Werbung

Pressemitteilung vom 03.09.2026    

Rheinland-Pfalz plant Neuerungen in der Asylpolitik

Rheinland-Pfalz steht vor bedeutenden Änderungen in seiner Asylpolitik. Die Landesregierung will die Chancen des neuen europäischen Asylsystems nutzen, um den Umgang mit Geflüchteten zu verbessern und effizienter zu gestalten.

Der rheinland-pfälzische Innenstaatssekretär Dirk Herber. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Mainz. Im Zuge des Inkrafttretens des neuen europäischen Asylsystems plant Rheinland-Pfalz konkrete Schritte zur Anpassung der eigenen Asylpolitik. Innenstaatssekretär Dirk Herber (CDU) kündigte in Mainz an, dass die Frist, ab wann Bewohner einer Aufnahmeeinrichtung des Landes (AfA) als abgängig gelten, verkürzt werden soll. Bisher galten Bewohner als abgängig, wenn sie mehr als drei Tage nicht in der Einrichtung waren; diese Frist soll nun auf zwei Tage reduziert werden. Abgängige Personen werden der Polizei und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gemeldet und erhalten keine staatlichen Leistungen mehr.

Zwischen Februar 2025 und August 2026 wurden laut Innenministerium in Mainz rund 1.290 Menschen als abgängig erfasst, von denen über 90 Prozent ausreisepflichtig sind. Um die Datenlage zu verbessern, soll eine neue Software eingeführt werden, die eine bessere Kontrolle der Bewohner ermöglicht, damit diese die Einrichtungen nicht unkontrolliert verlassen können. Dieses Thema wird auch im heutigen Innenausschuss des Landtags behandelt.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Hauswirtschaftskraft (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Hilfskraft (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Pädagogische Fachkraft (m/w/d) für die Wohnstätte

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Herber betonte zudem, dass das Gemeinsame Europäische Asylsystem (Geas) den Aufbau sogenannter Sekundärmigrationszentren ermögliche. Rheinland-Pfalz plane, die Voraussetzungen für ein solches Zentrum in einer bestehenden AfA-Einrichtung zu schaffen. Diese Zentren sollen Geflüchtete aufnehmen, die zuerst in einem anderen EU-Land eingereist sind und deren Asylverfahren eigentlich dort bearbeitet werden sollte. "Diese Menschen werden wir dann mit möglichen mehr verfahrenssichernden Maßnahmen belegen und dann in Einrichtungen unterbringen, um sie wieder zurückzuführen in die Länder, die zuständig sind", erklärte Herber.

Das Innenministerium unterstrich, dass Rheinland-Pfalz die neuen rechtlichen Möglichkeiten durch Geas nutzt, um Verfahren besser zu steuern oder Pflichtverletzungen konsequenter zu begegnen. Dies könne verschärfte Meldeauflagen, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit oder sogar eine sogenannte Asylverfahrenshaft umfassen. Dabei müsse stets der Einzelfall betrachtet werden, so Herber. (dpa/KI/Red)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Politik


Ebling treibt Netzausbau für erneuerbare Energien in Rheinland-Pfalz voran

Um die ambitionierten Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen, setzt Klimaschutzminister ...

Antifeminismus in Rheinland-Pfalz auf dem Vormarsch - Ministerin setzt Zeichen für Frauen

Die dokumentierten antifeministischen Vorfälle in Rheinland-Pfalz haben zugenommen. Dies veranlasst Ministerin ...

Hachenburg: Kritik an Kreiselplänen im Burggarten

Die Pläne für einen Verkehrskreisel am Hachenburger Burggarten sorgen weiter für Diskussionen. Nach einem ...

Unzufriedenheit in Rheinland-Pfalz: Über ein Drittel skeptisch gegenüber neuer Landesregierung

Die ersten 100 Tage der neuen CDU/SPD-Koalition in Rheinland-Pfalz sind von Skepsis begleitet. Eine aktuelle ...

Landratswahl Westerwaldkreis: Lütkefedder gewinnt Stichwahl mit 60,6 Prozent

Klaus Lütkefedder (CDU) hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Westerwaldkreis mit 60,6 Prozent ...

Klaus Lütkefedder (CDU) ist neuer Landrat im Westerwaldkreis

Nach dem bei der Wahl am Sonntag (16. August 2026) keiner der sechs Kandidaten sich durchsetzen konnten, ...

Weitere Artikel


Antifeminismus in Rheinland-Pfalz auf dem Vormarsch - Ministerin setzt Zeichen für Frauen

Die dokumentierten antifeministischen Vorfälle in Rheinland-Pfalz haben zugenommen. Dies veranlasst Ministerin ...

Ebling treibt Netzausbau für erneuerbare Energien in Rheinland-Pfalz voran

Um die ambitionierten Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen, setzt Klimaschutzminister ...

Auftritt auf der Gamescom: Musikverein Siershahn begeistert Gaming-Publikum

Ein Orchester aus dem Westerwald hat auf der weltweit bedeutendsten Messe für Computer- und Videospiele ...

Sommerliches Wetter mit Regen in Rheinland-Pfalz erwartet

In den kommenden Tagen wird es in Rheinland-Pfalz nochmals sommerlich warm. Doch auch Regenschauer sind ...

Jazz im Historica-Gewölbe: "The Gentlemens Jazztett" gastiert in Montabaur

ANZEIGE | Das Historica-Gewölbe an der Stadtmauer in Montabaur wird zur Kulisse für ein abwechslungsreiches ...

Verfahren gegen Chef von "Wäller Helfen" eingestellt

Monatelang sah sich der Vorsitzende eines Hilfsvereins mit schweren Anschuldigungen konfrontiert. Nach ...

Werbung