Werbung

Nachricht vom 13.03.2013    

Verein „Energiewende für Mensch und Natur“ gegründet

Bürgerinitiativen in Rheinland Pfalz fordern einen natur- und menschenverträglichen Ausbau der Windenergie. Grundstein für die Gründung eines landesweiten Vereins gelegt. Ein Rechts- und Gutachterfonds wurde geschaffen. Die Region Altenkirchen, Neuwied und Westerwald sind auch vertreten.

Sie gründeten den landesweiten Verein „Energiewende für Mensch und Natur“

Region. Über 50 Delegierte aus bislang 14 Bürgerinitiativen in Rheinland-Pfalz mit über 6000 Mitgliedern aus allen Teilen des Landes sind zusammengekommen und fordern den natur- und menschenverträglichen Ausbau der Windenergie. Gleichzeitig wurde die Basis für eine landesweite Vereinsgründung „Energiewende für Mensch und Natur“ geschaffen, um die Landesregierung, insbesondere die Grünen, zu einer Umkehr ihrer Politik zu bewegen.

Der Ort Simmern wurde mit Bedacht gewählt, nachdem der Rhein-Hunsrück-Kreis als Extrembeispiel einer verfehlten und ungesteuerten Windkraftpolitik gilt. Alle Vertreter waren sich einig: „Eine natur- und menschenverträgliche Umsetzung der Energiewende durch Windkraftanlagen findet in Rheinland-Pfalz nicht statt.“

Jetzt trafen sich Initiativen aus Rheinland-Pfalz, auch mit Repräsentanten der Naturschutzverbände BUND und NABU, um eine Allianz gegen die Industrialisierung von Naturflächen und für eine werteorientierte Energiewende zu gründen. Alle sehen sich mit den gleichen Tatbeständen konfrontiert: Die grünen Ministerien für Wirtschaft und Umwelt haben den Naturschutz faktisch abgeschafft. Die Energiewende ist zum Deckmantel für die Gewinnung neuer Einnahmen auf Kosten der Natur und der Strompreiskunden geworden und wird damit instrumentalisiert.

Mittlerweile wird selbst die Gewinnung von Trinkwasser der Energieerzeugung nachgeordnet. Natur- und Artenschutz, Tourismus und Naherholung, Lebensqualität, regionale Investitions- und Planungssicherheit, - all das wird auf dem „Altar der Energiewende“ geopfert. Wieder und wieder fallen Landschaftsschutzgebiete, Natura 2000-Gebiete oder Wasserschutzgebiete den Windkraftanlagen zum Opfer. Auch in Kernzonen von Naturparken, zum Beispiel Soonwald-Nahe, Pfälzerwald, Saar-Hunsrück, Rhein-Westerwald, Vulkaneifel und Hessen-Nassau sollen Windkraftanlagen möglich werden. Sensible Naturflächen werden nachhaltig geschädigt. Auch im Hinblick auf die internationalen Konventionen verstößt die rot-grüne Politik gegen den Grundsatz der Gleichwertigkeit von Klima- und Artenschutz. Nicht nur der Klimaschutz, sondern auch der Artenschutz muss im Fokus einer naturverträglichen Energiewende stehen. Beides gehört untrennbar zusammen.



Das landesweite Bündnis „Energiewende für Mensch und Natur“ fordert die Landesregierung auf, diese ungesteuerte Entwicklung unverzüglich zu stoppen. Um die Energiewende natur- und menschenverträglich zu gestalten, fordern sie:

Gleichwertige Berücksichtigung von Klima-, Natur- u. Artenschutz sowie die stärkere Berücksichtigung des Landschaftsschutzes bei der Errichtung von Windkraftanlagen. Natura 2000-Gebiete, Naturparke, Wälder sowie Wasserschutzgebiete sind von Windenergieanlagen frei zu halten. Sicherstellung unabhängiger Gutachten, Beteiligung der anerkannten Naturschutzverbände bei deren Erstellung sowie im Genehmigungsverfahren bei allen geplanten Windkraftanlagen. Zum Schutz des Menschen sind ausreichende Mindestabstände von Windkraftanlagen zu bewohnten Gebieten einzuhalten. Mindestens 2.000 Meter; die Empfehlung Weltgesundheitsorganisation liegt sogar bei 3.000 Meter.

Sicherstellung einer regionalen Verträglichkeit zum Schutz von Arbeitsplätzen im Tourismus. Zum Lebenserhalt in der Region gehören auch die Wertschöpfung aus dem Fremdenverkehr und der Werterhalt eigener Immobilien. Die Energiewende mit Augenmaß und Umsicht bis 2030 umzusetzen. Alle Maßnahmen der Energiewende in RLP sind in eine Gesamtstrategie und -planung einzubinden und dürfen nicht weiter isoliert betrieben werden. Hierzu gehören auch der erforderliche Netzausbau und die Entwicklung von Speichermöglichkeiten.

Eine qualifiziert gesteuerte Planung durch die regionalen Planungsgemeinschaften nach klaren Ausschlusskriterien. Die kommunale Bauleitplanung ist hier völlig überfordert. Die Planungsgemeinschaften sind um unabhängige Naturschutzexperten sowie durch Vertreter der anerkannten Verbände zu erweitern.

Das neue Bündnis wird sich gerade im Bundestagswahljahr 2013 mit vielfältigen Aktionen deutlich einbringen, um eine wirkliche Energiewende zu erreichen.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Brand in Höhr-Grenzhausen: Einsatzkräfte vor Ort

In Höhr-Grenzhausen sind derzeit zahlreiche Einsatzkräfte aktiv. Ein Brand in der Westerwaldstraße sorgt ...

Nachtfahrten sicher planen: ACV gibt Tipps gegen Müdigkeit am Steuer

Viele Autofahrer verlegen ihre Urlaubsfahrt in die Abend- oder Nachtstunden, um Staus und Hitze zu vermeiden. ...

Einbruch in Seniorenzentrum in Langenbach bei Kirburg

In Langenbach bei Kirburg ereignete sich ein Einbruch in ein Seniorenzentrum. Die Täter verschafften ...

Heartbeat-Konzert in Hachenburg sammelt 2.200 Euro für guten Zweck

Mehr als 1.500 Besucher haben auf dem Alten Markt in Hachenburg Musik und soziales Engagement verbunden. ...

Das Wunschkonzert der "@coustics" in Betzdorf ließ keine Wünsche offen

Die Parkanlage an der Betzdorfer Stadthalle verwandelte sich in eine restlos ausausverkaufte Arena der ...

Lagerfeuer entfacht Brand in Oberrod

In den frühen Morgenstunden des Sonntags (19. Juli 2026) kam es in Oberrod zu einem Brand, der durch ...

Weitere Artikel


Jugendliche lernten Rockmusik kennen

Im Jugendhaus Selters fand eine besonderer Rockmusik-Workshop mit dem Musiker Frank Christ statt. Die ...

Fotografieren wie die Profis

Die Volkshochschule Neuwied bietet eine ganze Reihe von Fotokursen an. In dem in Kürze startenden Kurs ...

Zoo Neuwied: Erste Nachzucht im neuen Exotarium

Seit Frühjahr 2011 ist das große Exotarium im Zoo Neuwied geöffnet, und über 40 Arten Reptilien, Amphibien, ...

Arbeitskreis "Soziales Westerburg" plant Thementag

Mitglieder der sozialen Einrichtungen und Organisationen bilden den Arbeitskreis "Soziales Westerburg" ...

DRK Selters unter neuer Leitung

Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung des DRK-Ortsvereins Selters wurde der Vorstand neu gewählt. ...

260.000 Euro Schaden durch Blitzeis auf A3

Region. Blitzeis hat am Morgen (11.3.) zu kilometerlangen Staus auf der A3 und Verspätungen bei vielen ...

Werbung