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Wirtschaft | Ratgeber | Anzeige


Nachricht vom 29.10.2026    

Reparieren, verkaufen oder behalten? So finden Sie den richtigen Weg für Ihr altes Smartphone

RATGEBER | Der Akku hält nicht mehr den ganzen Tag, das Display hat einen Sprung, oder ein neues Modell liegt schon bereit. Spätestens dann steht die Frage im Raum, was mit dem alten Handy passieren soll. Ein einfacher Vergleich von Reparaturkosten und Restwert hilft bei der Entscheidung.

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Ein Smartphone begleitet uns im Schnitt zwei bis vier Jahre. Irgendwann kommt der Moment, an dem es nicht mehr rund läuft. Der Akku schwächelt, der Speicher ist voll, die Kamera kommt nicht mehr mit. Viele greifen dann sofort zum Neugerät. Dabei gibt es drei Möglichkeiten, und die teuerste ist nicht automatisch die beste.

Das alte Gerät kann repariert und weiter genutzt werden. Es kann verkauft werden, damit ein Teil des Geldes zurück in die Haushaltskasse fließt. Oder es bleibt als Zweitgerät im Haus. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von wenigen Fragen ab, die sich in ein paar Minuten beantworten lassen.

Die wichtigste Rechnung: Reparaturkosten gegen Restwert

Am Anfang steht ein einfacher Vergleich. Was kostet die Reparatur, und was ist das Gerät danach noch wert? Liegt der Restwert deutlich über den Reparaturkosten, lohnt sich die Reparatur fast immer. Liegt er darunter, spricht viel für Verkauf oder Recycling.

Wie unterschiedlich die Restwerte ausfallen, zeigen die durchschnittlichen Ankaufpreise für Geräte im Bestzustand, Stand Oktober 2026:

GerätAnkaufpreis im Durchschnitt
iPhone 16 Pro (256 GB)645 €
iPhone 15 Pro (256 GB)495 €
Samsung Galaxy S24 (256 GB)335 €
Google Pixel 9 (256 GB)320 €
Samsung Galaxy S23 (128 GB)210 €
iPhone 13 (128 GB)195 €
iPhone 11 (128 GB)65 €

Die Werte stammen von recanbo, einer Plattform für gebrauchte Elektronik mit Schwerpunkt Smartphones, und weiteren großen Ankaufsplattformen. Angegeben ist jeweils der Durchschnitt, das konkrete Angebot weicht je nach Anbieter davon ab.

recanbo kauft heute Smartphones, Tablets und Smartwatches an und wird künftig auch geprüfte Gebrauchtgeräte verkaufen. Die Preise gelten für Geräte ohne sichtbare Gebrauchsspuren. Mit Kratzern, schwachem Akku oder Displayschaden fällt das Angebot niedriger aus.

Die Tabelle macht deutlich, warum es keine pauschale Antwort gibt. Bei einem iPhone 15 Pro mit einem Restwert von rund 500 Euro ist ein neuer Akku gut angelegtes Geld. Bei einem iPhone 11, das im Schnitt nur noch rund 65 Euro bringt, kostet dieselbe Reparatur mehr, als das Gerät danach wert ist.

Wann sich Behalten lohnt

Ein älteres Smartphone muss nicht sofort weg. Solange es noch Sicherheitsupdates bekommt und für den Alltag reicht, ist Weiternutzen die günstigste und umweltfreundlichste Lösung. Apple versorgt iPhones viele Jahre mit Updates, Samsung und Google versprechen für ihre neueren Modelle ab Galaxy S24 und Pixel 8 sogar sieben Jahre.

Auch als Zweitgerät kann ein altes Handy sinnvoll sein. Etwa als Navigationsgerät im Auto, als Musikspieler in der Werkstatt oder als erstes Telefon für Kinder. Wichtig ist dabei: Ein Gerät ohne Sicherheitsupdates sollte nicht mehr für Onlinebanking oder sensible Daten genutzt werden.

Wer allerdings ein Zweitgerät nur „für den Notfall“ in die Schublade legt, sollte ehrlich prüfen, ob dieser Notfall in den letzten zwölf Monaten jemals eingetreten ist. Denn während das Gerät liegt, sinkt sein Wert weiter.

Wann sich Reparieren lohnt

Die häufigsten Defekte sind ein gealterter Akku und ein gesprungenes Display. Beides lässt sich bei gängigen Modellen in vielen Fällen noch am selben Tag beheben. Ein neuer Akku verlängert die Lebensdauer eines Smartphones oft um zwei Jahre oder mehr.

Eine Reparatur lohnt sich besonders dann, wenn das Gerät noch aktuell genug ist und regelmäßig Updates bekommt. Bei hochwertigen Modellen der letzten drei bis vier Jahre ist das fast immer der Fall. Warum Reparieren statt Wegwerfen nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen spart, beschreibt ein Beitrag bei apfelnews.de über nachhaltiges Reparieren von Smartphones.

Ein Hinweis zur Wahl der Werkstatt: Vor der Reparatur lohnt sich ein Kostenvoranschlag. Seriöse Betriebe nennen den Preis vorher, verwenden hochwertige Ersatzteile und geben eine Gewährleistung auf die Arbeit.

Bei iPhones ist außerdem gut zu wissen, dass nach einem Akku- oder Displaytausch in den Einstellungen ein Hinweis auf ein nicht originales Teil erscheinen kann. Die Funktion des Geräts beeinträchtigt das in der Regel nicht.

Wann sich Verkaufen lohnt

Verkaufen ist die richtige Wahl, wenn ohnehin ein neues Gerät ansteht oder das alte nicht mehr gebraucht wird. Je früher, desto besser. Ein iPhone 14 Pro mit 128 GB bringt im Ankauf durchschnittlich 365 Euro, das ein Jahr ältere iPhone 13 Pro mit gleichem Speicher nur noch 275 Euro. Ein Modelljahr Unterschied kostet hier rund ein Viertel des Werts.

Für den Verkauf gibt es drei Wege. Der Privatverkauf über Kleinanzeigen bringt oft den höchsten Preis, kostet aber Zeit und birgt Betrugsrisiken. Die Inzahlungnahme beim Neukauf ist bequem, liegt aber häufig unter dem Marktwert.

Ein Ankaufsdienst wie recanbo bietet einen Mittelweg: Der Preis steht nach der Online-Angabe von Modell und Zustand fest, das Gerät wird verschickt und nach der technischen Prüfung ausgezahlt.

Vor jedem Verkauf gilt dieselbe Reihenfolge: Daten sichern, Konten abmelden, Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen, SIM-Karte entfernen. Beim iPhone muss „Wo ist?“ ausgeschaltet werden, bei Android das Google-Konto entfernt. Sonst bleibt die Aktivierungssperre aktiv, und der Käufer kann das Gerät nicht nutzen.

Warum es auch um Rohstoffe geht

In jedem Smartphone stecken wertvolle Metalle wie Gold, Silber, Kupfer und Kobalt. Ihr Abbau verbraucht viel Energie und Wasser und findet oft unter schwierigen Bedingungen statt. Jedes Gerät, das länger genutzt oder von einem zweiten Besitzer weiterverwendet wird, verringert den Bedarf an neuen Rohstoffen.

Das Thema ist nicht neu. Schon vor Jahren hat der WW-Kurier über eine Sammelaktion berichtet, bei der alte Handys für Umwelt- und Ressourcenschutz eingesammelt wurden. Der Gedanke dahinter gilt heute mehr denn je: Ein Handy in der Schublade nützt niemandem. Ein Handy, das weiterläuft oder fachgerecht recycelt wird, schont Ressourcen.

Ist ein Gerät wirklich nicht mehr zu retten, gehört es nicht in den Hausmüll. Wertstoffhöfe nehmen Altgeräte kostenlos an, ebenso Elektronikhändler und viele Supermärkte mit Elektroabteilung. Vor der Abgabe sollten auch hier alle Daten gelöscht werden.

Die Entscheidung in fünf Fragen

Wer unsicher ist, kann sich an diesen Fragen orientieren:

  • Bekommt das Gerät noch Sicherheitsupdates? Wenn nein, ist Verkauf oder Recycling meist sinnvoller als eine teure Reparatur.
  • Ist der Restwert höher als die Reparaturkosten? Wenn ja, lohnt sich die Reparatur in der Regel.
  • Reicht die Leistung für den Alltag noch aus? Wenn ja, spricht viel fürs Behalten, gegebenenfalls mit neuem Akku.
  • Steht ohnehin ein neues Gerät an? Dann sollte das alte zeitnah verkauft werden, bevor der Wert weiter sinkt.
  • Wird das Gerät wirklich als Zweitgerät genutzt? Wenn nicht, ist der Verkauf die bessere Lösung.

Gebraucht kaufen statt neu

Der Kreislauf funktioniert auch in die andere Richtung. Wer ein neues Smartphone braucht, muss nicht zum teuersten Neugerät greifen. Geprüfte Gebrauchtgeräte sind oft deutlich günstiger und technisch auf aktuellem Stand.

recanbo will künftig genau solche Geräte anbieten: angekauft, technisch geprüft und bei Bedarf mit neuem Akku oder Display versehen. Damit verbindet die Plattform Ankauf und Verkauf, und ein Smartphone bekommt die Chance auf ein zweites Leben bei einem neuen Besitzer.

Fazit

Ob reparieren, verkaufen oder behalten, entscheidet vor allem das Verhältnis von Restwert zu Reparaturkosten. Hochwertige Geräte der letzten Jahre lohnen fast immer eine Reparatur oder bringen beim Verkauf noch gutes Geld. Ältere Modelle ohne Updates sind besser beim Recycling aufgehoben. Nur eines ist fast nie die richtige Wahl: das Handy jahrelang ungenutzt in der Schublade liegen zu lassen.

(prm)


Mehr dazu:   Wirtschaft  


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