Pressemitteilung vom 08.09.2026 
Klassik trifft Jazz: Marcus Schinkel Trio begeistert in Selters
Im Stadthaus Selters trafen die Werke von Bach und Beethoven auf die Freiheit des Jazz. Das Marcus Schinkel Trio verwandelte bekannte Melodien mit Improvisationen, neuen Rhythmen und elektronischen Klängen in ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.
Selters. Ein begeistertes Publikum erlebte im Stadthaus Selters ein Konzert, bei dem klassische Musik und Jazz auf ungewöhnliche Weise miteinander verbunden wurden. Das Marcus Schinkel Trio nahm Werke von Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven auf und entwickelte daraus eigenständige musikalische Interpretationen.
Marcus Schinkel begegnete den bekannten Kompositionen mit großem Respekt, nutzte zugleich aber die Freiheit eines Jazzmusikers. Die vertrauten Melodien blieben erkennbar, wurden jedoch mit wenigen zusätzlichen Noten erweitert, rhythmisch neu gestaltet und harmonisch verändert. Das Trio verschob Akzente, spielte Themen in ungewöhnlichen Taktarten und löste sich bewusst von der Strenge klassischer Kompositionen.
Bekannte Motive neu interpretiert
Improvisationen nahmen einen großen Raum ein. Gleichzeitig tauchten immer wieder bekannte Motive aus den Originalwerken auf. Dazu gehörten unter anderem die berühmte "Toccata und Fuge d-Moll" von Bach, die Präludien I und II aus dem "Wohltemperierten Klavier", das "Ave Maria" sowie Beethovens "Ode an die Freude".
Auch der Synthesizer wurde gezielt eingesetzt. Sphärische Klangflächen, elektronische Verfremdungen und futuristisch wirkende Sounds erweiterten das musikalische Spektrum. Zu solchen Klängen wurde Schinkel unter anderem durch die Teufelsfratzen am Kölner Dom inspiriert.
Klassik bleibt erkennbar
Dabei ging es Schinkel nicht darum, die ursprünglichen Werke zu ersetzen. Vielmehr sollte durch die Verbindung von klassischer Musik und Jazz ein zusätzlicher musikalischer Wert entstehen. Die bekannten Kompositionen bildeten die Grundlage, wurden aber durch Improvisation, neue Klangfarben und veränderte musikalische Strukturen in eine andere Form überführt.
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Entscheidend für das Konzerterlebnis waren auch die beiden Mitmusiker. Wim de Fries überzeugte am Schlagzeug mit großer Präzision und Einfallsreichtum. Er erwies sich als vielseitiger Klanggestalter und sorgte mit seinen Soli für besondere Momente.
Schlagzeug und Bass als starke Partner
De Fries entlockte bereits einer einzelnen Trommel eine erstaunliche Vielfalt an Klängen. Ebenso machte er mit seinem gesamten Drumset das Schlagzeug selbst zum musikalischen Ereignis. Seine Soli wurden als besonders eindrucksvoll beschrieben und bildeten einen wichtigen Bestandteil des Konzertabends.
Am Bass ergänzte Nico Brandenburg das Trio mit Virtuosität und einem sicheren Gespür für den passenden musikalischen Moment. Seine prägnanten Basslinien und souveränen Soli gaben den Stücken Fundament und Beweglichkeit. Zugleich setzte er immer wieder neue Impulse.
Begeisterter Applaus für das Trio
Das Publikum im Stadthaus Selters reagierte mit großer Begeisterung auf die außergewöhnliche Verbindung von Jazz und Klassik. Der lang anhaltende Applaus zeigte die Wirkung des Konzertabends.
Auch eine Zugabe durfte nicht fehlen. Mit einer "funky-sexy" interpretierten Version von Beethovens "Für Elise" setzte das Marcus Schinkel Trio einen augenzwinkernden und zugleich mitreißenden Schlusspunkt. (PM/KI/Red)
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