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Nachricht vom 25.09.2012    

Radsportler feierten 50 Jahre Sportpartnerschaft

Ins rheinland-pfälzische Partnerland Burgund führte die "Glückstour" die Radsportler aus dem Westerwald und von der Lahn, wo man 50 Jahre erfolgreicher Sportpartnerschaft feierte. Dabei stand das gemeinsame Erleben und Genießen mit den Freunden in Frankreich im Vordergrund.

Das deutsch-französische Radlerteam im Hof ihrer Unterkunft im Herzen Burgunds, dem überaus gastfreundlichen „Chateau de Chazelle“. Foto: Verein

Montabaur/Nassau. Vor wenigen Tagen feierten Bundekanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Francois Hollande mit 650 Ehrengästen 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft. Vor fünf Jahrzehnten begann auch die Sportpartnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Burgund.

Mit Unterstützung des Landessportbundes (LSB) trafen sich jetzt aus diesem Anlass im Herzen Burgunds Radsportler aus dem Westerwald und von der Lahn sowie aus den Partnerstädten Tonnere (Montabaur) und Pont Chateau (Nassau). Sechs Etappen führten die 18 Radsportler/innen und Begleitpersonen in viele Regionen des schönen Partnerlandes, das sie an insgesamt neun Tagen bei herrlichstem Sonnenschein ohne einen einzigen Tropfen Regen erleben durften.

Schon im Vorfeld der Etappenfahrt war klar, dass es den Mitgliedern der beiden Radsportvereine RSG Montabaur und RSV Oranien Nassau ebenso wie den französischen Freunden aus den Partnerstädten nicht darum ging, im Rennradsattel möglichst schnell durch Burgund zu fahren. Dafür hat die Bourgogne einfach zu viel zu bieten was nicht die trainierten Muskeln sondern alle Sinne erfreut.
„Wir wollten keine Tempo- oder Entfernungsrekorde aufstellen, sondern die deutsch-französische Freundschaft gemeinsam im Rennsattel leben“, so RSV-Vorsitzender Jochen Wennrich (Hömberg). Dies ist den beiden heimischen Vereinen mit dem Erfinder der jährlichen Radsportbegegnungen, Hardo Diel (Daubach), schon seit Jahrzehnten ein wichtiges und gelebtes Anliegen.

Nicht nur wegen des optimalen Wetters wähnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einer „Glückstour“. Denn auch die fürstliche Unterkunft im aus dem 17. Jahrhundert stammenden früheren Schloss von Chazelle in der Côte d'Or sorgte für Glücksgefühle (Info unter www.latourdegiry.fr). Im einem Rittersaal ähnlichen Esszimmer mit angrenzendem großem Salon durften sich die Pedalritter allabendlich bei einem üppigen 5-Gangmenü für die nächste Etappe stärken. Mit Erzeugnissen umliegender Weingüter und aus dem Westerwald importiertem Gerstensaft konnte auch der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden.



Zur „Glückstour“ wurde die Rundfahrt auch wegen dem aus Burgund stammenden und in Daubach wohnenden Jean Garnier. Er gehört seit 3 Jahren zum Frankreichteam der beiden Vereine und hat die Tour maßgeblich geplant. „Ich wollte den Radsportfreunden meine Heimat zeigen und alles was diese zu bieten hat“, so der Deutschfranzose. Er hatte auf jeder Etappe mehrere kulturelle oder historische Höhepunkte eingebaut. So die Burg in dem bekannten Käseort Epoisses, die Altstadt von Semur (Partnerstadt von Höhr-Grenzhausen) oder Alesia mit der Statue des Vercingetorix. „Glücksziele“ waren auch die alte Abtei von Flavigny mit seiner Anisfabrik, das Weinbaugebiet mit der „Route des Grands Crus“ und der für die Holzflösserei geschaffene „Lac des Settons“. Natürlich durfte ein Stadtbummel in Dijon nicht fehlen.

Nach sechs nicht zu schweren Etappen über je etwa 100 Kilometer, vielen Attraktionen, einer wunderschönen Region mit einzigartigen Landschaften, Kulturstätten, Restaurants und Weinen waren sich alle deutschen und französischen Teilnehmenden einig: So ist auch sportliches Radfahren ein Genuss! Einen ähnlichen Genuss erlebte das Team bereits im Mai bei einer gemeinsamen Bretagne-Rundfahrt. 2013 soll eine kleinere Tour in Südfrankreich folgen, bevor 2014 zu einer großen „Grand-Region-Rundfahrt“ durch gleich vier Regionen eingeladen werden soll.
Teamkassierer Rainer Frink (Daubach) hofft dafür wieder auf Unterstützung durch Sponsoren, Partnerkommunen und Organisationen. Die Burgundtour 2012 wurde unterstützt vom LSB, der Stadt Montabaur und dem Partnerschaftsverband RLP/Burgund.

Natürlich sollen bei allen Rundfahrten auch künftig immer deutsche und französische Radler gemeinsam am Start sein. Dies ist wohl auch nach 50 Jahren Sportpartnerschaft zwischen Burgund und Rheinland-Pfalz einmalig. Weitere Infos bei Uli Schmidt (Horbach) per Mail unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.


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