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Pressemitteilung vom 01.09.2026    

Naturschutz im b-05: Ein harmonisches Zusammenspiel von Kunst und Natur

Im ehemaligen Munitionsdepot bei Horressen, bekannt als das b-05 Kunst-, Kultur- und Naturschutzforum, treffen Kunst und Naturschutz aufeinander. Jüngst wurde die naturschutzfachliche Entwicklung des Geländes in einer Vortrags- und Exkursionsveranstaltung präsentiert. Dabei wurden die Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität und die Herausforderungen der letzten Jahre thematisiert.

Schaffung von Rohbodenflächen. (Foto: Philipp Schiefenhövel)

Montabaur-Horressen. Vor allem die naturschutzfachliche Betreuung und Entwicklung des b-05 wurde jüngst in einer Vortrags- und Exkursionsveranstaltung vorgestellt. So konnte der Vorsitzende des Kunstvereins Georg Poell neben etlichen Interessierten auch den Naturschutzreferenten der Masgeik-Stiftung Philipp Schiefenhövel als Vortrags- und Exkursionsleiter im b-05 begrüßen. In seinem Vortrag stellte der Biologe zunächst die verschiedenen Maßnahmen vor, die im Laufe der letzten zehn Jahre im b-05 umgesetzt wurden, bevor der aktuelle Zustand im Rahmen der Exkursion im Gelände erlebt werden konnte.

Das b-05 Forum, einst ein Militärgelände, hat sich seit 2005 zu einem kulturellen Treffpunkt entwickelt, der Kunstausstellungen in ehemaligen Bunkern beherbergt. Doch im Jahr 2016 stand das Projekt vor einer entscheidenden Wende: Der Hauptsponsor zog sich zurück, und der Pachtvertrag mit der Stadt Montabaur musste verlängert werden. Kritische Stimmen äußerten Bedenken hinsichtlich der Vereinbarkeit von Kunstbetrieb und Naturschutz im FFH-Gebiet der Montabaurer Höhe.

Integrierter Naturschutz
Diese Herausforderungen führten zu einer Neuausrichtung des Kunstvereins, der den Naturschutz stärker in seine Statuten integrierte. Die Masgeik-Stiftung aus Molsberg wurde als naturschutzfachlicher Partner gewonnen. Seitdem wird das Gelände kontinuierlich betreut, wobei wichtige Tier- und Pflanzengruppen erfasst und dokumentiert werden. Mit Unterstützung der Stadt Montabaur wurde ein Pflege- und Entwicklungsplan umgesetzt: Offenlandflächen wurden von Verbuschung befreit, Gehölze entfernt und ehemalige Wiesen wiederhergestellt. Eine kleine Gruppe Burenziegen sorgt seit 2017 dafür, dass die Offenbiotope nicht erneut zuwachsen.



Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Seltene Arten wie der Helle und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling kehrten zurück. Zudem wurden Bunker für den Schutz von Amphibien und Fledermäusen umgestaltet. Die naturschutzfachliche Entwicklung wird durch die Masgeik-Stiftung dokumentiert und ist online zugänglich. Begleitend finden regelmäßig naturbezogene Veranstaltungen statt, darunter auch die kürzlich abgehaltene Vortrags- und Exkursionsveranstaltung. (PM/Red)


Mehr dazu:   Naturschutz  
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