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Nachricht vom 01.10.2012    

Wo der Ton den Ton angibt

Sonja Kamber stellt in der Westerwald Bank in Ransbach-Baumbach aus. Inspiriert vom Kannenbäckerland hat die Schweizerin eine Fülle von Bildern und Skulpturen geschaffen, die sich mit Ton und Keramik befassen.

Bürgermeister Michael Merz (links), die Künstlerin Sonja Kamber und Sebastian Heidrich, Geschäftsstellenleiter der Westerwald Bank in Ransbach-Baumbach, präsentieren die Ausstellung „TonSpuren.“

Ransbach-Baumbach. „TonSpuren“ ist der Titel einer aktuellen Ausstellung, die die Westerwald Bank in Ransbach-Baumbach bis zum 24. Oktober zeigt. Sonja Kamber, gebürtige Schweizerin, hat Bilder und Skulpturen zusammengestellt, die sich der Geschichte und der Kultur rund um Ton und Keramik widmen.

„Kunst ist nicht planbar, und die Fähigkeit, kreativ zu sein, leider auch nicht“, sagte Sonja Kamber mit charmant schweizerischem Akzent anlässlich der Vernissage in der Westerwald Bank. Inspiration hingegen lässt sich finden. Sonja Kamber fand sie in ihrer neuen Heimat, in der der Ton den Ton angibt. Seit 2009 lebt die freischaffende Künstlerin, die seit drei Jahrzehnten auch in der Erwachsenenbildung tätig ist, nämlich im Kannenbäckerland. Und naturgemäß dominierten Ton- und Keramik-Eindrücke ihre ersten Wahrnehmungen von der Region: Überdimensionierte Vasen am Straßenrand, Krüge in Gärten, Töpfe in Wohnzimmern, Brennöfen, Tongruben und ihre Geschichte sowie natürlich der Töpfermarkt im Herbst gehörten dazu und inspirierten sie zu neuen Werken. „Tonwaren gehören in jede Kultur, sie sind Ausdruck der Kultur, sie verändern sich, sie entwickeln sich, manchmal verschwinden sie und erfinden sich neu. Es sind Tonspuren, die hinterlassen werden“, so ihre Erläuterungen. Vielschichtig in Material und Farben, aufwändig in vielen Arbeitsschritten entstanden, lassen die Arbeiten von Sonja Kamber stets Raum für die Interpretationen des Betrachters.




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Über 100 Gäste waren in die Westerwald Bank gekommen, die Geschäftsstellenleiter Sebastian Heidrich begrüßen konnte, um die „TonSpuren“ zu erleben - musikalisch begleitet vom Duo „El acústico“ mit Franziska Hähn (Akkordeon) und Vanessa Weber (Gitarre). Bürgermeister Michael Merz dankte dabei für das Engagement der Westerwald Bank, die immer wieder Präsentationsmöglichkeiten für Kunst und Kultur bereitstelle. Wie Heidrich würdigte er die Künstlerin, die durch ihre kreative Beschäftigung mit Ton und Keramik im Westerwald eine Hommage an das Kannebäckerland präsentiere. Als Teil der Ausstellung werden auch „TonSpuren“ der von Sonja Kamber unterrichteten Kindergruppe gezeigt.


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