Pressemitteilung vom 04.09.2026 
Seniorenkonferenz in Siershahn: Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft
In Siershahn fand die erste "Wäller Seniorenkonferenz" statt, bei der sich zahlreiche Teilnehmer über die Herausforderungen und Chancen der alternden Gesellschaft austauschten. Die Veranstaltung bot nicht nur informative Vorträge, sondern auch Raum für Diskussionen und kreative Ansätze.
Siershahn. Im Bürgerhaus von Siershahn versammelten sich zahlreiche engagierte Bürger zur ersten "Wäller Seniorenkonferenz". Veranstaltet wurde das Forum vom Regionalbüro Rheinland-Pfalz/Saarland der Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege und dem Senioren-Rat Westerwald. Ziel war es, Antworten auf die dringenden Fragen der Seniorenpolitik zu finden und diese auf kommunaler Ebene voranzutreiben.
Uli Schmidt eröffnete die Konferenz mit den Worten: "Älter werden gelingt, wenn man etwas dafür tut!" Diesem Aufruf folgten viele Teilnehmer, die sich künftig verstärkt seniorenpolitisch engagieren möchten. Sabine Bätzing-Lichtenthäler, rheinland-pfälzische Sozialministerin, und Alexandra Marzi, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Wirges, betonten in ihrem Grußwort die Bedeutung von geeigneten Wohnformen und verbesserter Mobilität für ältere Menschen.
"Schwätzbänkle"
Prof. Dr. Eckart Hammer, ehemaliger Vorsitzender des Landesseniorenrates in Baden-Württemberg, präsentierte zehn zentrale Aspekte der Seniorenarbeit, darunter Gesundheitsförderung, altersgerechtes Wohnen und Digitalisierung. Besonders hob er hervor, dass Einsamkeit im Alter aktiv begegnet werden müsse: "Supermärkte sind keine Orte der Kommunikation für Ältere, bei uns gibt es dafür die 'Schwätzbänkle', die gut angenommen werden und sicher auch im Westerwald funktionieren würden."
Synergien mit der Jugend
Hildegard Jöris, Gründungsvorsitzende der Bürgergemeinschaft MACH MIT e.V., berichtete von positiven Entwicklungen in der Region, wie der Einführung eines Bürgerbusses und der Beschäftigung einer GemeindeschwesterPlus. Nach einem humorvollen Theaterbeitrag des Amateurtheaters "Die Oase", der mit sarkastischen Spitzen zum Nachdenken anregte, folgte eine Diskussionsrunde unter der Leitung von Daniel Kieslinger, Landesgeschäftsführer der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege.
In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass bei allen seniorenpolitischen Initiativen auch die Interessen von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt werden müssen. Eine starke Ehrenamtsstruktur könnte hier Synergien schaffen, um eine solidarische Gesellschaft zu fördern. (PM/Red)
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