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Nachricht vom 08.11.2012    

Windkraftnutzung und Naturschutz schließen sich nicht aus

Staatssekretär Dr. Thomas Griese kam auf Einladung von Bürgermeister Peter Klöckner nach Hacenburg und ließ sich zum Thema Windkraftnutzung und zum Naturschutzgebiet Westerwälder Seenplatte informieren.

Hachenburg. Auf Einladung von Bürgermeister Peter Klöckner informierte sich Staatssekretär Dr. Thomas Griese aus dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten über die Pläne der Verbandsgemeinde Hachenburg zum Ausbau der Windkraft.
Peter Klöckner berichtete, dass nach den Vorstellungen der Verbandsgemeinde Potenzialräume für etwa 30 weitere Windkraftanlagen vorhanden seien, aber nach Vorlage der ersten naturschutzfachlichen Gutachten und der darin ermittelten Dichte von Schwarzstorch, Rot- und Schwarzmilan sowie des Wespenbussards fast keine zusätzlichen Anlagen in Betracht kommen. Damit ließen sich die ambitionierten Ziele der Verbandsgemeinde Hachenburg einen Bürgerwindpark zu errichten nur sehr schwer und nur risikoreich umsetzen.

Der Staatssekretär lobte die Ansätze der VG und verwies auf die aktuellen und intensiven Gespräche mit den Naturschutzverbänden auf Landesebene. Ebenso konnte er darauf verweisen, dass entsprechend dem Gutachten der Staatlichen Vogelschutzwarte, die Schutzradien für Großvögel im Einzelfall zu untersuchen sind und sich hieraus auch geringere Abstände ergeben können. Deshalb seien nach weiteren Untersuchungen im Bereich der VG Hachenburg weitere Anlagen nach Einzelgutachten durchaus möglich. Zudem sei ein „Windkrafterlass“ des Landes in Vorbereitung, der auf das Gutachten der Vogelschutzwarte verweise und zu mehr Planungssicherheit führen solle, so der Staatssekretär.
Klöckner und Dr. Griese waren sich einig, dass die Energiewende in Rheinland-Pfalz geschafft werden kann, wenn alle Akteure „an einem Strang“ ziehen.



Ein weiteres Thema war die Zukunft der Westerwälder Seenplatte. Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit der SGD Nord und Unterstützung des Umweltministeriums die Konzeption eines Naturschutzprojektes aufgenommen. Wesentliche Finanzierungen sollen bei der europäischen Kommission beantragt werden. Staatssekretär Dr. Griese zeigte sich beeindruckt von dem einzigartigen Naturraum und begrüßte die Überlegungen über die künftige Nutzung der sieben Westerwälder Seen und angrenzenden Wälder. Er versprach, sich für eine abschließende Bewertung einzusetzen und sicherte weitere Unterstützung zu.

Klöckner betonte abschließend, welch großer Beitrag für den Naturschutz im Lande geleistet werden könne. Neben dem angestrebten Nationalpark seien ein auf die örtlichen Verhältnisse an der Seenplatte angepasstes Konzept für den Natur– und Artenschutz ein lohnenswertes Ziel, heißt es in der Pressemitteilung.


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