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Nachricht vom 07.11.2012    

Greenpeace Westerwald sucht Baumpaten

Alte Buchenwälder und Baumriesen brauchen Schutz. Greenpeace Westerwald sucht Baumpaten für 2300 uralte Buchen im Spessart. Am Samstag, 10. November, ab 18 Uhr ist Greenpeace Westerwald in der Stadthalle in Ransbach-Baumbach und informiert.

Hachenburg. Über den Schutz alter Buchen informiert zur Zeit die Greenpepace-Gruppe Westerwald. Gemeinsam mit anderen Lokalgruppen von Greenpeace Deutschland suchen sie Baumpaten für 2300 alte Buchen im Spessart.
„Mit den Baumpatenschaften kann sich jeder für den Schutz der Urwälder von morgen engagieren“ sagt Jessica Weller, Sprecherin von Greenpeace Westerwald. „Unsere Aktion soll ein Signal an die bayerische Landesregierung senden und ihr zeigen, dass der Schutz der Wälder den Menschen in Deutschland am Herzen liegt.“

Die Gruppe wird am kommenden Samstag, 10. November, ab 18 Uhr bei David Bittners Dia-Vortrag „Unter Bären“ in der Stadthalle Ransbach-Baumbach anwesend sein. Wer Interesse an einer Baumpatenschaft hat, kann sich außerdem jeder Zeit bei der Gruppe unter westerwald@greenpeace.de melden.

Anfang dieses Jahres hatten Greenpeace-Aktivisten im bayerischen Spessart Daten von über 20.000 alten Buchen und Eichen erhoben und in detaillierte Karten überführt. Bürger, die eine unentgeltliche Patenschaft übernehmen, erhalten eine Urkunde mit den exakten Koordinaten „ihres“ Baumes. So können sie die Bäume auf einer Karte genau zuordnen. Auf www.greenpeace.de/baumpate können Bürger sich online über die Patenschaften informieren.

Zweites Waldcamp im Spessart gestartet
Ende Oktober haben Greenpeace-Aktivisten erneut ein Camp zur Dokumentation des Waldes im bayerischen Spessart errichtet. Mit Maßbändern und GPS-Geräten führen sie die exakte Kartierung der Buchenwälder weiter. Dieses ist notwendig, da die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) die entsprechenden Daten zurückhalten. Mit der Dokumentation wollen die Umweltschützer auch die zunehmende Industrialisierung der öffentlichen Wälder zeigen.

Erst im Jahr 2011 erklärte die UNESCO fünf alte Buchenwälder in Deutschland zum Weltnaturerbe. Um die internationalen und nationalen Ziele zum Schutz der Artenvielfalt umzusetzen, reichen diese kleinen Flächen jedoch nicht aus. Im Frühjahr hatte die unabhängige Umweltschutzorganisation Einschläge im öffentlichen Wald Bayerns aufgedeckt, die gegen das nationale und europäische Naturschutzrecht verstoßen.




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„Wir brauchen alte Wälder als Ruhepol für die Menschen, für den Klimaschutz und für den Erhalt der Artenvielfalt. Doch die Industrialisierung unserer Wälder bedroht die alten Baumriesen“, sagt Jessica Weller.
Greenpeace fordert einen sofortigen Einschlagstopp für alle öffentlichen Buchenwälder, die älter als 140 Jahre sind. Dieser soll solange gelten, bis zehn Prozent der öffentlichen Wälder aus der Holznutzung genommen und dauerhaft geschützt werden.


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