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Nachricht vom 24.08.2012    

Social Media – Segen oder Fluch?

BVMW-Mittelständler informierten sich über Nutzung der Sozialen Netzwerke

Haiger. „Spätestens seit es im Wettbewerb weniger um Produktwettbewerb als um die Kommunikation der Gesamtleistung eines Unternehmens geht, ist klar, dass ein Umdenken im Marketing nötig ist“, so der Bezirksgeschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft BVMW eingangs beim BVMW Meeting Mittelstand am 21. August 2012 bei der Carl Cloos GmbH in Haiger.

v. l. nach r.: Dipl.-Kfm. Ralf Pulverich (Cloos), Dipl.-Ing. Rainer Jung (BVMW), Benjamin Schulz (werdewelt) Fotos: pr

Darum sieht er für die Chefs im Mittelstand ungewohnte Herausforderungen zukommen – nicht nur im Endkundengeschäft, sondern auch im B2B-Geschäft.

Dipl.-Kfm. Ralf Pulverich, Geschäftsführer der Carl Cloos Schweißtechnik GmbH, Haiger, hieß eine große Anzahl Mittelständler des Mittelstandsverbandes in seinem Haus willkommen, erklärte dessen Produkte und seine Geschichte als erfolgreiches, innovatives Unternehmen im Familienbesitz und lud nach der Veranstaltung zu einem Rundgang ein.

Benjamin Schulz, Geschäftsführer der werdewelt GmbH, Haiger, informierte als ausgewiesener Marketingexperte und – coach sowie Fachbuchautor über Zweck und die Möglichkeiten für mittelständische Unternehmen, an der Kommunikation in sozialen Netzwerken teilzunehmen. Auch wenn er dafür plädiert, beim Marketing nicht alle Moden mitzumachen, empfiehlt er letztlich doch die Beteiligung daran über die eigene Internet-Seite hinaus. Dies vor allem im Hinblick auf die jüngere Generation („die hat zu neuen Medien einen umfangreicheren Bezug und in einigen Jahren in den Betrieben das Sagen“).

Umfragen unter Marketingexperten haben ergeben, dass rund 70 Prozent damit rechnen, dass die Bedeutung der S. M. zunehmen wird. Auf Grund von wissenschaftlichen Untersuchungen zeigte er, dass die Nutzung von facebook, twitter, You Tube, Xing und Co sowohl regional wie auch in der Altersstruktur der Nutzer sehr verschieden ist. So haben die einzelnen Plattformen gerade für Unternehmen sehr unter-schiedliche Schwerpunkte. „Man muss eben sehen, was man darin genau bewirken will und sich entsprechend entscheiden“, so Schulz. Über 90 Prozent aller Führungskräfte in der Wirtschaft haben zu Beispiel in Xing ein Profil eingestellt.



Den Wandel des Marketings erklärt er kurz damit, dass früher informiert wurde – heute wird kommuniziert. Als Schlüsselaussage zu Social Media ist also, dass dort eine Kommunikation (Dialog) und zwar in Echtzeit stattfindet. Zu den unternehmerischen Zielen der Teilnahme stellen sich vorab die Fragen: Welche Zielgruppe spreche ich an, womit erreiche ich diese und gehe ich auf deren Bedürfnisse ein? Die kurze „Online-Strategie-Fragen“ lauten also: was? für wen? und wie? Aktualität ist dabei ein absolutes Muss. Wer sich ein Konzept zur Beteiligung in den sozialen Netzwerken erstellt, muss sich darüber klar sein, diese durchhalten zu müssen – auch im Hinblick auf den nötigen Zeitaufwand. Einsatzgesetzt wird SM von deutschen Unternehmen in deren Pressearbeit, Kundenbindung, Online-Reputationsmanagement, Informationsgewinnung / Marktforschung, Produkteinführung, Werbekampagnen, Kundenbetreuung, aber als Vertriebsunterstützung und im Personalmarketing. Aktuell sind fast 50 Prozent aller Unternehmen im SM vertreten, 15 planen den Einstieg und noch immer fast 40 sind nicht vertreten.

Als Ziele werden nach der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit genannt: Bekanntheit steigern, neue Kunden gewinnen, Kunden- und Multiplikatoren-Beziehungen pflegen, Image verbessern, Marktforschung betreiben und neue Mitarbeiter gewinnen. Letzteres wird – im Hinblick auf die junge Generation – immer wichtiger. „Generell“, so Benjamin Schulz zu der Gruppe der Mittelständler aus der Region, „definieren Sie klar Ihre Ziele und passen Sie Ihren Auftritt im Social Media Ihrem Unternehmen an.“


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