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Nachricht vom 19.02.2013    

Bürgerenergie-Genossenschaft eine Beteiligung mit Zukunft

Die Volkshochschule Neuwied bietet Bürgern, Bürgermeistern und Gemeinderäten einen Einblick über die Gründung und Funktion einer Bürgerenergie-Genossenschaft. Rechtsanwältin Inga Jonas gibt Antworten auf viele Fragen am 28. Februar 2013 in der VHS. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Das Thema erneuerbare Energien ist hochaktuell. Foto: Wolfgang Tischler

Neuwied. Immer öfter taucht der Begriff Bürgerenergie-Genossenschaften oder auch einfach Energiegenossenschaft auf. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Wie kann sich der einzelne Bürger an der Energiewirtschaft in der Rechtsform einer Genossenschaft mit dem Ziel einer dezentralen, konzernunabhängigen und ökologischen Energiegewinnung beteiligen?

Die Bürgerbeteiligung findet vorwiegend auf kommunaler Ebene statt und bietet den Bürgern die Möglichkeit, zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen. Die Genossenschaften bieten darüber hinaus auch Anlage- und Investitionsmöglichkeiten in lokale und regionale Energieprojekte. Die Vergütung ist im Erneuerbaren-Energien-Gesetz geregelt.

Die Anwältin Jonas gibt zu bedenken, dass „die Bürgerenergie-Genossenschaft den Betroffenen die Möglichkeit bietet, sich an Großprojekten zu beteiligen. Darüber hinaus hat die Kommune die Möglichkeit, das Zepter in der Hand zu behalten und sich nicht an externe Investoren zu verkaufen.“

Eine Überlegung ist Inga Jonas auch sehr wichtig und sie wird in ihrem Vortrag darauf eingehen: „Da die Kommunen meist leere Geldsäckel haben, bietet die Einbeziehung von Bürgerenergie-Genossenschaften die Möglichkeit, das notwendige Eigenkapital aus den Bürgerreihen zu rekrutieren. Wenn große Investoren wie ausländische Pensionsfonds sich für solche Energieanlagen interessieren, so muss doch die Frage beantwortet werden, warum der erwartete Profit nicht den eigenen Bürgern über Beteiligungsmöglichkeit angeboten wird. Darüber hinaus sollte auch überlegt werden, dass diejenigen am Gewinn beteiligt sind, die auch die Auswirkungen und Immissionen sehen.“



Die Veranstaltung ist sowohl für den interessierten Bürger und den Kapitalanleger spannend. Bürgermeister und Gemeinderatsmitglieder können sich informieren, welche Möglichkeiten und Vorteile ihre Gemeinde bei der Beteiligung an einer solchen Energiegenossenschaft hat.

Über das interessante und aktuelle Thema spricht die Rechtsanwältin Inga Jonas am Donnerstag, den 28. Februar 2013 von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr in der Volkshochschule Neuwied. Wolfgang Tischler


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