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Nachricht vom 28.08.2012    

Ferienfreizeit ging zu Ende

Der Verein "Kinderhilfe Tschernobyl/Tula" bot Kindern aus der Region Tula erneut eine Ferienaufenthalt im Schullandheim Norken. Es gab viel Unterstützung aus der Region des Westerwaldes, allen galt der Dank für die wertvolle Hilfe.

"Do swidanja" und "Auf Wiedersehen" hieß es am Ende des gemeinsamen Beisammenseins und des teilweise tränenreichen Abschiednehmens. Fotos: pr

Norken/Grünebach. Die Kunstwerke aus Ton der dreizehn russischen Kinder, die im Schullandheim Norken eine dreiwöchige Ferienfreizeit erlebten, wurden am letzten Tag des Ferienaufenthaltes von Ines und Joachim Eutebach nach Norken gebracht. Nicht wie drei Wochen zuvor mit einem „dobre dijn“ sondern mit „Guten Tag, Ines und Joachim“ wurden die beiden Grünebacher begrüßt. Die Keramiken fanden guten Anklang und wurde schnell noch in die ohnehin prall gefüllten Koffer verstaut, um dann auf den Weg über Moskau nach Tula transportiert zu werden.

„Die Kinder haben sich sehr gefreut, dass wir unser Versprechen eingehalten und am Tag des Abschieds die Keramiken noch vorbei gebracht haben.“ Sagte Ines Eutebach. Beim anschließenden Abschiedsgrillen in der Norkener Grillhütte gab es viele lobende Worte von beiden Seiten.
Klaus Wilhelm, der den Verein Kinderhilfe Tschernobyl/Tula e.V. ins Leben gerufen hat zeigte sich glücklich darüber, dass es wieder einmal gelungen sei Kinder aus der Region Tula nach Norken zu holen und bedankte sich ausdrücklich bei allen Unterstützern, Gönnern und Freunden, die dies ermöglicht haben. Dennoch sei es im Moment noch nicht sicher, ob ein solcher Ferienaufenthalt im kommenden Jahr wieder stattfinden könne, weil die Kassen des Vereines derzeit leer sind und ein Volumen von rund 12.000 Euro nötig sei, um wieder Kinder mit zwei Betreuern in den Westerwald zu holen. Doch sei er trotz allen optimistisch, dass es erneut gelingen wird.
Er dankte Dirk Havertz vom Verein der Freunde des Gerresheimer Gymnasiums e.V. für dessen Bereitschaft, die Kinder im Schullandheim unterbringen zu können und vor allem für dessen persönliches Engagement. Es sei alles andere als selbstverständlich, dass sich jemand drei Wochen aufopferungsvoll vor Ort um alles kümmere. Dank galt aber auch den vielen ehrenamtlichen Helfern, dem Küchenpersonal, den Vereinen und Organisationen, Firmen und natürlich denen, die sich bereit erklärt hatten, den Transport der Kinder zu den jeweiligen Events zu übernehmen. "Besser konnte es nicht laufen", sagte Wilhelm.
Von Dirk Havertz kam ein Dankeschön auch an Klaus Wilhelm, ohne dessen Initiative die Ferienaufenthalte der zurückliegenden Jahre gar nicht erst zustande gekommen wären.
Bei den Kindern besonders gut angekommen seien der Töpferkurs der Grünebacher Keramikwerkstatt, der Falkner des Tierparks Bad Marienberg und die Walderlebnisschule mit Ingolf Wagner aus Molzhain und Gundula Engelhard – Mix aus Alsdorf.
Für die Betreuer Anatol Kotschetov und Alina Sudnitsyna gab es tosenden Applaus. Am Ende erhielten die Mitarbeiter des Schullandheimes und die aktiven Helfer ein kleines Präsent. Doch die schönste Anerkennung war für alle Beteiligten das „Danke schön“ der gut gelaunten Kinder, die einen unvergesslichen Aufenthalt fern der Heimat erlebt haben.
Die Ferienfreizeiten für die Kinder finanzieren sich einzig aus Spenden und Vereinsbeiträgen. Froh seien sie gewesen, erzählt Dirk Havertz, dass die Kinder nebst Betreuern freien Eintritt ins Bad Marienberger Schwimmbad hatten. Aber auch andere Freizeitangebote und Sehenswürdigkeiten seien für die Kinder aus Russland kostenfrei oder deutlich ermäßigt gewesen.
Zum Besuchsprogramm zählten zum Beispiel: die Abtei Marienstatt, das Landschaftsmuseum Hachenburg, der Reiterhof in Wölferlingen, der Tierpark Bad Marienberg, die Grube Bindweide und der Klettergarten am Schullandheim Höchstenbach. Die Freizeitgestaltung vor Ort übernahmen neben den Betreuern die Freizeitpädagogen von CATweasle aus Köln, der Falkner des Tierparks Bad Marienberg, eine Abordnung der Rudergemeinschaft des Gymnasiums Gerresheim aus Düsseldorf sowie Ines und Joachim Eutebach mit ihrer mobilen Keramikwerkstatt und Ingolf Wagner und Gundula Engelhard-Mix mit der Walderlebnisschule.


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Kommentare zu: Ferienfreizeit ging zu Ende

1 Kommentar

Glückwunsch an den Norkener Verein. Es ist ein Zeichen der Völkerverständigung und der Solidarität zugleich, sich über einen solch langen Zeitraum für Kinder aus der Region in Russland einzusetzen, die vom Atomdesaster noch heute Schaden leiden. Lobenswert finde ich es, dass so viele Freiwillige, Privatpersonen Firmen und Institutionen sich anbieten, um diese wichtige internationale Jugendarbeit zu fördern! Meine Hochachtung all denen, die sich beteiligt haben.
#1 von F. Kaiser, am 01.09.2012 um 09:46 Uhr

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