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Nachricht vom 08.12.2012    

Neue Orgel in Neunkirchen eingeweiht

Für die Kirchengemeinde Neunkirchen ging eine ereignisreiche Zeit mit der Orgeleinweihung zu Ende. Die Johanneskirche war aufwändig renoviert worden, und dann kam das Angebot einer Barockorgel aus einer Erbmasse. Es gab eine breite Unterstützung für die Anschaffung der neuen Orgel.

Thomas Wilhelm ließ die neue Barockorgel erklingen. Fotos: Sabine Hammann-Gonschorek

Neunkirchen. „Kling Glöckchen, klingelingeling.… Zartes Glöckchengeläut erfüllte die Johanneskirche in Neunkirchen am 1. Advent. Die Glöckchen im Zimbelstern klingen so hell und klar und wunderbar, dass sie manchem Gottesdienstbesucher ein Lächeln ins Gesicht zauberten, sobald sie während des Festgottesdienstes zur Einweihung der neuen Orgel erklangen. Hauptsächlich bei barocken Orgeln findet sich ein solcher Zimbelstern, einem klingenden Spielwerk aus – in diesem Fall - acht Messing- und Bronzeschalen-Glöckchen.

Für die 2100 Mitglieder zählende Kirchengemeinde Neunkirchen ging mit der Einweihung der neuen Orgel eine ereignisreiche Zeit zu Ende. Während im vergangenen Jahr die Johanneskirche aufwändig renoviert und innen neu bemalt wurde, bekam die Gemeinde durch Zufall eine halbfertige Orgel angeboten, die von der Stilepoche und den Ausmaßen perfekt in die neobarocke Quersaalkirche passte. Für die Neunkirchner ein besonderer Glückfall, da sie sich schon 35 Jahre mit einer eigentlich zu kleinen Orgel beholfen hatten.

Das neue Instrument stammt aus der Erbmasse des Orgelbauers Bruno Döring aus Neukirchen/Knüll im Schwalm-Eder-Kreis. Die an barockem Baustil orientierte Orgel, deren Bau Döring ohne konkrete Beauftragung begonnen hatte, ist im Laufe dieses Jahres von Kilian Gottwald aus Amöneburg bei Marburg fertig gestellt worden. Rund 100 000 Euro musste die Kirchengemeinde insgesamt für Fertigstellung, Aufbau und Bemalung der Orgel aufbringen.

Rund 10 Prozent der Kosten übernimmt die evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Der Verkauf der vorherigen, zu kleinen Orgel und zahlreiche Spenden, unter anderem von der Kreissparkasse Westerwald, Naspa, Kevag, Westerwaldbank, Zoth, Gasversorgung Westerwald, Immobilienbüro Kessler, der Verbandsgemeinde und vielen privaten Spender machte den Erwerb der Döring-Gottwald-Orgel laut Kirchenvorstand möglich.

Im festlichen Einweihungsgottesdienst gratulierte Dekan Martin Fries der Kirchengemeinde zu dem neuen Instrument. Er erinnerte an den 150. Psalm: Alles was Odem hat, lobe den Herrn. Nicht nur die Menschen brauchten Luft, um einen Ton hervorzubringen, auch die Orgeln, auf der Töne mittels Druckluft, genannt „Orgelwind“, erzeugt werden, sagte Fries.

In der Predigt sprach Pröpstin Annegret Puttkammer über das Loblied des Zacharias im Evangelium des Lukas, Kapitel 1. Die Adventszeit sei eine Zeit der Musik, daher passe der Predigttext besonders gut zur Orgeleinweihung in Neunkirchen, sagte Pröpstin Puttkammer.

Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst an der neuen Orgel vom Orgelsachverständigen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Thomas Wilhelm, und dem Neunkirchener Kirchenchor. Bei einem anschließenden Empfang mit Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus gratulierte Verbandsbürgermeister Werner Daum der Kirchengemeinde zur neuen Orgel.
Danach kehrte die Gemeinde in die Johanneskirche zurück, um einer Erklärung der Funktionen der Orgel durch Thomas Wilhelm und einem anschließenden Konzert mit Werken von Georg Muffat und Johann Sebastian Bach zu lauschen. (shg)


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