Pressemitteilung vom 11.09.2026 
Erste Westerwälder Demenzwoche bündelt Kräfte
Erstmalig veranstalten die regionalen Demenznetzwerke in Zusammenarbeit mit der Seniorenleitstelle des Westerwaldkreises eine gemeinsame, kreisweite Aktionswoche. Vom 21. bis zum 27. September – rund um den Welt-Alzheimertag am 21. September – erwartet die Bürger ein breit gefächertes Informations- und Veranstaltungsangebot.
Westerwaldkreis. Die Erste Westerwälder Demenzwoche greift das bundesweite Motto "Demenz – (k)eine Frage des Alters" auf und rückt das Thema mitten in die Gesellschaft. Im Westerwaldkreis leben tausende Betroffene und pflegende Angehörige, die täglich enorme Herausforderungen bewältigen. Verschiedene Akteure vor Ort haben sich für diese Premiere zusammengeschlossen, um flächendeckende Hilfe sichtbar zu machen. Dazu gehören das "Netzwerk für Demenz und Pflege Westerwald Süd" für die Verbandsgemeinden Montabaur, Wallmerod und Wirges, "OPHELIA – das Netzwerk für ein lebendiges Älterwerden im Kannenbäckerland" in Höhr-Grenzhausen, das "Netzwerk für Demenz und Pflege Westerwald Nord" mit dem zugehörigen "Pflegenetzwerk Hoher Westerwald" für die Verbandsgemeinden Bad Marienberg, Rennerod und Westerburg sowie das Pflegenetzwerk der Verbandsgemeinde Hachenburg.
Die Erste Kreisbeigeordnete des Westerwaldkreises und Schirmherrin der Westerwälder Demenzwoche, Gabriele Wieland, betont die elementare Bedeutung dieser gemeinsamen Initiative: "Eine Demenzerkrankung verändert das Leben von einer Sekunde auf die andere – nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern für die ganze Familie. Mit der Ersten Westerwälder Demenzwoche wollen wir Tabus brechen, Berührungsängste abbauen und zeigen, dass niemand in unserem Landkreis diesen Weg allein gehen muss. Dank der engen Kooperation unserer starken regionalen Netzwerke bringen wir die Hilfe genau dorthin, wo sie gebraucht wird: nah zu den Menschen in unseren Gemeinden."
Abwechslungsreiches Programm in der gesamten Region
Die Aktionswoche bietet Vorträge, Lesungen, Beratungsgespräche und Mitmach-Aktionen in verschiedenen Verbandsgemeinden an, um sowohl fachliche Unterstützung zu bieten als auch die gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Das Spektrum reicht von medizinischer Aufklärung über humorvolle Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz und geselliges Beisammensein bis hin zu entlastenden Alltagstipps. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen der Ersten Westerwälder Demenzwoche ist kostenfrei. Auf der Kreisebene wird die Demenzwoche von der Seniorenleitstelle, Dilorom Jacka, koordiniert, die bei Fragen unter seniorenleitstelle@westerwaldkreis.de zur Verfügung steht. Das vollständige Veranstaltungsprogramm mit den zuständigen Koordinatorinnen der Demenznetzwerke gibt es unter www.westerwaldkreis.de/seniorenleitstelle.
Die Veranstaltungen im Überblick
Direkt am Welt-Alzheimertag, Montag, 21. September, um 18 Uhr lädt das "Netzwerk für Demenz und Pflege Westerwald Nord" zur Autorenlesung mit anschließendem Austausch ins DRK-Haus in Bad Marienberg ein. Dorothee Döring liest aus ihrem Buch "Das Schicksal Demenz meistern". Sie geht auf die emotionale Belastung pflegender Angehöriger und Wege zu mehr Gelassenheit sowie praktische Strategien zur Selbstfürsorge ein.
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Am Mittwoch, 23. September, veranstaltet das Netzwerk "OPHELIA" um 18 Uhr im AWO-Pavillon in Höhr-Grenzhausen eine Lesung aus dem Buch "Blinde Kuh". Autorin Katharina Göbel erzählt die bewegende Geschichte einer Familie, die durch die Demenz der Großmutter vor große Herausforderungen gestellt wird.
Ebenfalls am 23. September bietet das Netzwerk "Älterwerden" der Verbandsgemeinde Selters den Vortrag "Gegen das Vergessen" an. Die Referentin Heidrun Weese-Alebiosu, Neuropsychologin am Ev. Klinikum Westerwald in Selters, erläutert anschaulich, wie das Gehirn funktioniert, welche Faktoren die Funktionen beeinträchtigen und mit welchen Strategien das Risiko einer Demenz im Alter reduziert werden kann. Los geht's um 18 Uhr im Treff am Markt in der Rheinstraße 37 in Selters.
Beim Demenz-Parcours können Nicht-Betroffene am Donnerstag, 24. September, selbst einmal den Alltag aus Sicht von Erkrankten kennenlernen und vielleicht besser verstehen. Die Gleichstellungsbeauftragte und der Pflegestützpunkt Bad Marienberg sowie das "Netzwerk für Demenz und Pflege Westerwald Nord" laden hierzu gemeinsam von 14 bis 16 Uhr in das Foyer der Verbandsgemeindeverwaltung in Bad Marienberg ein. Zusätzlich erwartet die Besucher eine Bilderausstellung des Cartoonisten Peter Gaymann, der sich auf humorvolle Art, aber trotzdem mit Fingerspitzengefühl dem Erkrankungsbild "Demenz" nähert.
Darüber hinaus bietet „OPHELIA“ am 24. September von 16 bis 18 Uhr wieder den regelmäßig stattfindenden „Gesprächskreis für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz“ an. Bei dem Treff im Seniorenzentrum Bethesda in Höhr-Grenzhausen ist Raum für Austausch, Fragen, Anliegen und Sorgen, aber auch für Ideen und Tipps. Anmeldungen nimmt Susanne Giraud unter 02624 913 355 beziehungsweise susanne.giraud@awo-rheinland.de entgegen.
Den Abschluss der Ersten Westerwälder Demenzwoche bildet am Samstag, 26. September, von 15 bis 18 Uhr ein Goldenes Oktoberfest für junggebliebene Senioren. Unter musikalischer Begleitung von "Jörg Meudt" werden in der Waldbachhalle in Eschelbach gegen Verzehrbon Kaffee, Kuchen, Brezeln und Weißwurst angeboten. Die schönste Tracht gewinnt einen Preis. Veranstalter ist das "Netzwerk für Demenz und Pflege Westerwald Süd" in Kooperation mit vier Verbandsgemeinden. Anmeldungen nehmen entgegen für die:
VG Montabaur – Magdalena Marjanovic, Telefon: 02602-126308
VG Wirges – Olga Findling / Sarah Werner, Telfon: 02602-689444
VG Ransbach-Baumbach – Sabine Günther / Natalia Goldschmidt, Telefon: 02623-86301 oder -86302
VG Wallmerod – Hanna Farnschläger, Telefon: 06435-508228 (PM/Red)
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