör in Zukunft nicht mehr leichtfertig gefährden wollen.“


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